Ein europäischer Computerspielpreis, vollständige Anerkennung des eSport, Ausbau der Gamesförderung in Bayern und Deutschland: Der netzpolitische Arbeitskreis der CSU unter Vorsitz von Digital-Staatsministerin Dorothee Bär präsentiert einen 10-Punkte-Maßnahmen-Katalog.

Einen Tag vor Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2018 in München hat der netzpolitische Arbeitskreis der CSU zehn Leitlinien zur Stärkung des heimischen Games-Standorts aufgestellt, in dem sich auch die bereits bekannten Forderungen nach einer „vollständigen Anerkennung“ des eSport als Sportart und nach einem Europäischen Computerspielpreis finden.

Die CSUnet-Vorsitzende heißt Dorothee Bär und ist gleichzeitig Digital-Staatsministerin im Kanzleramt. Die Hervorhebung der Games-Branche im Koalitionsvertrag der Groko zeige, dass Videospiele „endlich den Stellenwert bekommen, den sie verdienen“, so Bär. Den Ankündigungen müsse nun eine zügige Umsetzung folgen.

Netz-Arbeitskreis der CSU will „Potenzial von Games in Deutschland voll ausschöpfen“

Die CSUnet-Forderungen plus die Zusagen von CSU-Präsidiumsmitglied Bär sowie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum Deutschen Computerspielpreis lassen darauf schließen, dass zumindest einige der Kernforderungen Eingang finden ins CSU-Wahlprogramm. Die Bürger des Freistaats Bayern wählen am 14. Oktober 2018 einen neuen Landtag.

Konkret fordert der CSU-Arbeitskreis:

  • die Umsetzung einer für Unternehmen planbaren Games-Förderung auf Bundesebene, um Deutschland als Entwicklerstandort international wettbewerbsfähig zu machen.
  • die Freistellung der Games-Förderung von der sogenannten „Notifizierungspflicht“, also die Aufhebung der EU-Höchstgrenzen bei staatlichen Beihilfen
  • den Ausbau der bayerischen Games-Förderung
  • die Stärkung von Standortinitiativen und Vernetzung innerhalb der bayerischen Branche, um die Sichtbarkeit zu erhöhen
  • den Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten an Hochschulen und im Rahmen einer dualen Ausbildung
  • eine verstärkte Einbindung von Games im Bildungsbereich, etwa mit Blick auf Serious Games
  • die vollständige Anerkennung von eSport als eigene Sportart und eine zügige Umsetzung konkreter Maßnahmen (gewerbliches Spielrecht, Visa-Erleichterungen)
  • die Schaffung von Anreizen, um Frauen im Games-Bereich zu fördern
  • den verstärkten Einsatz von Games in anderen Branchen, etwa in Museen und im Tourismus
  • die Einrichtung eines Europäischen Computerspielpreises nach Vorbild des Europäischen Filmpreises

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here