Start Events Computerspielpreis 2020: Anno 1800 ist bestes deutsches Spiel – alle Gewinner (Update)

Computerspielpreis 2020: Anno 1800 ist bestes deutsches Spiel – alle Gewinner (Update)

Deutscher Computerspielpreis 2020: Barbara Schöneberger und Nino Kerl in ihrem
Deutscher Computerspielpreis 2020: Barbara Schöneberger und Nino Kerl in ihrem "Studio-Wohnzimmer"

Alle Nominierten, alle Gewinner, alle Zahlen: Am heutigen Abend wird der Deutsche Computerspielpreis 2020 via Livestream verliehen.

Zweieinhalb Stunden lang moderierten Barbara Schöneberger und Nino Kerl den Deutschen Computerspielpreis 2020 aus ihrem Quarantäne-Studio – coronabedingt ohne Vor-Ort-Publikum, dafür mit zugeschalteten Laudatoren, Nominierten und Preisträgern. Wenngleich die Technik mehr als einmal die Schlagfertigkeit und Sounveränität des Moderatoren-Duos herausforderte, so gelang es diesmal ungleich besser als im Vorjahr, die Spiele und Studios glänzen zu lassen.

Neben den Moderatoren kennt der DCP-Abend gleich mehrere Gewinner:

  • Erstens Ubisoft Mainz, das mit „Anno 1800“ nach dem Deutschen Entwicklerpreis auch den Deutschen Computerspielpreis abräumt – und das in gleich zwei Kategorien (Bestes Gamedesign, Bestes deutsches Spiel). Es sind die DCP-Trophäen Nummer 6 und 7 für Deutschlands ältestes Entwicklerstudio.
  • Zweitens Electronic Arts, das mit „Apex Legends“ und „Star Wars: Jedi Fallen Order“ beide (undotierte) internationale Kategorien gewinnt.
  • Und drittens der Games-Standort-Berlin, der in diesem Jahr das „beste Studio“ (Yager), den Sieger in der Kategorie „Beste Spielewelt“ („Sea of Solitude“), den Prototyp-Nachwuchspreis („Couch Monsters“), das Spiel mit der „besten Innovation“ („Lonely Mountains: Downhill“) und das „beste Serious Game“ („Through the Darkest of Times“) hervorbrachte.

Eine erste Einschätzung der „Digital-Gala“ lesen Sie hier.

Deutscher Computerspielpreis 2020: Die DCP-Gewinner

Bestes Deutsches Spiel (100.000 Euro): Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
Laudator: Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister

Bestes Internationales Spiel (undotiert): Star Wars Jedi: Fallen Order (Electronic Arts)
Laudator: Fahri Yardim

Sonderpreis der Jury (undotiert): Fold It (University of Washington)

Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert): Gob b (Fatih Dayik)
Laudatorin: Dorothee Bär (CSU), Digital-Staatsministerin

Publikumspreis (undotiert): The Witcher 3: Wild Hunt für Nintendo Switch (CD Projekt Red / Bandai Namco Entertainment)
Laudator: Smudo

Bestes Studio (30.000 Euro): Yager Development (Berlin)
Laudatorin: Viola Tensil

Bestes Mobiles Spiel (30.000 Euro): Song of Bloom (Kamibox)
Laudator: Fabian Siegismund

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert): Apex Legends (Electronic Arts)
Laudator: Ralf Reichert (ESL)

Bestes Expertenspiel (30.000 Euro): Avorion (Boxelware)
Laudator: Uke Bosse

Beste Spielewelt und Ästhetik (30.000 Euro): Sea of Solitude (Jo-Mei / Electronic Arts)
Laudatorin: Maxi Gräff

Bestes Gamedesign (30.000 Euro): Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
Laudatorin: –

Nachwuchspreis – Bester Prototyp (Platz 1: 35.000 Euro / Nominierungen: je 20.000 Euro): Couch Monsters (Laurin Grossmann, John Kees, Marie Maslofski, Dennis Oprisa, Luca Storz, Jaqueline Vintonjek – HTW Berlin)
Laudatorin: Judith Gerlach (CSU), bayerische Digitalministerin

Nachwuchspreis – Bestes Debüt (40.000 Euro): The Longing (Studio Seufz / Application Systems Heidelberg)
Laudatorin: Judith Gerlach (CSU), bayerische Digitalministerin

Beste Innovation und Technologie (30.000 Euro): Lonely Mountains: Downhill (Megagon Industries / Thunderful Publishing)
Laudatorin: Odile Limpach

Bestes Serious Game (30.000 Euro): Through the Darkest of Times (Paintbucket Games / HandyGames)
Laudatorin: Odile Limpach

Bestes Familienspiel (75.000 Euro): Tilt Pack (Navel / Super.com)
Laudatoren: Senioren Zocken

Ubisoft Blue Byte holt mit "Anno 1800" die Computerspielpreise 6 und 7 (Stand: 28.4.2020)
Ubisoft Blue Byte holt mit „Anno 1800“ die Computerspielpreise 6 und 7 (Stand: 28.4.2020)

Deutscher Computerspielpreis 2020: Fragen und Antworten

Wo läuft der Computerspielpreis-Livestream?

