Start Politik Games Bavaria Munich: Forderungen an CSU und Freie Wähler

Games Bavaria Munich: Forderungen an CSU und Freie Wähler

Der amtierende und designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) soll sich nach den Vorstellungen von Games Bavaria Munich auch künftig für Veranstaltungen wie den Deutschen Computerspielpreis einsetzen (Foto: DCP / Quinke Networks / Getty Images / Hannes Magerstaedt)

Mia san mia: Der Münchner Entwickler-Verbund Games Bavaria Munich will den Games-Standort Bayern stärken – und legt dazu konkrete Vorschläge vor.

Am 5. November um 15 Uhr tritt erstmals der neue bayerische Landtag zusammen, wenige Tage darauf will sich Markus Söder (CSU) erneut zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Bis dahin müssen sich die Christsozialen und die Freien Wähler noch auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag verständigen.

Was genau in den Sitzungen besprochen und vereinbart wird, unterliegt bislang strenger Geheimhaltung. Sicherheitshalber hat der Verband Games Bavaria Munich e. V. (GBM) aber schon mal aufgeschrieben, was man sich von der künftigen Koalition in den kommenden fünf Jahren erwartet.

Der 10-Punkte-Plan steht unter dem Motto „Lokal. Digital. International“. Die Forderungen im Überblick:

  1. Einsatz der Landesregierung für eine bundesweite Games-Förderung
  2. Aktive Kulturpolitik, etwa in Form der Sammung des Videospielkultur e. V. und mit Blick auf die Ausrichtung des Deutschen Computerspielpreises in München
  3. Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften
  4. Bessere Rahmenbedingungen für die Anwerbung ausländischer Fachkräfte
  5. Forschungs- und Entwicklungsförderung plus Wissenstransfer
  6. Vernetzung der bayerischen Branche durch Messen und Konferenzen
  7. Verbesserung der technischen (Netz-)Infrastruktur
  8. Berücksichtigung von Games-spezifischen Anliegen bei der Gesetzgebung
  9. Förderung von Startups und Gründungen, zum Beispiel durch Co-Working-Spaces
  10. Investitionen in die Dachmarke Games Bavaria

Mit dem 10-Punkte-Plan wolle Games Bavaria Munich einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Bayern leisten, so Vorstand Johannes Roth, gleichzeitig CEO von Mimimi Productions („Desperados 3“). Für GBM-Geschäftsführer und Remote-Control-CEO Hendrik Lesser ist das Konzept auch als „Angebot für eine noch bessere Zusammenarbeit“ zu verstehen. Travian-Games-CEO Lars Janssen, parallel im Vorstand von GBM und Game, sieht Bayern schon jetzt als „herausragenden Standort“ der Games-Branche – Ziel sei es aber, dass der Freistaat auch international eine solche Rolle einnimmt.

Hendrik Lesser, Johannes Roth (Vorsitz) und Lars Janssen bilden den neuen Vorstand von Games Bavaria Munich e. V.
Hendrik Lesser, Johannes Roth (Vorsitz) und Lars Janssen bilden den neuen Vorstand von Games Bavaria Munich e. V.

Games Bavaria Munich (GBM) versteht sich selbst als Interessensvertretung der gesamten bayerischen Entwicklerszene. Der Gruppierung gehören fast ausschließlich Unternehmen aus dem Großraum München an, darunter Realmforge („Dungeons 3“), Chimera Entertainment („Angry Birds Epic“) und Aesir Interactive („Das Boot VR“). Große bayerische Games-Arbeitgeber wie Upjers, CipSoft, HandyGames oder MegaZebra sind nicht unter den GBM-Mitgliedern.

Eine ausführliche Analyse der Wahlprogramme von CSU und Freien Wählern im Vorfeld der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober lesen Sie hier.

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