Start Politik Deutscher Computerspielpreis 2018: Preisgeld steigt auf 560.000 Euro – Update

Deutscher Computerspielpreis 2018: Preisgeld steigt auf 560.000 Euro – Update

Das Preisgeld für den Deutschen Computerspielpreis 2018 steigt auf 560.000 Euro.
Das Preisgeld für den Deutschen Computerspielpreis 2018 steigt auf 560.000 Euro.

Noch bis Freitag, 19. Januar 2018, haben Studios, Publisher und Studenten die Chance, sich für den Deutschen Computerspielpreis 2018 zu bewerben. Das Preisgeld beträgt diesmal 560.000 Euro.

Zur Preisverleihung im April 2017 hatte der mittlerweile zum Fraktions-Chef umgeschulte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Aussicht gestellt, dass sich sein Haus weiter für die weitere Erhöhung der Preisgelder des amtlichen Deutschen Computerspielpreises (kurz: DCP) einsetzen werde.

Das 2018-Preisgeld markiert einen neuen Rekordstand und ist im Lauf der Jahre deutlich gestiegen: 2015 lag es bei 385.000 Euro, 2016 bei 470.000 Euro, 2017 bei 550.000 Euro und 2018 sind es 560.000 Euro, die sich auf neun der 14 Preisträger verteilen.

Auch wenn sich die Schecks, die am 10. April in München übergeben werden, im Vergleich zum Deutschen Filmpreis nach wie vor bescheiden ausnehmen, so ist der Aufwärtstrend also weiterhin intakt.

Deutscher Computerspielpreis 2018: Preisgeld steigt auf 560.000 Euro

Die Finanzierung der Preisgelder teilen sich die drei Ausrichter: das Bundesverkehrsministerium (BMVI) sowie die beiden Branchenverbände BIU und GAME. Nicht mehr Bestandteil des Preispakets sind die Mentoren-Leistungen seitens des GAME Bundesverbands für die drei Preisträger der Nachwuchs-Kategorien. Die Sieger einzelner Kategorien kommen zudem in den Genuss von Medialeistungen im Gesamtwert von 140.000 Euro.

Gastgeber der Preisgala im Münchener Kesselhaus sind Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU). Bei erfolgreichem Verlauf der derzeit stattfinden Groko-Verhandlungen dürfte Dobrindts vereidigter Nachfolger die Verleihung des Hauptpreises übernehmen – vorausgesetzt, der DCP wird nicht kurzfristig einem anderen Ministerium zugeschlagen.

DCP 2018: Einreichungen bis 19.1. möglich

Aus den Erfahrungen der Unwucht bei der DCP-Verleihung 2017 haben sich die Ausrichter auf eine Reihe von Korrekturen und Änderungen verständigt, die GamesWirtschaft in diesem Beitrag zusammengefasst hat.

Studios, Publisher und Nachwuchs-Entwickler können ihre Neuheiten, Konzepte und Prototypen bis 19. Januar 2018 auf der offiziellen DCP-Website einreichen. Dort sind auch die konkreten Teilnahmebedingungen aufgeführt. Wichtigstes Kriterium: Das Spiel muss in Deutschland entwickelt worden sein und zwischen dem 27. Januar 2017 und dem 30. Juni 2018 erscheinen.

Besonderes Schmankerl: Wer es unter die Nominierungen schafft und noch keine Altersfreigabe für sein Spiel beantragt hat, zahlt für die dazugehörige USK-Prüfung keine Gebühren.

Der DCP steht explizit auch Personen, Einrichtungen und Unternehmen offen, die aus verwandten Branchen stammen: Dies gilt insbesondere für die Nachwuchs-Kategorien und die Disziplin „Beste Innovation“ – dort sind auch Gamification-Anwendungen, Serious Games (beispielsweise Lernprogramme) und Virtual-Reality-Projekte preiswürdig. Im vergangenen Jahr siegte hier die Uni-Ausgründung VR Coaster, die in Zusammenarbeit mit dem Europa Park Rust die Coastiality-VR-Technologie für Achterbahnen entwickelt hat.

Update vom 12. Januar 2018: Die Aufteilung der Preisgeld-Kategorien

Fünf Kategorien, darunter der Publikumspreis und der Jury-Sonderpreis, sind undotiert. Inzwischen steht auch fest, welche Beträge in welcher Kategorie ausgeschüttet werden:

  • Bestes Deutsches Spiel: 110.000 Euro (+ 60.000 Euro Medialeistung)
  • Bestes Kinderspiel: 75.000 Euro (+ 40.000 Euro Medialeistung)
  • Bestes Jugendspiel: 75.000 Euro (+ 40.000 Euro Medialeistung)
  • Beste Innovation: 40.000 Euro
  • Beste Inszenierung: 40.000 Euro
  • Bestes Serious Game: 40.000 Euro
  • Bestes Mobiles Spiel: 40.000 Euro
  • Bestes Gamedesign: 40.000 Euro
  • Nachwuchspreis: 100.000 Euro (4 Preisträger)

Das Preisgeld des Nachwuchspreises verteilt sich folgendermaßen:

  • Bestes Konzept mit Prototyp – 1. Platz: 35.000 Euro / 2. Platz: 15.000 Euro
  • Bestes Konzept ohne Prototyp – 1. Platz: 35.000 Euro / 2. Platz: 15.000 Euro

Undotiert sind folgende Kategorien:

  • Publikumspreis
  • Bestes Internationales Spiel
  • Bestes Internationales Multiplayer-Spiel
  • Beste Internationale Spielwelt
  • Sonderpreis der Jury

So sieht der Fahrplan auf dem Weg zum DCP 2018 aus:

  • Freitag, 19. Januar 2018: Ende der Einreichungsphase
  • Februar/März 2018: Sitzungen der Fachjury und der Hauptjury
  • März 2018: Bekanntgabe der Nominierungen
  • März 2018: Start der Abstimmung zum DCP-Publikumspreis
  • Dienstag, 10. April 2018: Verleihung des DCP 2018 in München

Weitere Informationen rund um den Deutschen Computerspielpreis:

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