Ab 19:30 Uhr auf der amtlichen Computerspielpreis-Website und bei YouTube. Vor Ort im Studio wird es corona-bedingt kein Publikum geben.

Wer moderiert die Gala?

Barbara Schöneberger und YouTuber Nino Kerl (Ninotaku TV). Laudatoren, Preis- und Würdenträger klinken sich coronabedingt per Liveschalte ein.

Wer verleiht den Deutschen Computerspielpreis?

Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundeskanzleramt und deren Beauftragte für Digitalisierung sowie das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI).

Söder, Scheuer, Bär, Gerlach: Warum sind fast ausschließlich CSU-Politiker beteiligt?

Weil der Deutsche Computerspielpreis im Wechsel in Berlin und München verliehen wird – in diesem Jahr wäre die bayerische Landeshauptstadt an der Reihe gewesen. Gastgeber der Gala sind der (CSU-regierte) Freistaat Bayern, das (CSU-regierte) Bundesverkehrsministerium, das (CSU-regierte) bayerische Digitalministerium und die (CSU-)Digital-Staatsministerin Dorothee Bär.

Wer bezahlt das Preisgeld von 590.000 Euro?

Das Bundesverkehrsministerium. Also der Staat. Also der Steuerzahler. Also Sie.

Wer bezahlt die Digital-Gala, die Technik und das Honorar von Moderatoren und prominenten Gästen?

Üblicherweise das Gastgeberland, also der Freistaat Bayern.

Das Dutzend ist voll: Mit "State of Mind" baut Daedalic Entertainment die Liste der DCP-Trophäen aus (Stand: 15.4.2019)
Das Dutzend ist voll: Mit „State of Mind“ baut Daedalic Entertainment die Liste der DCP-Trophäen aus (Stand: 15.4.2019)

Welche Spiele und Studios sind in diesem Jahr nominiert?

Siehe Liste am Ende des Beitrags – oder hier.

Wer entscheidet über Nominierte und Sieger?

Eine rund 50köpfige Jury, bestehend aus Entwicklern, Wissenschaftlern, Pädagogen, Journalisten, VIPs, Influencern und Politikern. Wer in die Jury berufen wird, machen Verkehrsministerium, Kanzleramt und Industrieverband unter sich aus.

Was passiert mit dem Preisgeld?

Der Spiele-Entwickler, also das Studio, erhält 70 Prozent – der Publisher (sofern vorhanden) 30 Prozent. Die Preisträger verpflichten sich, das Geld vollständig für die Entwicklung eines neuen Computerspiels einzusetzen, das den DCP-Kriterien genügt. Wer diesen Nachweis nicht erbringt, muss Geld und Trophäe zurückgeben.

Warum sind die beiden internationalen Kategorien undotiert?

Weil es sich um den Deutschen Computerspielpreis handelt. Mit der Auszeichnung soll die Entwicklung von Games made in Germany gefördert werden.

Was ist das Besondere am blauen Licht, das in der metallenen DCP-Trophäe verbaut ist?

Es leuchtet blau.

Wer hat den Deutschen Computerspielpreis 2020 am häufigsten gewonnen?

Das Hamburger Studio Daedalic Entertainment – mit Abstand. Auch in diesem Jahr ist Daedalic zwei Mal unter den Nominierten. Ubisoft Blue Byte kann heute Abend etwas aufholen: Das in Mainz entwickelte Aufbau-Strategiespiel „Anno 1800“ ist gleich drei Mal nominiert.

Wie lief die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2019?

Geht so.

Wie lauten die Spielregeln für das traditionelle DCP-Bingo?

  • § 1: Pro ‚Treffer‘ maximal ein Shot!
  • § 2: Fällt ein Begriff oder eine Formulierung mehrfach, greift automatisch § 1.
Bereits im vierten Jahr: Der inoffizielle Spielschein für das DCP-Bingo 2020.
Bereits im vierten Jahr: Der inoffizielle Spielschein für das DCP-Bingo 2020.

Deutscher Computerspielpreis 2020: Alle Nominierten im Überblick

Egal, wie es an diesem Abend läuft: Die Hauptstadtregion darf sich schon jetzt als Gewinner des diesjährigen Deutschen Computerspielpreises (DCP) fühlen. Denn mit „Sea of Solitude“ und „Through the Darkest of Times“ sind alleine zwei Berliner Spiele für den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis nominiert.

