Start Wirtschaft Corona-Serie: „Wir werden zum Jahresende wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigen.“

Corona-Serie: „Wir werden zum Jahresende wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigen.“

Anika Thun, International Marketing Director bei Kalypso Media
Anika Thun, International Marketing Director bei Kalypso Media

Teil 4 der Corona-Serie: Die Krise dreht den Arbeitsmarkt auf links – Deutschlands Games-Studios erweisen sich als vergleichsweise robust.

Kurzarbeit, Filial- und Werksschließungen, Stellenabbau: In vielen Branchen geht die Angst vor tiefen Einschnitten in der Belegschaft um. Unternehmen, die vor Corona vor Kraft kaum laufen konnten, kämpfen ums Überleben – manches Geschäftsmodell steht vor dem Aus.

Derweil in den meisten Entertainment-Industrien – etwa im Bereich Live-Musik, im Sport oder in der Kino-Branche – immer noch vielerorts die Bänder still stehen, haben Games-Anbieter vergleichsweise schnell und geräuschlos auf Home-Office-Betrieb umstellen können. Das soll in immer mehr Unternehmen beibehalten werden, auch über 2020 hinaus.

Doch natürlich sind auch Computerspiele-Entwickler nicht immun gegen eine Eintrübung der Weltkonjunktur – zumal die größten Absatzmärkte nicht vor der Haustür liegen, sondern im europäischen Umland, in Nord- und Südamerika, im Nahen Osten oder in Asien. Nicht ausgeschlossen, dass dort das Spielgeld nicht mehr so locker sitzt wie noch in der ersten Jahreshälfte 2020.

Wie bewerten Unternehmer und Gründer die Lage auf dem deutschen Games-Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund von Pandemie und Rezession? Wird das Games-Gewerbe mit einem blauen Auge davonkommen oder plant es gar Neueinstellungen?

Die heutige Folge ist Teil einer fünfteiligen Corona-Serie:

Die größten Arbeitgeber der deutschen Games-Branche 2020 (Stand: 5. Mai 2020)
Die größten Arbeitgeber der deutschen Games-Branche 2020 (Stand: 5. Mai 2020)

Corona-Serie: „Werden zum Jahresende wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigen.“

GamesWirtschaft: Werdet ihr am Jahresende voraussichtlich mehr, weniger oder ungefähr genauso viele Mitarbeiter wie Anfang des Jahres beschäftigen?

Hinweis: Eine laufend aktualisierte Übersicht mit den Beschäftigtenzahlen der größeren Studios finden Sie hier. Zur Gamescom 2020 erfolgt ein umfassendes Update.


Anika Thun, Kalypso Media
Anika Thun, Kalypso Media

Anika Thun, International Marketing Director bei Kalypso Media („Railway Empire“) in Worms

Die gesamte Kalypso-Gruppe wird zum Jahresende wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigen – plus ca. 30 bis 40 Prozent.

Dies entspricht jedoch unserer längerfristigen Wachstumsstrategie und ist auch der Tatsache geschuldet, dass wir weitere Entwicklungskapazitäten wie zum Beispiel Claymore Studios in Darmstadt, aufgebaut haben und weiter ausbauen.


Carsten Fichtelmann, Daedalic Entertainment
Carsten Fichtelmann, Daedalic Entertainment

Carsten Fichtelmann, Geschäftsführer von Daedalic Entertainment („Deponia“) in Hamburg

Durch die Einschnitte und Gesellschafterveränderungen am Anfang des Jahres werden wir nicht ganz das Niveau am Ende des Jahres wieder erreichen.

Aber wir sind aktuell ein Unternehmen, das wieder einstellt.


Jan Theysen, King Art Games
Jan Theysen, King Art Games

Jan Theysen, Geschäftsführer von King Art Games („Iron Harvest“) in Bremen

Tendenziell genauso viele oder ein paar mehr.

 

 


Christopher Kassulke, HandyGames
Christopher Kassulke, HandyGames

Christopher Kassulke, Geschäftsführer von HandyGames („Through the Darkest of Times“) in Giebelstadt

HandyGames wächst auch während der Coronakrise weiter. Alleine im Monat August verzeichnen wir fünf neue internationale Teammitglieder. Darüber hinaus haben wir noch einige neue Stellen zu besetzen.

Wir planen den Standort Giebelstadt in den nächsten Monaten deutlich im Bereich Publishing und Entwicklung auszubauen.


Klaus Schmitt, Upjers
Klaus Schmitt, Upjers

Klaus Schmitt, Geschäftsführer von Upjers („Horse Farm“) in Bamberg

Wir haben aktuell ca. 120 Mitarbeiter und wollen dieses Level halten.

 

 


Frederik Hammes, Travian Games
Frederik Hammes, Travian Games

Frederik Hammes, Geschäftsführer von Travian Games („Travian Legends“) in München

Bis Jahresende werden es ungefähr genauso viele Mitarbeiter sein (180 in Köln und München, Anm. d. Red.).

 

 


Johannes Roth, Mimimi Games
Johannes Roth, Mimimi Games

Johannes Roth, Geschäftsführer von Mimimi Games („Desperados 3“) in München

Aktuell beschäftigt Mimimi Games ca. 25 Mitarbeiter. Bis Ende des Jahres wollen wir mit Blick auf unser nächstes Projekt (Codename: „Süßkartoffel“, ein weiteres Echtzeit-Taktik-Spiel) unser Team auf ca. 35 Mitarbeiter vergrößern.

Wir stellen in allen Bereichen an und suchen insbesondere einen IT-Manager mit Herz fürs Gaming und im Bereich Programmierung. Wer Interesse hat, schaut auf unserer Homepage vorbei.


Tom Burck, Gameforge
Tom Burck, Gameforge

Tom Burck, Chief Officer Customers & HR bei Gameforge („Ikariam“) in Karlsruhe

Wir wachsen derzeit Monat für Monat, am Jahresende werden wir auf jeden Fall über dem Vorjahresende liegen. Und wir planen weiter zu wachsen: Zum Zeitpunkt dieses Artikel haben wir 22 offene Stellen.

 


Konstantin Kronfelder, Boxelware
Konstantin Kronfelder, Boxelware

Konstantin Kronfelder, Gründer von Boxelware („Avorion“) in Erlangen

Genauso viele!

 

 


Benjamin Zuckerer, CipSoft
Benjamin Zuckerer, CipSoft

Benjamin Zuckerer, Geschäftsführer von CipSoft („Tibia“) in Regensburg

Wir werden am Ende des Jahres vermutlich etwa genauso viele Mitarbeiter wie anfangs beschäftigen, also fast 100.

 

 


Goodgame Studios, Hamburg
Goodgame Studios, Hamburg

Goodgame Studios („Goodgame Empire“), Hamburg

Bei Goodgame Studios arbeiten wir derzeit an unseren bestehenden Spielen und es befinden sich ebenfalls Neuentwicklungen in der Pipeline, so dass wir voraussichtlich bis zum Ende des Jahres das Fachpersonal in fast allen Abteilungen aufstocken werden und somit unter dem Schnitt mehr Mitarbeiter als am Anfang des Jahres beschäftigen werden.

Momentan sind auf unserer Webseite knapp 20 offene Stellen ausgeschrieben – aber auch Initiativ-Bewerbungen sind immer gerne gesehen.

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