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Epic Games kauft „Rocket League“-Studio Psyonix

Ein Hit unter Livestreamern, Youtubern und im eSport:
Ein Hit unter Livestreamern, Youtubern und im eSport: "Rocket League" (Abbildung: Psyonix)

„Fortnite“ ist nicht genug: Mit „Rocket League“ holt sich Epic Games einen der erfolgreichsten Online-Titel ins Unternehmen.

An die Fabelzahlen von „League of Legends“, „Dota 2“ oder „Counter-Strike“ kommt „Rocket League“ zwar nicht heran. Dennoch gilt der Auto-Fußball-Multiplayer-Spaß als einer der Favoriten von YouTubern, eSportlern und Live-Streamern in aller Welt.

Jetzt hat Epic Games den „Rocket League“-Entwickler Psyonix mit Sitz in San Diego gekauft. Kaufpreis: geheim.

Epic Games betreibt nicht nur „Fortnite“, sondern stellt mit der Unreal Engine eines der wichtigsten Entwicklungs-Tools zeitgenössischer PC-, Konsolen- und Mobile-Games bereit. Auch „Rocket League“ basiert auf der Unreal-Technologie.

Indirekt profitiert auch der Spiele-Weltmarktführer Tencent von der Übernahme: Die Chinesen besitzen knapp die Hälfte der Epic-Games-Anteile. Über Töchter kontrolliert Tencent mittlerweile einige der wichtigsten eSport-Marken der Welt, von „League of Legends“ (Riot Games) bis „Clash Royale“ (Supercell). Auch an Activision Blizzard und Ubisoft ist Tencent beteiligt.

Die Top 5 der eSport-Titel setzen sich immer weiter von den Verfolgern ab (Quelle: Newzoo, Stand: Februar 2019)
Die Top 5 der eSport-Titel setzen sich immer weiter von den Verfolgern ab (Quelle: Newzoo, Stand: Februar 2019)

„Rocket League“ dürfte auch zu jenen tektonischen Verschiebungen beitragen, die derzeit auf dem PC-Spielemarkt stattfinden. Denn mit dem Epic Games Store verfolgt Epic seit kurzem eine ausgesprochen aggressive Strategie, um dem unabhängigen US-Studio Valve und dessen Plattform Steam Marktanteile abzujagen. Die THQ-Nordic-Sparte Deep Silver („Metro: Exodus“) und Ubisoft („The Division 2“, „ANNO 1800“) haben sich bereits auf Exklusiv-Vereinbarungen mit Epic eingelassen – und ihre Neuheiten von Steam abzogen, sehr zum Unmut der Kundschaft.

Ähnliches wird mittelfristig auch im Falle von „Rocket League“ erwartet, das für PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch erhältlich ist. Auf Steam zählte das Spiel im Jahr 2018 zu den zwölf umsatzstärksten Produkten. Aber: Wer das Spiel dort gekauft hat, soll es laut Psyonix dort auch weiterhin nutzen können. Gleichzeitig kündigt das Studio an, dass „Rocket League“ – naheliegenderweise – künftig auch über den Epic Games Store vertrieben wird.

In einem FAQ malt Psyonix die Zukunft von „Rocket League“ in leuchtenden Farben: Für die Community ergäben sich ausschließlich positive Auswirkungen. Auf kurze Sicht gäbe es indes keine Veränderungen – Updates und neue Features würden in gewohnter Weise bereitgestellt.

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