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GamesWirtschaft Studiotour Episode 11: Softgames – Berlin

GamesWirtschaft Studiotour Episode 11: Geschäftsführer Alexander Krug hat Softgames bereits Ende 2006 gegründet (Foto: GamesWirtschaft)
GamesWirtschaft Studiotour Episode 11: Geschäftsführer Alexander Krug hat Softgames bereits Ende 2006 gegründet (Foto: GamesWirtschaft)

Unter den unbekannteren Spiele-Entwicklern in Deutschland gehören sie zu den Größten: Das Berliner Studio Softgames hat sich auf HTML-5- und Messenger-Games spezialisiert.

„Thoughts on Flash“ – „Gedanken über Flash“: So ist der offene Brief von Apple-Ikone Steve Jobs überschrieben, den er im April 2010 formulierte – und der den Niedergang der anfälligen Adobe-Technologie einläutete. Ende 2020 ist dann ganz offiziell Schluss mit Flash-Updates.

Spätestens seit diesem Zeitpunkt sind weite Teile der Browsergames- und Online-Spiele-Entwickler damit beschäftigt, ihr Portfolio auf HTML 5 umzustellen – ein vielfach schmerzhafter, aufwändiger Prozess, der bis heute andauert. Auch bei mehreren namhaften deutschen Studios ist Flash weiterhin im Einsatz und befeuert wichtige Umsatzbringer.

Ein Unternehmen, das schon sehr frühzeitig auf HTML 5 gesetzt hat, sitzt in Berlin Mitte, nur wenige Gehminuten von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) entfernt. Im 6. Stock eines Bürogebäudes hat Softgames in mehr als zehn Jahren Hunderte unkomplizierter Spiele umgesetzt, die sich kostenlos spielen lassen und auf bewährten Mechaniken aufsetzen – Varianten von Mahjongg und Solitaire, Match 3- und Quiz-Spiele, einfache Aufbauspiele und Rennspiele. Mehr als 450 Titel sind derzeit im Sortiment.

Zu den Kooperationspartnern von Gründer Alexander Krug gehören unter anderem Spil Games, Spielen.de, Yahoo und redaktionelle Portale, die mit einfachen, aber fesselnden Online-Spielen die Verweildauer auf den Seiten erhöhen wollen.

Die Monetarisierung erfolgt vorwiegend über Werbespots – auch deshalb, weil es für Ingame-Käufe und Mikrotransaktionen im Gegensatz zu den Appstores von Google und Apple keine wirklich einfache und praktikable Form der Abrechnung gibt.

GamesWirtschaft Studiotour Episode 11: Softgames in Berlin

Ein weiterer Studio-Schwerpunkt sind HTML-5-Games, die sich über Sofortnachrichten-Apps wie iMessage oder den Facebook Messenger spielen lassen. Softgames sieht sich selbst als einer der weltgrößten Entwickler und Anbieter von Messenger-Games.

Die Berliner gehörten folgerichtig neben Zynga, Spil Games und Miniclip von Anfang an zu den 17 Partnern des Facebook Instant Games-Programms. Nach einer einjährigen Testphase ist die Plattform seit 14. März nun allen Entwicklern zugänglich, was zu einem deutlichen Anstieg von Angebot und Nachfrage führen dürfte.

Auch hier erfolgt die Gegenfinanzierung vorwiegend über Anzeigen. Der Branchenverband Game hat hochgerechnet, dass bereits jetzt sieben Millionen Deutsche derartige Zwischendurch-Spiele in Messenger-Diensten nutzen. Alexander Krug ist fest vom Durchbruch der Zwischendurch-Duelle überzeugt und sprach zuletzt auf Konferenzen von der „größten Mobilegames-Revolution seit der Markteinführung des Appstores“.

Von dieser Entwicklung soll Softgames profitieren: Daher fahndet das Unternehmen nach einem guten Dutzend neuer Mitarbeiter, darunter Entwickler, Producer, Product Manager und Game Designer. Derzeit beschäftigt Krug mehr als 50 Angestellte – und gehört damit zu den 25 größten Arbeitgebern unter Deutschlands Spielestudios.

Bisherige Stationen der GamesWirtschaft Studiotour:

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