Start Politik Fair Play – Democracy: Bündnis will Demokratie mit Games-Kultur stärken

Fair Play – Democracy: Bündnis will Demokratie mit Games-Kultur stärken

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Ein breites Bündnis aus dem gesamten Spektrum der Games-Industrie unterstützt die Initiative Fair Play Democracy.
Ein breites Bündnis aus dem gesamten Spektrum der Games-Industrie unterstützt die Initiative Fair Play Democracy.

Mit einem Offenen Brief und einer langen Liste an Unterstützern startet die Initiative Fair Play – Democracy, die sich für Games als „demokratiefördernde Kulturtechnik“ einsetzt.

Spiele-Entwickler, Unternehmer, Wissenschaftler, Veranstalter und Vertreter von Verbänden und Institutionen – sie alle gehören zu den Erstunterzeichnern eines Aufrufs unter dem Motto ‚Fair Play Democracy‘. Angestoßen wurde das Projekt von prominenten Vertretern aus der deutschen Games-Landschaft:

  • Prof. Dr. Linda Breitlauch (Hochschule Trier / Skilltree GmbH)
  • Prof. Lena Falkenhagen (Hochschule Trier, HBK Essen)
  • Jörg Friedrich (Geschäftsführer und Creative Director, Paintbucket Games, Berlin)
  • Prof. Dr. Jens Junge (Direktor Institut für Ludologie & Stiftung Spielen)
  • Prof. Marcus Klöppel (Macromedia University & Narradiver)
  • Dr. Martin Thiele-Schwez (Geschäftsführer Playing History, Berlin)
  • Prof. Sebastian Stamm (Hochschule Ansbach)

Das Projekt steht unter der Überschrift „Games-Kultur für die Demokratie“. Denn just diese Demokratie sei in Gefahr – in Deutschland, Europa und der Welt, etwa durch autokratische Kräfte, die staatliche Kontrolle von Forschung, Medien und Kultur anstreben und den Rechtsstaat abschaffen wollen.

Demokratie sei nicht selbstverständlich – und deshalb sollen die Talente und das Wissen eingesetzt werden, um mit Games gegen demokratie-feindliche Tendenzen anzukämpfen, etwa in der Bildung.

Konkrete Forderungen an Politik und Gesellschaft sind mit dem Aufruf zunächst nicht verbunden. Wer den Offenen Brief unterschreibt, bekommt Zugang zu einem Discord-Server, wo im regen Austausch die Details erarbeitet werden sollen.

1 Kommentar

  1. Ein nobles und aufrichtiges Unterfangen. Freiheitlich und demokratisch soll es sein und mithilfe von Games vermittelt werden. Doch sind Games stets nur ein Teil unserer Gesellschaft. Oft ein Spiegelbild der existierenden Werte und kleiner Ausblick auf bessere Welten (manchmal auch auf Dystopische). Games brauchen Raum in Gesellschaft und Politik, um überhaupt gespielt werden zu können. Trotz dessen, dass sie ein hohes kulturelles Gut sind, so sehr unterliegen sie den vorherrschenden Normen. Das zeigt sich besonders in den sozialen Aspekten. Rechtliche Gesetze, gesellschaftliche Normen und unternehmerische Entscheidungen (Manches wird auch gerne Woke genannt) bestimmen nicht selten, wieviel und wie frei Gamer überhaupt miteinander interagieren und kommunizieren dürfen, was gesagt/geschrieben werden darf oder geächtet/bestraft wird. Singleplayer Games sind etwas freier als Multiplayer Games, doch die Herausforderung einer spannenden und nachhaltigen Vermittlung von sinnhaften Werten, bleibt eine gute und spielerische Herausforderung.

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