Start Wirtschaft Goodgame Studios: Rocket Internet beziffert Wert auf 56 Mio. Euro

Goodgame Studios: Rocket Internet beziffert Wert auf 56 Mio. Euro

Rocket Internet reduziert den Wert der Beteiligung an Goodgame Studios (Foto: Goodgame)
Rocket Internet reduziert den Wert der Beteiligung an Goodgame Studios (Foto: Goodgame)

Die 15-Prozent-Beteiligung an Goodgame Studios steht mit 8,4 Mio. Euro in den Büchern von Rocket Internet. Vor einem Jahr waren es noch 85 Mio. Euro.

Wer an Rocket Internet denkt, denkt zunächst an Zalando, Hello Fresh, Lieferheld und Westwing. Doch der börsennotierte eCommerce-Riese ist seit 2011 auch an Deutschlands umsatzstärkstem Spiele-Entwickler Goodgame Studios („Goodgame Empire“) beteiligt – genauer: an der Altigi GmbH.

Im weitverzweigten Firmen-Reich von Rocket-CEO Oliver Samwer macht der Browsergame- und Mobilegame-Entwickler allerdings nur einen kleinen Posten aus. Und der Wert der Beteiligung schrumpft in atemberaubendem Tempo, wie die heute vorgelegten Rocket-Geschäftszahlen für das Jahr 2016 belegen.

Zum Stichtag 31.12.2016 steht Goodgame Studios mit nur noch 8,4 Mio. Euro in den Büchern von Rocket Internet.
Zum Stichtag 31.12.2016 steht Goodgame Studios mit nur noch 8,4 Mio. Euro in den Büchern von Rocket Internet.

Goodgame Studios: Rocket Internet beziffert Wert des Unternehmens auf 56 Millionen Euro

Bereits bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen im September 2016 korrigierte Rocket Internet den Wert seines 15-Prozent-Anteils an Goodgame Studios auf 14 Millionen Euro. Zum Stichtag 31.12.2016 beträgt der Zeitwert mittlerweile noch rund 8,4 Millionen Euro. Ende 2015 lag der Wert des Pakets bei 85 Millionen Euro – ein Minus von 77 Millionen Euro innerhalb von nur zwölf Monaten.

Die Goodgame-Bewertung sinkt somit von zuletzt 570 Millionen Euro auf derzeit 56 Millionen Euro. Zur Erinnerung: Das Hamburger Unternehmen weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 188 Millionen Euro und ein Ergebnis von über 24 Millionen Euro nach Steuern aus.

Dass das Jahr 2016 für den einstigen Shooting-Star der Branche nicht gut gelaufen ist, belegt allein der massive Stellenabbau, der für einen Teil der misslichen Arbeitsmarkt-Statistik der deutschen Games-Branche mitverantwortlich ist. Seit der Gamescom 2016 schrumpfte die Belegschaft von jenseits der 1.200-Mann-Marke auf geschätzte 350 Mitarbeiter. Derzeit sind laut Website neun freie Stellen ausgeschrieben.

Trotz Umsatzrückgang: Goodgame Studios war auch 2015 hochprofitabel.
Trotz Umsatzrückgang: Goodgame Studios war auch 2015 hochprofitabel.

Inzwischen haben die beiden Firmengründer – die Brüder Kai und Christian Wawrzinek – wieder die Unternehmensleitung übernommen und fungieren seit Januar wieder als CEO und COO. Goodgame Studios arbeitet intensiv an neuen Inhalten für die Bestandstitel „Goodgame Empire“, „Empire: Four Kingdoms“ und „Big Farm“, die für 98 Prozent des Umsatzes verantwortlich sind. Ziel: bestehende Spieler binden und neue dazugewinnen.

Für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens von weitaus größerer Bedeutung ist allerdings die erfolgreiche Markteinführung neuer Spiele.

Weitere Informationen rund um Goodgame Studios und den Games-Standort Hamburg finden Sie in diesen Beiträgen:

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