Start Wirtschaft Ubisoft Geschäftsjahr 2017/18: Erwartungen übertroffen

Ubisoft Geschäftsjahr 2017/18: Erwartungen übertroffen

Das Ubisoft Geschäftsjahr 2017/18 endet mit neuen Umsatz-Rekorden, auch dank
Das Ubisoft Geschäftsjahr 2017/18 endet mit neuen Umsatz-Rekorden, auch dank "Far Cry 5" (Abbildung: Ubisoft)

Der Ubisoft-Aktienkurs klettert von einem Rekordhoch zum nächsten und hat inzwischen die 100-Euro-Marke im Blick. Grund sind hervorragenden Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18: „Assassin’s Creed Origins“ und „Far Cry 5“ sorgen für ein Umsatz-Plus von fast 20 Prozent.

Mehr als 1,7 Milliarden Euro hat der französische Publisher im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftet – das Ergebnis lag bei 300 Millionen Euro. Beide Kennzahlen liegen sowohl über dem Vorjahr als auch über den eigenen Prognosen und jenen der Analysten, hatten sich aber nach dem prima Weihnachtsgeschäft angedeutet. Insbesondere „Far Cry 5“ hat seit Verkaufsstart mehrere unternehmens-interne Bestmarken übertroffen.

Gleichzeitig gelingt es zunehmend besser, die Kundschaft über Monate und Jahre hinweg im „System“ zu halten: Durch regelmäßige Updates, neue Modi und einen Ausbau der Spielwelt wachsen die Spielerzahlen von „The Division“, „Ghost Recon Wildlands“, „The Honor“ und „Rainbow Six Siege“. Analog zu den Mitbewerbern lassen sich auf diese Weise auch Phasen verkraften, in denen kein Blockbuster erscheint. Kern dieses Ökosystems bleibt die Online-Plattform uPlay, die mittlerweile von 88 Millionen aktiven Spielern genutzt wird.

Mehr als eine Milliarde Euro und damit 58 Prozent des Ubisoft-Umsatzes stammen inzwischen ausschließlich aus dem Digitalgeschäft.

Ubisoft Geschäftsjahr 2017/18: „The Division 2“ erscheint spätestens im 1. Quartal 2019

Im neuen Geschäftsjahr 2018/19, das von April 2018 bis März 2019 reicht, plant Ubisoft mit Einnahmen von 2 Milliarden Euro. Dazu beitragen sollen das Open-World-Rennspiel „The Crew 2“ – eine der wenigen Großproduktionen, die im Fußball-WM-Zeitraum auf den Markt kommen. Bereits angekündigt ist „The Division 2“, das spätestens im Frühjahr 2019 auf den Markt kommen soll. Das jüngste „South Park“-Rollenspiel bekommt eine Switch-Version.

Das bei Ubisoft Blue Byte in Mainz co-entwickelte Piratenabenteuer „Skulls & Bones“ verschiebt Ubisoft hingegen auf einen Termin nach April 2019. Den Namen eines dritten Umsatzknüllers will das Unternehmen im Rahmen der E3-Pressekonferenz bekannt geben, die Mitte Juni in Los Angeles stattfindet. Spekuliert wird auf „Watch Dogs 3“.

Die Adhoc-Meldung von Ubisoft enthält weitere spannende Details: So machen Nintendo-Switch-Spiele mittlerweile 7 Prozent des Gesamtumsatzes aus, befeuert durch Spiele wie „Mario + Rabbids Kingdom Battle“. Der PC bleibt mit 18 Prozent eine wichtige Säule. Regelrecht eingebrochen sind hingegen die Xbox-Anteile: Vor einem Jahr steuerten Xbox-One-Spiele noch 30 Prozent des Umsatzes bei – inzwischen sind es nur noch 23 Prozent, trotz des Verkaufsstarts von „Far Cry 5“. Der PlayStation-4-Anteil lag mit 43 Prozent beinahe doppelt so hoch.

Durch die fünfprozentige Beteiligung des Medienkonzerns Tencent will Ubisoft verstärkt auch den Markt in China bedienen und dort wachsen. Auch die Zahl der internationalen Niederlassungen steigt: In der Ukraine, in Kanada und in Indien wurden neue Studios eröffnet. Wie sich die Ubisoft-Studios in Deutschland aufstellen, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.