Start Marketing & PR Kahuna: Siegismund, Hahn, Lehfeld und PietSmiet gründen Agentur

Kahuna: Siegismund, Hahn, Lehfeld und PietSmiet gründen Agentur

Tino Hahn (Director of Strategy), Fabian Siegismund (Creative Director) und Boris Lehfeld (Managing Director) sind die operativen Köpfe hinter der Berliner Kreativ-Agentur Kahuna.
Tino Hahn (Director of Strategy), Fabian Siegismund (Creative Director) und Boris Lehfeld (Managing Director) sind die operativen Köpfe hinter der Berliner Kreativ-Agentur Kahuna.

Beratung, Konzeption, Kreation, Produktion, Umsetzung – alles aus einer Hand: Das ist die Mission hinter der neuen Berliner Agentur Kahuna.

Weder verwandt noch verschwägert mit der (fiktiven) „Big Kahuna Burger“-Kette aus „Pulp Fiction“ und „Reservoir Dogs“ ist die frisch gegründete Kahuna GmbH aus Berlin. Zum Spektrum der Kreativ-Agentur gehört unter anderem die Konzeption von Influencer-Kampagnen, die Format-Entwicklung, die Digitalisierung des Markenauftritts und die Content-Produktion.

Das Besondere: Hinter Kahuna stehen einige der erfahrensten und erfolgreichsten Webvideo-Produzenten des Landes als Gründer und Gesellschafter.

  • Fabian Siegismund – Produzent, Moderator, Schauspieler, Influencer
  • Tino Hahn – zuvor Head of Content Games & Movies and Entertainment bei Stroer Media Brands (u. a. Spieletipps.de, Kino.de)
  • Boris Lehfeld, Geschäftsführer der Berliner Influencer-Agentur 2nd Wave (u. a. LeFloid, Paluten, PietSmiet, Lara Loft uvm.)
  • PietSmiet UG – das Quintett (Jonathan Apelt, Sebastian Lenßen, Dennis Brammen, Peter Smits und Christian Stachelhaus) gehört zu den führenden Letsplayern der Republik

Die Rollenverteilung der operativen Führung spiegelt sich bereits auf den Visitenkarten wider und könnte ebenfalls glatt als Vorlage für Tarantino-Figuren durchgehen : „The Soul“ (Lehfeld, Managing Director), „The Heart“ (Siegismund, Creative Director) und „The Mind“ (Hahn, Head of Strategy).

Kahuna: „Ein Konzept steht und fällt mit dem richtigen Influencer“

Im Interview erklären die Macher, was sie genau vorhaben und wie sich vom dichtgedrängten Agentur-Markt absetzen.

GamesWirtschaft: Ihr habt euer Startup nach einem Kahuna benannt – was im Hawaiianischen für einen „Magier“, „Heilkundigen“, „Handwerker“ oder „Priester“ steht. Wer in eurem Team übernimmt welche Aufgabe?

Team Kahuna: Unsere Namensgebung basiert in erster Linie auf der etwas freieren Interpretation dieser Bezeichnung, wonach es sich bei einem „Kahuna“ um einen “Experten in verschiedenen Fertigkeiten” handelt – was auch genau auf die Zusammenstellung unseres Kernteams zutrifft:

Boris Lehfeld hat unter anderem als ehemaliger Head of Gamescom und jetzt als Geschäftsführer von 2nd Wave bereits mehrmals erfolgreich bewiesen, dass er seine Ideen und Visionen konsequent umsetzt und damit sehr erfolgreich ist. Deshalb freuen wir uns natürlich sehr, ihn als Managing Director an Bord zu haben.

Fabian hat zweimal den Webvideopreis gewonnen – und wenn nicht gerade irgendein Gag aus seinem Mund kommt, dann ist es eine Idee, die wir am liebsten sofort als Konzept umsetzen würden. Als Creative Director ist er auch deshalb perfekt besetzt, weil er nicht nur Ideen hat, sondern auch jahrelange Erfahrung darin, sie auch umzusetzen.

Tino hingegen kümmert sich als Director of Strategy um die langfristige und nachhaltige Strategie-Entwicklung und -umsetzung, weil wir keine Lust darauf haben, für unsere Kunden bloß Marketing-Strohfeuer zu entfachen, sondern sie wirklich fit für die Zukunft machen wollen.

Ihr beratet und konzeptioniert nicht nur, sondern baut auch Inhalte. Auf welche Influencer und -Netzwerke werdet ihr bevorzugt zurückgreifen?

Durch den gemeinsamen Geschäftsführer steht uns 2nd Wave natürlich nahe, aber wir sind in keiner Weise exklusiv an 2nd Wave gebunden. Dank unserer jahrelangen Erfahrung, engen Vernetzung und unserem Anspruch, wirklich passgenaue und glaubwürdige Konzepte zu liefern, werden wir in erster Linie mit den Influencern beziehungsweise ihrem Management direkt zusammenarbeiten und Netzwerke meiden.

Denn Netzwerke haben oftmals weniger Interesse daran, den passendsten Influencer für ein gemeinsames Projekt auszuwählen, sondern viel eher den Influencer, der für sie die höchste Marge verspricht. Das ist aus unserer Sicht kein wirklich nachhaltiges Modell, weil es weder Influencer noch Marke dauerhaft glücklich macht.

