Start Meinung Fröhlich am Freitag 27/2019: Drei Jahre wie im Rausch

Fröhlich am Freitag 27/2019: Drei Jahre wie im Rausch

Drei Jahre GamesWirtschaft - unglaublich, wie sich die Spielebranche seit dem 4. Juli 2016 verändert hat.
Drei Jahre GamesWirtschaft - unglaublich, wie sich die Spielebranche seit dem 4. Juli 2016 verändert hat.

Nach drei Jahren GamesWirtschaft wird es Zeit für eine vorläufige Zwischenbilanz – die sich auf einen Nenner bringen lässt: Alter Schwede!

Verehrte GamesWirtschaft-Leser,

der Geburtstag von GamesWirtschaft ist leicht zu merken: Es ist der 4. Juli – Independence Day, Unabhängigkeitstag. Ein symbolischer und nicht ganz unbewusst gewählter Start-Termin.

Seit drei Jahren gibt es das Online-Nachrichtenmagazin nun schon – und im Rückblick erscheint schier unglaublich, was in dieser vergleichsweise kurzen Zeit alles passiert ist.

Wer hätte noch vor drei Jahren für möglich gehalten, …

  • dass die von der Branche so sehr ersehnte Computerspiel-Förderung auf Bundesebene kommt (wenn auch vorerst auf Bewährung)
  • dass die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland die Gamescom eröffnet
  • dass Nintendo nochmal den Markt für stationäre Spielkonsolen aufrollt
  • dass der zweite Anlauf zum einheitlichen Industrieverband gelingt (wenngleich dadurch zwangsläufig die Stimme einer streitbaren Opposition fehlt)
  • dass die USK Hakenkreuze in Computerspielen akzeptiert
  • dass drei der fünf größten Games-Arbeitgeber im Land ihren Sitz in Stockholm haben
  • dass aus einer Studenten-WG heraus einer der erfolgreichsten Spiele-Entwickler entsteht
  • dass in einem Koalitionsvertrag die Formulierung „eSport“ enthalten ist
  • dass Ubisoft für pauschal 15 Euro im Monat unbeschränkten Zugang zum kompletten Sortiment verkauft, inklusive aller Neuheiten

Die Liste ließe sich noch ungefähr eine A4-Seite lang fortführen. Und im Einzelfall muss man sich manchmal die Äuglein reiben, wie schnell man sich an neue Spielregeln gewöhnt.

Fröhlich am Freitag - die wöchentliche Kolumne bei GamesWirtschaft
Fröhlich am Freitag – die wöchentliche Kolumne bei GamesWirtschaft

Die gute Nachricht: Die Spielerepublik Deutschland präsentiert sich im Juli 2019 in ungleich robusterer Verfassung als noch im Sommer 2016. Der damalige GamesWirtschaft-Start fiel zwar in eine nachrichtentechnisch „gute“ Phase, aber die Anlässe waren natürlich oft betrüblich. Denn gerade im zweiten Halbjahr 2016 gab es kaum eine Woche ohne Hiobs-Botschaften: Tausende verloren ihren Job, Niederlassungen und Abteilungen wurden geschlossen, namhafte Unternehmen kämpften ums Überleben.

Auch wenn natürlich längst nicht alles gold ist in dieser 4,4-Milliarden-Branche: Die Zuversicht ist (wieder) da, was an vielen Faktoren liegt – an neuen Plattformen, an der Förderung, an erfreulicher Investitionsbereitschaft, an der zweifelsohne gestiegenen Wahrnehmung der Öffentlichkeit.


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All das gilt es zu kultivieren und auszubauen, auch wenn es weiterhin Rückschläge geben wird. GamesWirtschaft wird die Entwicklung gewohnt aufmerksam und kritisch begleiten.

Für Ihre Unterstützung, Ihr Interesse und die steigenden Zugriffe in den zurückliegenden drei Jahren kann ich mich jedenfalls nur bedanken. Es macht weiterhin große Freude zu sehen, wenn Meldungen, Analysen, Infografiken und Interviews große Aufmerksamkeit und Reichweite erfahren. Erst gestern, pünktlich zum 3. Geburtstag, kam der 5.000. (rein organisch erworbene) GamesWirtschaft-Facebook-Fan dazu.

Insbesondere geht ein Dankeschön an die Branche für das Vertrauen darin, dass Vorab- und Hintergrund-Informationen bei GamesWirtschaft gut aufgehoben sind – gerade bei sensiblen und „schwierigen“ Themen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Petra Fröhlich
Chefredakteurin GamesWirtschaft


Alle bisherigen Folgen unserer wöchentlichen Kolumne finden Sie in der Rubrik „Meinung“.

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