Ob es am Ende auch für Schecks und Trophäen reicht, wird sich heute Abend weisen. Ab 19 Uhr berichten wir an dieser Stelle, via Facebook und Twitter live vom Deutschen Computerspielpreis 2020 – Sie verpassen keinen Gewinner.

Bestes Deutsches Spiel (Platz 1: 100.000 Euro / Platz 2 und 3: 25.000 Euro)
Laudator:
Markus Söder (CSU), bayerischer Ministerpräsident

Bestes Familienspiel (75.000 Euro)

  • Lost Ember (Mooneye Studios)
  • Through the Darkest of Times (Paintbucket Games / HandyGames)
  • Tilt Pack (Navel / Super.com)

Nachwuchspreise – Bestes Debüt (40.000 Euro)
Laudatorin: Judith Gerlach (CSU), bayerische Digitalministerin

Nachwuchspreise – Bester Prototyp (Platz 1: 35.000 Euro / Nominierungen: je 20.000 Euro)
Laudatorin:
Judith Gerlach (CSU), bayerische Digitalministerin

  • Couch Monsters (Laurin Grossmann, John Kees, Marie Maslofski, Dennis Oprisa, Luca Storz, Jaqueline Vintonjek – HTW Berlin)
  • Echoes of Etrya (Nik Douglas, Sylvia Exner, Lisa Günther, Robin Hentschel, Silvan Koch, Pia Krensel, Jacob Menz, Melina Stratmann, Soren Wagner – S4G School for Games)
  • Prim (Oskar Alvarado, Bryan Atkinson, Jonas Fisch, Florian Genal, Michael Kenny, Maria Pendolino, Sascha Schneider – CMMN CLRS)
  • Sonority (Franca Bittner, Marvin Clauß, Nadine Harter, Şahin Kablan, Madeline Reinaldo Mendoza, Lisa Nonnemacher, Clemens Sandner, Alice Schlotterbeck, Elisa Schorrig, Willi Schorrig, Vladyslav Trutniev)
  • Wild Woods (Nadja Clauberg, Moritz Heinemeyer, Johannes Kutsch, Eric Massenberg, Marcus Meiburg – HAW Hamburg)

Beste Innovation und Technologie (30.000 Euro)

  • Blautopf VR (Pixelcloud, TELLUX Next / Südwestrundfunk SWR, TELLUX Next)
  • Lonely Mountains: Downhill (Megagon Industries / Thunderful Publishing)
  • Pingunauten Trainer (Lehrstuhl für Medieninformatik, Universität Duisburg-Essen)

Beste Spielewelt und Ästhetik (30.000 Euro)

  • Lost Ember (Mooneye Studios)
  • Sea of Solitude (Jo-Mei / Electronic Arts)
  • The Longing (Studio Seufz / Application Systems Heidelberg)

Bestes Gamedesign (30.000 Euro)

  • Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
  • Spellforce 3: Soul Harvest (Grimlore Games / THQ Nordic)
  • The Surge 2 (Deck 13 / Focus Home Interactive)

Bestes Serious Game (30.000 Euro)

  • Kleine Löschmeister (Daedalic Entertainment Bavaria / Versicherungskammer Bayern)
  • Tapestories (Pop Rocket Labs / PETA Deutschland e.V.)
  • Through the Darkest of Times (Paintbucket Games / HandyGames)

Bestes Mobiles Spiel (30.000 Euro)

  • Arbo (It Matters Games)
  • Song of Bloom (Kamibox)
  • Stranded Sails (Lemonbomb Entertainment / Rokaplay)

Bestes Expertenspiel (30.000 Euro)

  • Anno 1800 (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
  • Avorion (Boxelware)
  • The Longing (Studio Seufz / Application Systems Heidelberg)

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • Apex Legends (Electronic Arts)
  • Star Wars Jedi: Fallen Order (Electronic Arts)
  • The Outer Worlds (Obsidian Entertainment / Private Division)

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)

  • Apex Legends (Electronic Arts)
  • Dreams (Media Molecule / Sony Interactive Entertainment)
  • Unrailed! (Indoor Astronaut / Daedalic Entertainment)

Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)

  • Gob b (Fatih Dayik)
  • GameTube (Daniel Feith, Martin Le, Michael Obermeier und Christian Schneider)
  • MoAuba (Mohammed Harkous)

Bestes Studio (30.000 Euro)

Sonderpreis der Jury (undotiert)

Mögliche Gewinner in dieser Kategorie werden am 27. April 2020 bekanntgegeben.

Publikumspreis (undotiert)

Der Gewinner in dieser Kategorie wird erst am 27. April 2020 bekanntgegeben.

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