Start Wirtschaft Wooga: Berliner Studio feiert 10. Geburtstag

Wooga: Berliner Studio feiert 10. Geburtstag

Wooga-Gründer Jens Begemann lenkt als CEO weiterhin die Geschicke des Berliner Spiele-Entwicklers (Foto: GamesWirtschaft)
Wooga-Gründer Jens Begemann lenkt als CEO weiterhin die Geschicke des Berliner Spiele-Entwicklers (Foto: GamesWirtschaft)

Feierlaune in der Berliner Backfabrik: Wenige Wochen nach dem spektakulären Unternehmens-Verkauf begeht Wooga das 10jährige Jubiläum.

„Entwicklung, Vermarktung und der Verkauf von Unterhaltungssoftware, insbesondere von Computerspielen zur Nutzung im Internet.“

Mit diesem Geschäftszweck wurde die Wooga GmbH Anfang 2009 von Jens Begemann und Philipp Moeser ins Berliner Handelsregister eingetragen. Ebenso wie InnoGames und Goodgame Studios gehört Wooga zur zweiten Generation deutscher Free2play-Spiele-Startups, die um das Jahr 2010 herum im Abstand weniger Monate an den Start gingen. Alle drei genannten Unternehmen werden mittlerweile von ausländischen Unternehmen kontrolliert – erst im Dezember 2018 wurde Wooga vom israelischen Casino-Games-Entwickler Playtika übernommen. Kolportierter Kaufpreis: deutlich über 200 Millionen Euro. Gleichzeitig haben langjährige Investoren und Venture-Capital-Firmen ihre Anteile abgegeben.

Begemann ist nach wie vor CEO des Unternehmens und damit Chef von derzeit rund 180 Mitarbeitern. Damit gilt Wooga als größter Games-Arbeitgeber der Hauptstadt-Region und gleichzeitig als einer der zehn größten Spiele-Entwickler des Landes.

Die neue Berliner Niederlassung macht Ubisoft Blue Byte zum größten Arbeitgeber unter Deutschlands Spiele-Entwicklern (Stand: 14.12.2018)
Die neue Berliner Niederlassung macht Ubisoft Blue Byte zum größten Arbeitgeber unter Deutschlands Spiele-Entwicklern (Stand: 14.12.2018)

 

 

 

 

Nach anfänglichen Achtungserfolgen mit Facebook-Puzzlespielen wie „Brain Buddies“ und „Diamond Dash“ wechselte Wooga ins Lager der Smartphone-Games-Entwickler. Nicht alle Titel erfüllten die Erwartungen, viele Projekte wurden zügig wieder eingestampft: So hatten die Berliner sehr frühzeitig auf Spielen für Wearables wie die Apple Watch gesetzt.

Das Unternehmen hat mehrere Strategie-Wechsel inklusive personeller Einschnitte hinter sich – der letzte ist ein knappes Jahr her. Seitdem scheint Wooga seine Bestimmung gefunden haben: Das Unternehmen produziert zwar weiterhin Free2play-Mobilegames, allerdings mit Fokus auf „story driven casual games“. Im Kern handelt es sich um Wimmelbildspiele, die sich allerdings durch einen roten Faden, detaillierte Grafiken und kontinuierlichen Missions-Nachschub auszeichnen. Hauptzielgruppe von „Pearl’s Peril“ und „June’s Journey“ sind Damen mittleren Alters, die nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld in die kostenlos spielbaren Titel investieren.

In Folge 3 der „GamesWirtschaft Studiotour“ werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Spiele-Herstellers, der in der Berliner „Backfabrik“ im Stadtteil Prenzlauer Berg zu Hause ist.

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