Start Wirtschaft Weniger Beschäftigte in Deutschlands Games-Industrie – Zahl der Unternehmen wächst

Weniger Beschäftigte in Deutschlands Games-Industrie – Zahl der Unternehmen wächst

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Nach dem Gamesmap-Relaunch umfasst die Datenbank mehr als 1.800 Betriebe der erweiterten deutschen Games-Branche.
Nach dem Gamesmap-Relaunch umfasst die Datenbank mehr als 1.800 Betriebe der erweiterten deutschen Games-Branche.

Nach Erhebungen des Branchenverbands Game ist die Zahl der Games-Unternehmen leicht angestiegen – der Arbeitsmarkt bleibt unter Druck.

Die anhaltende Konsolidierungswelle in der globalen Computerspiele-Branche wirkt sich zwangsläufig auch auf die Spiele-Entwickler in Deutschland aus: Laut Verband ist die Zahl der Beschäftigten bei Publishern und Studios von 12.659 (2025) auf 12.235 (März 2026) zurückgegangen. Inklusive Hochschulen, Medien, Handel und Dienstleistern seien weiterhin mehr als 30.000 Menschen direkt oder indirekt der deutschen Games-Branche zuzurechnen.

Unterdessen wächst die Zahl der Games-Unternehmen – wofür der der Verband erstens das Comeback der Games-Förderung im August 2025 und zweitens das Stipendien-Programm Press Start verantwortlich macht: Mit einem staatlichen Zuschuss von 8 Mio. € wurden demzufolge mehr als 75 Games-Startups gegründet.

Die Folge: Statt zuvor 917 Spiele-Entwicklern und -Vermarktern (2025) gibt es neuerdings 956 Betriebe – ein Plus von knapp 4 Prozent.

Dessen ungeachtet bleibt die Lage der deutschen Games-Unternehmen aus Sicht von Game-Geschäftsführer Felix Falk ‚herausfordernd‘: „Das zeigt sich besonders an der Beschäftigtenzahl, die zum zweiten Mal in Folge sinkt. Mut macht dagegen die wieder steigende Anzahl von Unternehmen. In der globalen Marktkonsolidierung steht Deutschland damit besser da als viele andere Länder, was gerade auch der erhöhten Games-Förderung und dem Gründungsstipendium ‚Press Start‘ zu verdanken ist.“

Gesteigerte internationale Wettbewerbsfähigkeit verspricht sich der Verband von einer „steuerlichen Games-Förderung“, wie sie im Koalitionsvertrag zart angedeutet ist. Konkrete Pläne oder gar einen Zeitplan gibt es derzeit allerdings noch nicht.

Flankierend zur Bekanntgabe der neuen Arbeitsmarkt-Daten gibt der Branchenverband auch den Relaunch von Gamesmap bekannt: Das Online-Verzeichnis ist in Kooperation mit Goldmedia entstanden und umfasst mehr als 1.800 Einträge – von Studios über Bildungseinrichtungen und Standortinitiativen bis hin zu Veranstaltern und E-Sport-Organisationen. Die Datensätze sollen künftig mindestens einmal pro Jahr aktualisiert werden.

Nintendo of Europe, Ubisoft Blue Byte und Stillfront sind die drei größten Games-Unternehmen in Deutschland 2025 (nach Mitarbeitern / v2 / Stand: 30.7.2025)
Nintendo of Europe, Ubisoft Blue Byte und Stillfront sind die drei größten Games-Unternehmen in Deutschland 2025 (nach Mitarbeitern / v2 / Stand: 30.7.2025)

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