Start Politik Game Berlin-Brandenburg fordert „besseres Standort-Marketing“

Game Berlin-Brandenburg fordert „besseres Standort-Marketing“

Mit Game Berlin-Brandenburg entsteht die siebte Regionalvertretung des Branchenverbands .
Mit Game Berlin-Brandenburg entsteht die siebte Regionalvertretung des Branchenverbands .

Pünktlich zur Games Week Berlin 2019 entsteht mit Game Berlin-Brandenburg die mittlerweile siebte Regionalvertretung des Branchenverbands.

Wer die Ankündigung des Industrieverbands durchliest, könnte leicht den Eindruck gewinnen, die Entwickler-Landschaft in Berlin-Brandenburg sei im Niedergang begriffen. Die Rahmenbedingungen in der Stadt blieben „weit hinter ihren Möglichkeiten zurück“ und die Region könne ihre großen Potenziale „bislang nicht vollumfänglich entfalten“. Als Gegenmaßnahme verschreibt sich der Verband „ein starkes Standort-Marketing“.

Beim Medienboard Berlin-Brandenburg, in der Berliner Staatskanzlei und bei der Standortinitiative Games:Net wird man diese Analyse mit Interesse zur Kenntnis nehmen. Denn tatsächlich gibt es nur wenige Standorte in Deutschland, die zuletzt einen vergleichbaren Zuzug an kleinen, mittelgroßen und sehr großen Spiele-Unternehmen erlebt haben.

Zu den Kernforderungen des Game Berlin-Brandenburg gehören unter anderem:

  • höhere Zuschüsse für den Deutschen Computerspielpreis und die Games Week Berlin
  • ein Games-Hub, etwa in Form von Co-Working-Spaces, wie es sie zum Beispiel in Köln gibt
  • eine signifikante Erhöhung der Subventionierung von Games-Projekten inklusive maßgeschneiderter Programme für die Games-Industrie
  • die weitere Unterstützung von Games:Net Berlin-Brandenburg
  • ein dezidierter Koordinator für die Berliner Spiele-Branche

Als Ansprechpartner des Game Berlin-Brandenburg empfehlen sich:

  • Jens Begemann, Gründer und CEO von Wooga („June’s Journey“)
  • Johanna Janiszewski, Geschäftsführerin von Tiny Crocodile Studios („Monkey Swag“)
  • Sebastian Mittag, Gründer von Studio Fizbin („The Inner World“)

Dass der Game-Verband eine eigene Regionalvertretung in der Hauptstadt einrichtet, war in der Branche erwartet worden – wirft aber zwangsläufig die Frage nach der Abgrenzung zum Games:Net Berlin-Brandenburg auf. Denn die Vernetzung und die Vertretung der Branchen-Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft sind genau jene Schwerpunkte, die das Games:Net für sich in Anspruch nimmt.

„Das Games:Net berlinbrandenburg engagiert sich seit vielen Jahren für die Gamesbranche in der Hauptstadtregion. Dazu zählt für uns auch die Vernetzung und der Dialog mit der Politik der Länder und den damit verbundenen Institutionen“, erklärt Geschäftsführerin Andrea Peters auf Anfrage. „Diese Arbeit werden wir aktiv fortsetzen und damit die Rahmenbedingungen am Standort für die Branche verbessern.“ Der Game könne die Netzwerke dabei unterstützen, insbesondere mit Blick auf die bundesweiten Themen, etwa der Förderung. „Mehr als 90 Unternehmen sind mittlerweile unter dem Dach des Games:Net, von jungen Entwicklerstudios bis hin zu großen internationalen Unternehmen und Dienstleistern. Zudem bieten wir branchenübergreifend ein Netzwerk von mehr als 420 Unternehmen“, so Peters gegenüber GamesWirtschaft.

Mindestens die nationale Aufmerksamkeit der Spiele-Branche ist dem Standort Berlin ab Montag gewiss: Am 8. April startet die Games Week Berlin 2019, in deren Rahmen die Entwicklerkonferenz Quo Vadis 2019 statt findet. Gesellschaftlicher Höhepunkt ist die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2019 am Dienstag (9.4.) im Berliner Admiralspalast.

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