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Deutscher Computerspielpreis 2022: Das ist die Jury (Update)

Der Deutsche Computerspielpreis 2022 wird am 31. März 2022 verliehen (Foto: Franziska Krug / Getty Images for Quinke Networks)
Der Deutsche Computerspielpreis 2022 wird am 31. März 2022 verliehen (Foto: Franziska Krug / Getty Images for Quinke Networks)

Der Deutsche Computerspielpreis 2022 geht am 31. März 2022 in München über die Bühne: In 16 Kategorien geht es um insgesamt 800.000 € Preisgeld.

Update vom 24. Februar 2022: Heute in einer Woche – also am 3. März – findet die Hauptjury-Sitzung beim Deutschen Computerspielpreis 2022 statt, und zwar abermals unter Vorsitz von Prof. Odile Limpach. Bei diesem Anlass entscheiden 32 Juroren über die Preisträger in den 16 Kategorien. In Summe erfolgten 456 Einreichungen – ein deutlicher Zuwachs von 100 Bewerbern gegenüber Vorjahr.

Zusätzlich zu den Abgesandten der Fachjurys (die bereits Anfang Februar tagten und die Nominierungen festlegten) besteht die Hauptjury außerdem aus:

  • Anna Kassautzki (SPD-Bundestagsabgeordnete)
  • Dr. Nadine Plath (Berliner Senatskanzlei)
  • Flavia Vinzens (Synchronsprecherin, u. a. Cyberpunk 2077)
  • André Olbrich (Leadgitarrrist Blind Guardian)

Die weiteren Mitglieder haben wir in der unten stehenden Liste grün markiert.

Laut Ankündigung ist eine Hybrid-Preisverleihung am 31. März 2022 geplant – also eine Kombination aus Vor-Ort-Event und Live-Stream-Übertragung. Wer die Veranstaltung moderiert und damit auf Barbara Schöneberger und Uke Bosse folgt, ist noch nicht bekannt.


Update vom 31. Januar 2022: Die Ausrichter des Deutschen Computerspielpreises 2022 haben die Besetzung der 13 Fachjurys bekannt gegeben, die bereits die Nominierungen ausgewählt haben. Diese Ergebnisse werden nun in der maximal 40köpfigen Hauptjury beraten, die dann über die Verteilung von 800.000 € Preisgeld entscheidet.

Die Verleihung des DCP 2022 ist für den 31. März 2022 geplant. Noch ist nicht bekannt, ob das Branchen-Event zum dritten Mal in Folge rein digital per Livestream übertragen wird oder ob möglicherweise eine zumindest kompakte Präsenz-Veranstaltung mit Laudatoren und Preisträgern vor Ort angedacht ist.

Die Mitglieder der DCP-Fachjury in alphabetischer Reihenfolge (grün markiert = gleichzeitig Mitglieder der Hauptjury):

