Start Politik Haushalt 2019: NRW verdoppelt Games-Förderung

Haushalt 2019: NRW verdoppelt Games-Förderung

Die CDU- und FDP-Fraktionen im Düsseldorfer Landtag wollen NRW zum führenden Games-Standort machen (Foto: Bernd Schälte / Landtag NRW)
Die CDU- und FDP-Fraktionen im Düsseldorfer Landtag wollen NRW zum führenden Games-Standort machen (Foto: Bernd Schälte / Landtag NRW)

Das Land Nordrhein-Westfalen stockt das Budget für die Entwicklungs-Förderung von Videospielen auf: Im Haushalt 2019 sind 3 Millionen Euro eingeplant.

Staatssekretär Nathanael Liminski (CDU) nutzte seine Laudatio bei der Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises 2018, um den anwesenden Spiele-Produzenten die frohe Botschaft zu verkünden: Der Landeshaushalt 2019 sieht die Verdoppelung der Mittel für die Games-Förderung vor – von bislang 1,5 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro.

Damit löst die schwarz-gelbe Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einerseits die Zusagen aus dem Koalitionsvertrag ein, andererseits verspricht sich NRW dadurch einen Vorteil im Standort-Wettbewerb mit anderen Bundesländern. Laschet hat bei verschiedenen Gelegenheiten die Zielvorgabe ausgegeben, Nordrhein-Westfalen „zum Games-Standort Nummer 1“ in Deutschland ausbauen zu wollen.

Schon jetzt unterstützt Nordrhein-Westfalen über die Film- und Medienstiftung die Spiele-Entwickler an Rhein und Ruhr. Auch Veranstaltungen wie der Deutsche Entwicklerpreis, die Livestreaming-Konferenz Streamcon und Messe-Auftritte im Rahmen der Kölner Gamescom profitieren von der finanziellen Unterstützung durch den Staat.

In Nordrhein-Westfalen befinden sich neben den Deutschland-Niederlassungen internationaler Games-Konzerne wie Electronic Arts (Köln) und Ubisoft (Düsseldorf) auch eine Reihe bekannter Studios, Publisher und Dienstleister, etwa Ubisoft Blue Byte, Aerosoft, Turtle Entertainment (ESL), Piranha Bytes und Astragon Entertainment.

Der NRW-Haushalt für das Jahr 2019 geht am 12. Dezember zur dritten Lesung in den Düsseldorfer Landtag und hat ein Volumen von knapp 78 Milliarden Euro.

Neben Nordrhein-Westfalen mühen sich insbesondere Berlin und Bayern verstärkt um die Ansiedlung von Spiele-Entwicklern. Die staatliche Games-Förderung in Form bedingt rückzahlbarer Darlehen ist neben regionaler und städtischer Beihilfen ein zunehmend wichtiger Bestandteil in der Kalkulation von kleinen und großen Games-Projekten. Bislang gilt der Freistaat Bayern als das Bundesland mit den durchschnittlich höchsten Förderbescheiden pro Spiel (siehe Tabelle) – 2018 lag dort das Gesamtvolumen bei 1,8 Millionen Euro.

Parallel arbeitet das Bundesverkehrsministerium an einer Richtlinie für die im Bundeshaushalt 2019 erstmals verankerte Games-Förderung auf Bundesebene, die Zuschüsse von insgesamt 50 Millionen Euro vorsieht.

Games-Förderung in Deutschland: Projekte mit Fördersummen jenseits von 100.000 Euro (Stand: 14.11.2018)
Games-Förderung in Deutschland: Projekte mit Fördersummen jenseits von 100.000 Euro (Stand: 14.11.2018)

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here