Start Wirtschaft Rocket Beans TV: Webvideo-Pionier feiert 5. Geburtstag

Rocket Beans TV: Webvideo-Pionier feiert 5. Geburtstag

Gründer und Gesellschafter von Rocket Beans TV: Nils Bomhoff, Etienne Gardé, Simon Krätschmer, Daniel Budiman und Arno Heinisch (Foto: Rocket Beans TV / Marco J. Drews)
Gründer und Gesellschafter von Rocket Beans TV: Nils Bomhoff, Etienne Gardé, Simon Krätschmer, Daniel Budiman und Arno Heinisch (Foto: Rocket Beans TV / Marco J. Drews)

Am 15. Januar 2015 ging der Internet-Sender Rocket Beans TV erstmals auf Sendung: Das Hamburger Unternehmen begeht 5jähriges Jubiläum.

Kann man auf einem Rund-um-die-Uhr-Stream ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen aufbauen? Mit Talk-Runden, Letsplays, Fußball, eSport, Film-Besprechungen, Popkultur und gepflegtem Schabernack? Man kann – wenn man erstens langjährige TV-Fronterfahrung mitbringt, wie es bei den „Beans“ (Daniel „Budi“ Budiman, Twitter-König Etienne Gardé, Geschäftsführer Arno Heinisch, Nils Bomhoff und Simon Krätschmer) der Fall ist. Und wenn man zweitens die Bedürfnisse seiner Community nicht nur kennt, sondern diese auch in sendefähige Formate umsetzt.

Dass Rocket Beans TV den 5. Geburtstag erleben könnte, einmal den Deutschen Fernsehpreis gewinnt und für den Grimme-Preis nominiert werden würde, war keineswegs vorgezeichnet. Denn ursprünglich war Rocket Beans TV nur für gerade einmal drei Monate vorfinanziert – erst durch Spenden konnte der Sendebetrieb überhaupt erst aufgenommen werden.

Heute vor fünf Jahren – am 15. Januar 2015 – ging Rocket Beans TV offiziell an den Start. Seitdem ist Rocket Beans TV mit Sitz in Hamburg zu einem Medienunternehmen mit 100 Mitarbeitern gereift, das nach eigenen Angaben wöchentlich rund eine halbe Million Zuschauer und Zuhörer auf den unterschiedlichsten Kanälen erreicht – via Livestream, Podcast, YouTube, Social Media. Zu den Institutionen im Sendeplan gehören die Live-Morning-Show „MoinMoin“ (heute läuft die 1.245te Ausgabe), das Late-Night-Format „Neue Deutsche Abendunterhaltung“ (Staffel 6) und die Talkshow „Almost Daily“ (Folge 411).

Von Anfang an produziert die Rocket Beans Entertainment GmbH auch Inhalte für externe Partner, etwa „Game Two“ für das öffentlich-rechtliche Jugend- und Junggebliebenen-Sparte Funk. Der Vertrag wurde erst vor wenigen Tagen um ein weiteres, dann viertes Jahr verlängert. Derlei Aufträge sind ein wichtiger Baustein im Business-Plan, der außerdem Fanartikel, Kooperationen und klassische Werbung vorsieht.

Der heutige 15. Januar 2020 steht ganz im Zeichen des Jubiläums – mit Rückblenden und Talkrunden mit den Gründern. In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar (Freitag auf Samstag) heißt es dann „back to the gaming roots“: Das gesamte Rocket-Beans-Team feiert mit den Zuschauern eine Old-School-LAN-Party – natürlich live.

Die Pläne für die kommenden Jahre sind klar umrissen: „Gemeinsam wollen wir Rocket Beans TV zum bedeutendsten Raum für Spiel- und Popkultur-Begeisterte ausbauen, in dem wir uns frei entfalten und experimentieren können“, verrät Geschäftsführer Arno Heinisch. „Zusammen und im ständigen Austausch mit der Community, die schon den Senderstart mitfinanzierte, wollen wir mit Rocket Beans TV auch im neuen Jahrzehnt weiterhin unabhängig sowie gemäß unseren Werten – mutig, verspielt, gemeinschaftlich, frei und echt – die Medienlandschaft bereichern.“

4 Kommentare

  1. Popkultur ? Wo findet denn im Programm noch Popkultur statt ? Wenn man das Gaming hier ausnimmt kann ich da schon lange kaum etwas erkennen, dass dieser Kategorie entsprechen würde.