  • Philipp Arlt
  • Michaela Bartelt-Kranz (Electronic Arts)
  • Frieder Bartussek (Bandai Namco Entertainment)
  • Valentina Birke (Super Crowd Entertainment)
  • Prof. Uke Bosse (Mediadesign Hochschule Berlin)
  • Laura Brandes (Kolibri Games)
  • Tomas Burck (Gameforge)
  • Johanna Draher (MDR)
  • Natalie Dank (Donau-Universität Krems)
  • Winfried Diekmann (Aerosoft)
  • Jun.-Prof. Dr. Melanie Fritsch (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  • Jagoda Froer (Wasted)
  • Cornelia Geppert (Jo-Mei Games)
  • Prof. Dr. Sabiha Ghellal (Hochschule der Medien Stuttgart)
  • Michael Haenisch (Freaks 4U Gaming)
  • Melita Halilovic (Koch Media)
  • Frederik Hammes (Travian Games)
  • Prof. Michael Hebel (Hochschule Neu-Ulm)
  • Daniel Heinz (FJMK NRW)
  • Sebastian Hollstein (Studio Fizbin)
  • Ingo Horn (LetsPlay4Charity e. V.)
  • Fabian Jäger (PatientZero Games)
  • Kristin Janulik (Cubidoo Entertainment)
  • Klaus Jens (Square Enix)
  • Nina Kiel (Journalistin)
  • Dennis Kogel (Journalist)
  • Florian Köhne (Bildundtonfabrik)
  • Laura Körting (LAB132)
  • Prof. Dr. Jochen Koubek (Universität Bayreuth)
  • Franziska Lehnert (Zenimax Germany)
  • Maria Lesk (Daedalic Entertainment)
  • Joana Leyendecker (WDR 1Live / WDR 5)
  • Prof. Odile Limpach (Spielfabrique / TH Köln / Cologne Game Lab) – Jury-Vorsitz
  • Prof. Alexander Marbach (Hochschule Mittweida)
  • David Mohr (Com2Us Europe)
  • Joscha Neumann (Medienboard Berlin-Brandenburg)
  • Julia Pfiffer (Astragon Entertainment)
  • Lara Schulze (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle / USK)
  • Elisabeth Secker (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle / USK)
  • Stephan Steininger (Gamesmarkt)
  • Prof. Dr. Christian Stöcker (HAW Hamburg)
  • Mai-Vy Thach (Ubisoft)
  • Jan Theysen (King Art Games)
  • Anja Thonig (Crowdcosmonaut)
  • Dr. Anika Thun (Kalypso Media)
  • Stefanie Waschk (Fusion Campus)
  • Dennis Winkens (WheelyWorld)
  • Gregory Wintgens (Egosoft)
  • Joannis Xenakis (FilmFernsehFonds Bayern)
  • Franziska Zeiner (Fein Games)
  • Maria Zubova (Assemble Entertainment)
  • Benjamin Zuckerer (CipSoft)

Meldung vom 17. Januar 2022: Am heutigen Montag – endet die Teilnahmefrist für den Deutschen Computerspielpreis 2022. Bis Mitternacht können sich Studios und Entwickler mit ihren Projekten um das Preisgeld von 800.000 € bewerben; die Verleihung ist für den 31. März 2022 geplant.

Außerdem suchen die Ausrichter nach Vorschlägen für die Kategorien „Spielerin / Spieler des Jahres“ sowie „Studio des Jahres“.

Alle Informationen und die Teilnahmeformulare finden Sie auf der amtlichen DCP-Website.


Meldung vom 17. Dezember 2021: Haarscharf vor den Feiertagen startet die Einreichfrist für den Deutschen Computerspielpreis 2022, der für den 31. März 2022 geplant ist. Austragungsort ist – Stand jetzt – München, das sich aus historischen Gründen mit Berlin abwechselt.

In Summe stellt die Bundesregierung ein Preisgeld von 800.000 € zur Verfügung, verteilt auf 16 Kategorien. Die beiden internationalen Kategorien sind traditionell undotiert. Entwickler, Studios und Publisher können ab sofort ihre Neuheiten einreichen, sofern diese zwischen dem 29. Januar 2021 und dem 31. März 2022 erschienen sind oder noch erscheinen – inklusive Early-Access- und Soft-Launch-Titeln.

Die Einsendefrist endet am 17. Januar 2022.

Die Sieger werden wie gewohnt in einem zweistufigen Verfahren ermittelt: 13 Fachjurys entscheiden über die Nominierten – die maximal 40köpfige Hauptjury bestimmt im Anschluss die Preisträger.

Zu den Neuerungen beim Deutschen Computerspielpreis 2022 gehört die Kategorie „Bestes Live-Game“ – was der sehr speziellen deutschen Situation mit vielen langlaufenden Browser-, Online- und Smartphone-Games Rechnung trägt, die in den vergangenen Jahren selten zum Zuge kamen. Ebenfalls neu: Die umgebaute Disziplin „Studio des Jahres“ berücksichtigt nicht nur die Produktqualität, sondern auch Faktoren wie Unternehmensentwicklung, Innovation, soziale Verantwortung und die Rolle als Arbeitgeber.

