Start Politik Computerspiele-Förderung: NRW-Landtag erhöht Druck auf den Bund

Computerspiele-Förderung: NRW-Landtag erhöht Druck auf den Bund

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) lädt zum
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) lädt zum "Games-Gipfel" ein (Foto: Land NRW / U. Wagner)

Auf Antrag von CDU, FDP und Grünen wird die Landesregierung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet aufgefordert, sich für die Fortführung der Computerspiele-Förderung auf Bundesebene einzusetzen.

Fünf Wochen vor der entscheidenden Bereinigungssitzung im Haushaltsausschuss des Bundestags hat sich der Landtag von Nordrhein-Westfalen in seiner heutigen Sitzung positioniert: Die schwarz-gelbe Landesregierung soll sich dafür einsetzen, dass der Bund auch künftig die Entwicklung von Computer- und Videospielen in Deutschland subventioniert. Dadurch soll der Wettbewerbsnachteil deutscher Entwickler gegenüber Produktions-Standorten wie Großbritannien, Kanada oder Frankreich gemindert werden.

Dem Antrag von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 17/7543) haben alle Abgeordneten zugestimmt, inklusive der Fraktionen von SPD und AfD. Es gab keine Gegenstimmen.

Hintergrund der Landtags-Debatte ist der Umstand, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Computerspiele-Förderung auf Bundesebene bislang nur für das Jahr 2019 bewilligt ist. Volumen: 50 Millionen Euro. Im Etat für das Jahr 2020 hat das CSU-geführte Verkehrsministerium alle Mittel gestrichen – sehr zum Ärger von Games-Branche und Digitalpolitikern aus Opposition und Groko.

Branchenverbands-Geschäftsführer Felix Falk sieht im Landtags-Beschluss ein „starkes Signal“: Jetzt seien die Bundestags-Abgeordneten sowie die Bundesregierung gefordert, auch im Bund Planungssicherheit für die Games-Förderung zu schaffen.

Drei Posten sind im Haushalt von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gegenüber dem Vorjahr entfallen - darunter die Computerspiele-Förderung (Foto: CSU / Valentin Brandes)
Drei Posten sind im Haushalt von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gegenüber dem Vorjahr entfallen – darunter die Computerspiele-Förderung (Foto: CSU / Valentin Brandes)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich vorgenommen, das Bundesland zum „Games-Standort Nummer 1“ in Deutschland zu entwickeln. Dazu sollen einerseits Events wie die Gamescom beitragen (die bis auf Weiteres in Köln stattfindet), andererseits wurde die Bezuschussung von Studios in NRW auf 2 Millionen Euro erhöht. Vergleichbare Subventionen gibt es nur in Bayern und in der Hauptstadt-Region Berlin-Brandenburg.

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