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Eintracht Frankfurt setzt auf League of Legends

Eintracht Frankfurt eSports (Abbildung: Eintracht Frankfurt AG)
Eintracht Frankfurt eSports (Abbildung: Eintracht Frankfurt AG)

FIFA ist nicht genug: Eintracht Frankfurt will zumindest auf nationaler Ebene eine wahrnehmbare Rolle in der eSport-Disziplin „League of Legends“ spielen.

Derweil der Landessportbund Hessen den Begriff eSport als „künstlichen Sammelbegriff“ rundherum ablehnt, schafft Bundesligist Eintracht Frankfurt Fakten: Unter der Überschrift „Eintracht Frankfurt intensiviert eSports-Engagement“ kündigt der Verein die Ausweitung der eSport-Aktivitäten an. Neben „FIFA 20“ will die Eintracht auch „League of Legends“ auf Wettkampf-Niveau betreiben.

Das team-basierte Strategiespiel des US-Studios Riot Games zählt zu den weltweit wichtigsten, meistgespielten und höchstdotierten eSport-Titeln und ist ab 12 Jahren freigegeben. „League of Legends“ ist bereits seit Längerem fester Bestandteil des vereinseigenen eSport-Trainingszentrums.

Das eSport-Konzept von Eintracht Frankfurt unterscheidet sich diametral von den tendenziell vermarktungsgetriebenen Ansätzen der meisten Bundesligisten. Vielmehr setzen die Hessen auf den Breitensport, indem sie auf festangestellte eSportler verzichten und stattdessen regionale Talente fördern. Seit Dezember 2019 läuft daher ein Auswahlprozess, der in den „LoL Scouting Days“ mündet: Zehn Nachwuchs-Kräfte werden zu Trainingseinheiten eingeladen.

Mittelfristiges Ziel ist die Teilnahme an sogenannten „Prime League“: Das neue Ligen-Format wird ab Ende Januar ausschließlich im deutschsprachigen Raum durchgeführt und soll sowohl Amateuren als auch Profis eine eSport-Heimat bieten. Analog zum Fußball sollen Auf- und Abstiege für Dynamik sorgen: Die Spielklasse „Pro Division“ entspricht dem Pendant zur Bundesliga.

Im Unterschied zum FC Schalke 04 wird sich Eintracht Frankfurt im Bereich eSport auf die nationalen Wettbewerbe konzentrieren. Die Königsblauen verfolgen ungleich ambitioniertere Ziele und haben sich für einen kolportiert hohen siebenstelligen Betrag in die europäische Königsklasse, die „League of Legends European Championship“ (LEC), eingekauft.

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