
Mit zwei Double-Siegern aus Berlin endet der Deutsche Computerspielpreis 2026: The Darkest Files holt den Hauptpreis für das ‚Beste Spiel‘.
Der Deutsche Computerspielpreis 2026 endete am 29. April nach gut zweieinhalb Stunden Preis- und Laudatio-Marathon in der Münchener Residenz mit einer Überraschung: Das Berliner Studio Paintbucket Games holt den Titel ‚Bestes deutsches Spiel‘ für das Detektivspiel The Darkest Files – und setzte sich damit gegen den Favoriten Anno 117: Pax Romana durch. Zusammen mit dem ungleich naheliegenderen Sieg in der Kategorie ‚Serious Games‘ summiert sich das Preisgeld für die Berliner auf 140.000 € – und damit auf einen erklecklichen Anteil des Gesamt-Preisgelds von 800.000 €.
Zwei weitere Trophäen gehen nach Berlin, nämlich die Preise für ‚Beste Story‘ und ‚Bestes Grafikdesign‘: The Berlin Apartment vom jungen Label Blue Backpack gewinnt doppelt – und in Summe 80.000 €.
Zum Studio des Jahres wurde die Wiesbadener Simulatoren-Schmiede Weltenbauer (Firefighting Simulator: Ignite, Bau-Simulator) gekürt.
Die komplette Liste finden Sie im unteren Teil des Beitrags. Die wichtigsten Fragen rund um den DCP beantwortet dieses FAQ.
Im kommenden Jahr ist die Hauptstadt wieder Gastgeber beim Deutschen Computerspielpreis: Die Ausrichter haben sich auf die Fortsetzung des jährlichen Wechsels zwischen München und Berlin verständigt.
Reaktionen zum Deutschen Computerspielpreis 2026
Bundes-Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU): „Games aus Deutschland sind weit mehr als exzellente Unterhaltung. Sie sind Innovationsmotor, Kulturgut und Aushängeschild für den Standort Deutschland. Sie zeigen zudem auf beeindruckende Weise, wie gesellschaftlich relevante und historische Themen durch das Medium Spiel erlebbar gemacht werden können. Das werden wir auch zukünftig mit einer starken Förderung unterstützen.“
Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands Game: „Die Gewinner-Titel zeigen eindrucksvoll, wie großartig Games aus Deutschland sind. Davon wollen wir in den kommenden Jahren noch mehr sehen. Darum gilt es jetzt, diesen Schwung gemeinsam mit der Bundesregierung zu nutzen, um unsere Studios im globalen Wettbewerb weiter zu stärken und auch auf den internationalen Bühnen ins Rampenlicht zu rücken.“
Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler): „Die Pixelpioniere aus der deutschen Games-Familie haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel kreative Exzellenz in ihnen steckt. Der DCP 2026 in München war ein echtes Hochfest der nationalen Games-Szene und hat ein dickes Ausrufezeichen hinter das gewaltige Potenzial der Branche gesetzt.“
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD): „Berlin gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern sowie allen Nominierten des Deutschen Computerspielpreises 2026! Wir freuen uns sehr, den Deutschen Computerspielpreis in 2027 wieder in der Hauptstadt begrüßen zu dürfen und ab dann im Zwei-Jahres-Rhythmus im Wechsel mit München auszurichten. Diese langfristige Vereinbarung ist ein starkes Signal für den Games Standort Deutschland und unsere ‚GamesCapitalBerlin‘.“
Deutscher Computerspielpreis 2026: Gewinner im Überblick
Bestes Deutsches Spiel (100.000 €): The Darkest Files (Paintbucket Games)
Für die weiteren Nominierten gibt es jeweils 30.000 €:
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- Tiny Bookshop (Neoludic Games / Skystone Games)
- Studio des Jahres (50.000 €): Weltenbauer Software Entwicklung (Wiesbaden)
- Bestes Familienspiel (40.000 €): Flick Shot Rogues (Butter By The Fish / Noodlecake Studios)
- Beste Innovation und Technologie (40.000 €): Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- Bestes Audiodesign (40.000 €): Everspace 2: Wrath of the Ancients (Rockfish Games)
- Bestes Gamedesign (40.000 €): Super Meat Boy 3D (Sluggerfly / Headup)
- Bestes Grafikdesign (40.000 €): The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- Bestes Mobiles Spiel (40.000 €): MicroMacro: Downtown Detective (Soft Boiled Games)
- Beste Story (40.000 €): The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- Bestes Serious Game (40.000 €): The Darkest Files (Paintbucket Games)
- Spieler / Spielerin des Jahres (undotiert): Dennsen86
- Bestes Internationales Spiel (undotiert): Blue Prince (Dogubomb / Raw Fury)
- Sonderpreis der Jury (10.000 €): Forschungsverbund RadiGaMe
Nachwuchspreis Bestes Debüt (60.000 €): Tiny Bookshop (Neoludic Games / Skystone Games)
Jeweils 25.000 € für die Nominierung erhalten:
- Causal Loop (Mirebound / Headup)
- Constance (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
Nachwuchspreis Bester Prototyp (50.000 €): Garden Ink (Arne Jürgens, Sven Mehlhorn)
Jeweils 25.000 € für die Nominierung erhalten:
- Burn With Me (Eva Manuilovich, Ivan Bushmin, Nikita Melnikov)
- Cards and Cannons (Anica Gritzki, Jennifer Seeber, Luca Schmidt, Lucas Thieme, Jan-Ivo Lattek, Julian Seidel / HTW Berlin / DE:HIVE)
- Heart Drive (Jonas Pfeiffer / HAW Hamburg)
- UnderPressure (Aaliyah Schäfer, Romy Scherwat, Lea Eschlberger, Tim Richter, Fabius Sachs, Felina Westrich, Malvina Arakelian, Rosalie Stallmann / Hochschule Darmstadt)