Nach unserer Erfahrung steht und fällt ein Konzept mit dem richtigen Influencer: Nur, wenn der wirklich von einem Projekt begeistert ist, wird er oder sie auch seine ganze Energie reinstecken – und seine ganze Reichweite ausnutzen.

Wir bieten uns deshalb auch Influencern als Brainstorming-Partner an: Ihr habt eine vage Idee für ein Projekt, braucht aber ein handfestes Konzept und einen Sponsoring-Partner dafür? Kommt zu Kahuna, wir liefern euch beides.

Wer sich im Netz nach Influencer-Beratung umsieht, kann sich vor „kahunas“ kaum retten. Was macht ihr anders – und besser – als bestehende Agenturen?

Wir verstehen besser, wie Influencer ticken, worauf sie Lust haben und wie wir daraus wirklich glaubwürdige Inhalte machen können, deren Leidenschaft sich ebenfalls auf die Marke überträgt.

Erstens, weil Boris seit Jahren eng mit Influencern zusammenarbeitet und zweitens, weil Fabian selber einer ist. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass es ein schmaler Grat sein kann zwischen Werbebotschaft und eigener Glaubwürdigkeit. Denn Influencer sind nunmal selber Marken, mit jeweils ganz eigenen Do’s and Don’ts.

Das unterscheidet uns von den vielen anderen Agenturen, denen das Verständnis für die Interessen der Influencer fehlt oder gleich ganz der Zugang zu ihnen. Deshalb pitchen sie halbgare Konzepte an Unternehmen, die mit Influencern weder im Vorfeld abgestimmt sind noch überhaupt wirklich so umgesetzt werden.

Dementsprechend hoch ist der Frust bei den Firmen und Influencern. Und in genau diese Falle tappen wir mit Kahuna nicht.

Influencer-Kampagnen sind für uns keine reinen Verlängerungen der PR oder des Marketings. Das ist etwas, was viele Unternehmen noch nicht völlig verinnerlicht haben: Auf Social Media geht es um echte Kommunikation, um echtes Engagement und echte Emotionen. Es geht darum, mit authentischem Storytelling zu unterhalten, zu begeistern und Gespräche anzustoßen. Und das ist das, was wir jahrelang gemacht haben: unterhaltsame Geschichten erzählen.

Genau das wollen wir jetzt als Branded Content für Unternehmen auf allen relevanten Plattformen machen.

Nur „glaubwürdiger, authentischer Influencer-Content“ sei in der Lage, Marken zu stärken. Das behaupten alle – nicht immer gelingt das. Zuweilen wirken Kampagnen aufgesetzt und künstlich. Woran liegt das aus eurer Sicht – und wie lässt sich das beheben?

Früher wollte jeder “Irgendwas mit Medien” machen, jetzt wollen viele Unternehmen “Irgendwas mit Influencern” machen – die Ergebnisse sind in beiden Fällen oft halbgar und inkonsequent.

Marken fehlt es im Vorfeld meistens an der nötigen Beratung und damit einhergehenden Zielen: Was soll überhaupt durch Influencer-Marketing erreicht werden? Unternehmen wollen Influencern außerdem oft – meist aus Angst vor Kontrollverlust – ihre eigenen Spielregeln aufzwängen, während Influencer selbst eine Marke sind, die wiederum nach ihren ganz eigenen Regeln funktioniert.

Wenn Unternehmen und Influencer nicht auf Augenhöhe kommunizieren, dann sehen Influencer-Kampagnen oft nach reinen Werbespots aus: künstlich, aufgesetzt und dadurch natürlich auch unglaubwürdig. Die Leidenschaft von Influencern, die man sonst in jedem ihrer Videos spürt, fehlt bei diesen Kampagnen komplett.

Eben deshalb ist es so wichtig, dass Unternehmen und Influencer zusammenpassen, weil die Influencer natürlich am besten wissen, welche Inhalte bei ihrer Zielgruppe funktionieren. Die Angst vor dem drohenden Kontrollverlust beseitigen wir als Schnittstelle für Unternehmen, indem wir gemeinsame Spielregeln festlegen, sodass sowohl Unternehmen als auch Influencer von der Zusammenarbeit profitieren.

Ihr Gründer kommt aus dem Bereich Games und Entertainment. Sind das die Branchen, auf die ihr euch anfangs konzentriert – und welche Segmente habt ihr mittelfristig im Blick?

In diesen Bereichen sind wir natürlich verwurzelt und freuen uns darauf, auch weiterhin für Kunden aus dem Games- und Entertainment-Bereich tätig sein zu dürfen. Wir fokussieren uns aber auf kein Segment speziell, da uns in erster Linie die Herausforderung interessiert, Unternehmen bei der Digitalisierung ihres Markenauftritts zu begleiten und die Hürden dabei durch alle Segmente hinweg identisch sind.

Wann und mit wem setzt ihr euer erstes Projekt um?

Auch wenn Ostern vor der Tür steht: Wir gackern noch nicht über ungelegte Eier, so bunt sie auch sind.

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