    Kommunikation ?Kommunikation gibts eigentlich gar nicht, wenn sich mal wer vom Unternehmen dazu herablässt, meist ja Personen, die keinen Einfluss haben oder deren Aufgabe das nicht ist, dann wird ausgewichen, verleugnet oder dreist die Community belogen.

    Frei und Unabhängig ist man gleich mehrfach nicht, weil die Unabhängigkeit sowie die Gestaltungsfreiheit wird zu großen Teilen von der Liquidität bestimmt, da diese aber fast gar nicht mehr gegeben ist, muss man sich an jeden Partner ranschmeissen.
    Mutig ? Mutig wäre es, wenn man mal die zahlreiche Fehler eingestehen und sich auch mal der Kritik und dem Austausch mit den Zuschauern und Fans stellen würde. Mutig wäre es, wenn man mal wieder wirklich in das Programm investiert. Mutig wäre es wenn man wieder mal Konzepte entwickeln und ausprobieren würde.

    Verspielt ? Ja richtig verspielt habt ihr schon lange die Grundlage für Vertrauen gegenüber der Community.

  2. Leider muss man sagen, dass sich der Sender in den letzten Jahren deutlich in eine negative Richtung entwickelt hat. Durchschnittliche Shows, extrem schlechte Kommunikation (mit den Fans) und Hass-Kommentare von Mitarbeitern gegen Zuschauer sind nur drei von vielen Problemen.
    Trotzdem freut es mich für die Bohnen und ich und viele andere hoffen, dass es bald wieder bergauf geht.

  3. „Bedürfnisse seiner Community nicht nur kennt, sondern diese auch in sendefähige Formate umsetzt.“

    Aha. Deswegen regt sich die Community ja auch dauernd auf. Was sie sehen wollen setzt man ne Stunde vor Ausstrahlung ab, Sachen die sich viele wünschen macht man nicht weil man ja keinen hat der Bock hat das zu machen, Programm wird mal grundsätzlich nicht für dann gemacht, wenn die Zuschauer es wollen (beispiel Vorproduktionen für die Weihnachtstage).

    Absoluter Schmarrn. Genauso mit dem „experimentieren“. Da wird nichts mehr ausprobiert. Wie denn auch? Die internen Strukturen sind so wirr, das man nichts mal „eben so“ machen kann (nicht mal kurz ein Spiel spielen wie es jeder 12 Jährige daheim schafft), man hat kein Geld das ganze ohne Sponsor umzusetzen (Stichwort Flummi Open) und der größte Witz ist ja, dass die Moderatoren eher von daheim aus auf ihren privaten Streams Zeug spielen als auf dem Sender.

    Wenigstens gibt es hier kein geschöntes Marketingblabla über die Million von YT Follower, die sich aber über 4 (!) Kanäle strecken und die man zusammenrechnet, denn das gibt es ja bestimmt keinen der jeden Kanal abonniert hat…

    RBTV ist einfach nur noch ein Schatten seiner selbst. Fans werden beleidigt (als käuflich bezeichnet), die Kommunikation liegt brach und man steckt so in seiner eigenen Blase, das jegliche Kritik als Hate abgestempelt wird. Sehr sehr schade.

  4. Kann diese negativen Stimmen hierzu gar nicht nachvollziehen.

    Die Jungs sind sich immer treu geblieben. Ich selbst komme aus dem gleichen Dorf wie Budi, habe Ihn mal im ICE auf dem Weg von Berlin nach Hamburg getroffen, haben die komplette Fahrt durchgequatscht, auch über’s Business – und irgendwo, hat man auch mit 100 MBs verantwortung, man hat Kosten, man muss seinen Businessplan erweitern, man lernt täglich dazu – es ist ein dauerhaftens Try and Error Prinzip. Man kann NIE alle Glücklich machen. Das Internet ist nicht erst seit 2020 nen Ort wo gerne mal im Live Chat auf Twitch oder YouTube negativ und unter der Gürtellinie gefeuert wird.

    Ich verfolge die Jungs seit der Zeit bei Giga, mit meinen nun 30 Jahren, bin ich ein Fan der ersten Stunde und finde dass die Entwicklung die nicht nur der Sender, sondern auch das Team gemacht hat und weiterhin macht, irgendwo in die richtige Richtung geht.

    Klar, man lebt durch den Austausch mit der Community, aber man hat nunmal auch seine Verpflichtungen als GmBH und damit Sendungen wie MoinMoin und co. auch bald Ihre 3000 Folge Feiern können, müssen an anderen Stellen auch bestimmte Dinge passieren.

    Weiter so! Bin stolz auf die Jungs!

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