Start Wirtschaft Kolibri Games stellt dauerhaft auf Home-Office um

Kolibri Games stellt dauerhaft auf Home-Office um

Die Mitarbeiter von Kolibri Games vor dem Postbank-Tower in Berlin (Foto: Kolibri Games)
Die Mitarbeiter von Kolibri Games vor dem Postbank-Tower in Berlin (Foto: Kolibri Games)

Auch nach Corona ist bei Kolibri Games nichts mehr wie vorher: Das „4+1“-Flex-System lässt den Mitarbeitern die Wahl des Arbeitsortes.

Nicht an der Präsenz am Arbeitsplatz, sondern an den Ergebnissen würden Mitarbeiter gemessen, hieß es heute von Siemens: Mehr als die Hälfte der Belegschaft soll künftig nur noch an zwei, maximal drei Werktagen ins Büro kommen.

Ähnliche Überlegungen gibt es in der deutschen Games-Industrie: Bis weit in den Herbst hinein gilt in etlichen Niederlassungen internationaler Spielehersteller eine Home-Office-Pflicht – mit guten Chancen, dass im Anschluss viele Einzel- und Großraumbüros aufgegeben oder nur noch phasenweise genutzt werden.

Bereits abgerückt von der „Büroanwesenheitspolitik“ ist das junge Berliner Mobilegames-Studio Kolibri Games („Idle Miner Tycoon“), das vor kurzem vom französischen Publisher Ubisoft bei einer Bewertung von 160 Millionen Euro übernommen wurde.

Die mehr als 100 Mitarbeiter müssen sich nur noch einmal pro Woche zum jeweiligen „Teamtag“ im Postbank-Hochhaus am Halleschen Ufer einfinden. An diesen „Teamtagen“ finden Brainstormings und anderweitige Besprechungen statt. An den anderen vier Werktagen steht es den Angestellten frei, ob sie zu Hause arbeiten oder im Büro.

Die zwölfmonatige Testphase dieses „4+1-Flex-Arbeitssystems“ soll im September 2020 starten. Die Mitarbeiter werden vom Unternehmen mit der dafür nötigen Büro- und Arbeitsausrüstung ausgestattet.

Der „unglaublichen Ergebnisse“ der Covid-19-Maßnahmen hätten ihn und die anderen Gründer dazu veranlasst, ihre Haltung zum Thema „Remote Work“ zu überdenken, sagt Janosch Sadowski. Tatsächlich hätten die Quarantänemaßnahmen keinen Rückgang der Produktivität bewirkt, sondern im Gegenteil zu einer Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit geführt.

Für Co-Geschäftsführer Daniel Stammler ist das 4+1-System ein „Ausdruck des Vertrauens in unsere derzeitigen und künftigen Mitarbeiter.“ Anstelle einer Einheitslösung obliege es den Teams und deren Mitgliedern, selbst zu entscheiden, wie und wo sie arbeiten wollen.


Mit der künftigen Home-Office-Regelung von Kolibri Games beschäftigt sich auch die aktuelle Freitags-Kolumne.

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