Die Rubrik „Spielerin/Spieler des Jahres“ wird nach viel Kritik umstrukturiert, weil reichweitenstarke Influencer bei der Publikumswahl bislang im Vorteil waren – je mehr Follower, desto vorhersehbarer das Ergebnis. Künftig fließen die Stimmen von Publikum und Jury in ungefähr gleicher Größenordnung ein.

Bemerkenswert: Neu in den Statuten ist die Vorgabe, dass das angewandte Geschäftsmodell eines Spiels grundsätzlich keine Relevanz für dessen Preiswürdigkeit haben darf.

Die zugrundeliegende DCP-Vereinbarung (PDF) zwischen der Bundesregierung und dem Branchenverband Game wurde bereits am 20. Oktober 2021 und damit weit vor dem Regierungswechsel unterzeichnet – und zwar von der damaligen Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Inwieweit die staatliche Auszeichnung analog zur Games-Förderung in die Zuständigkeit des Wirtschaftsministeriums wechselt, ist noch unklar.

Die Preiskategorien beim Deutschen Computerspielpreis 2022 im Überblick:

  • Bestes Deutsches Spiel (Platz 1: 100.000 € / Platz 2 + 3: je 30.000 €)
  • Bestes Familienspiel (40.000 €)
  • Nachwuchspreis Bestes Debüt (Platz 1: 60.000 € / Platz 2 + 3: je 25.000 €)
  • Nachwuchspreis Bester Prototyp (Platz 1: 50.000 € / Platz 2-5 : je 25.000 €)
  • Beste Innovation und Technologie (40.000 €)
  • Beste Spielewelt und Ästhetik (40.000 €)
  • Bestes Gamedesign (40.000 €)
  • Bestes Serious Game (40.000 €)
  • Bestes Mobiles Spiel (40.000 €)
  • Bestes Expertenspiel (40.000 €)
  • Bestes Live-Game (40.000 €)
  • Bestes Internationales Spiel (undotiert)
  • Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)
  • Spielerin/Spieler des Jahres (undotiert)
  • Studio des Jahres (50.000 €)
  • Sonderpreis der Jury (10.000 €)

6 Kommentare

  1. Schon spannend, dass eigentlich keine namhaften Spiele-Journalisten mehr dabei sind. Das ganze wirkt auch arg als Namedropping. Schwer vorstellbar, dass sich eine freie WDR-Radio-Mitarbeiterin oder einer der Professoren hinsetzt und die nominierten Spiele sichtet oder gar testet.

    • Das ist Absicht. Die DCP-Jury ist seit jeher sehr breit aufgestellt, um auch andere Blickwinkel reinzubringen – eben nicht nur Berufs-Nerds. Die Juroren bekommen außerdem Support von den USK-Sichtern – da dürfte es wenige Menschen in Deutschland geben, die mehr Ingame-Erfahrung mitbringen.

      • Das wage ich dann doch zu bezweifeln, dass USK-Sichter mehr Ingame-Erfahrung als z.B. ein Jörg Langer, die Betreiberin dieser Seite oder bekannte Twitch-Streamer haben.

        Anyway, auf der Webseite der USK gibt es auch keine Informationen über diese „USK-Sichter“. Was man so gehört hat waren das früher junge Studenten, die eine Aufwandsentschädigung erhalten haben, also ohne Anstellungsverhältnis. Die werden ja wohl kaum im Rahmen des DCP eine offizielle Aufgabe wahrnehmen und Jurymitglieder „supporten“? Oder gibt es mittlerweile hauptamtliche „Sichter“ mit Tarifgehalt?

        • Im Rahmen des DCP werden die kandidierenden Spiele von den Sichtern in der Tat vorbereitet und während der Fachjury-Sitzungen live vorgeführt/angespielt. So kann sich jeder Juror ein Urteil bilden. Klappt sehr gut und ist eine Riesenhilfe beim Bemühen, ein faires Urteil zu fällen.

    • Ah, okay, dann ist der LinkedIn-Eintrag offenkundig nicht mehr aktuell. Merci für den Hinweis.

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