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Game Award Saar 2019: Die Gewinner von 40.000 Euro Preisgeld

Preisträger und Ausrichter des Game Award Saar 2019 bei der Verleihung am 19. Dezember in Saarbrücken (Foto: Saarland Medien)
Preisträger und Ausrichter des Game Award Saar 2019 bei der Verleihung am 19. Dezember in Saarbrücken (Foto: Saarland Medien)

Bereits zum zweiten Mal zeichnet das Saarland die besten Games-Projekte aus: Zwei Preisträger beim Game Award Saar 2019 räumen doppelt ab.

Kleines Bundesland, große Schecks: Mit dem Game Award Saar will die Landesregierung die saarländische Spiele-Branche voranbringen. Bei der Auszeichnung der diesjährigen Preisträger wurden am Abend des 19. Dezember in Saarbrücken Preisgelder in Höhe von 40.000 Euro verteilt.

Allein 15.000 Euro sicherte sich das detailverliebte Sci-Fi-Film-Noir-Cyberpunk-Adventure „Lacuna“ von Digitales Interactive: Jasmin Pfeiffer und Julian Colbus gewannen sowohl den Preis für den besten Prototypen als auch den Jury-Sonderpreis, der diesmal gesplittet wurde.

Ebenfalls doppelt prämiert wurde somit Julius Herrmann für das Mobile-Knobelspiel „Switchy Roads“ (kostenlos für Android-Smartphones), der neben dem Sonderpreis auch den Nachwuchspreis erhielt. Als bestes Spiel 2019 wurde „Nordlicht“ – ebenfalls ein Adventure – ausgezeichnet. Den mit 500 Euro dotierten „Kinderpreis“ sicherte sich Jonathan Zeller.

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt zog eine positive Zwischenbilanz der seit Sommer 2018 bestehenden saarländischen Games-Förderung: „Das Saarland hat das Potenzial, sich als Games‐Standort zu etablieren, wenn die eingeschlagenen Wege weitergegangen werden“, so Conradt in seiner Ansprache.

Ammar Alkassar, Bevollmächtigter des Saarlandes für Innovation und Strategie, kündigte eine Fortsetzung der finanziellen Unterstützung von Game Base Saar an: „Innerhalb der exzellenten Forschungslandschaft im Saarland spielen Games-Entwickler eine derzeit noch kleine, aber schon bedeutende Rolle.“ Die Staatskanzlei sei zuversichtlich, dass sich weitere Unternehmen ansiedeln.

Landesmedienanstalt-Direktor Jörg Ukrow nahm die Preisübergabe zum Anlass, um für eine konstruktive Debatte über Jugendschutzprobleme im Gaming‐Bereich mit Gamern und Spieleentwicklern zu werben. Auch in der Gaming‐Szene gebe es ’schwarze Schafe‘, die Jugend‐ und Verbraucherschutz nicht ausreichend ernstnehmen würden. „Die Games‐Affinität der Attentäter von Christchurch und Halle (Anm. d. Red.: Hierzu gibt es bislang keine öffentlich gewordenen, polizeilichen Erkenntnisse) sollte Anlass zum Innehalten und zu einer offenen Diskussion darüber bieten, welche zusätzlichen Beiträge auch aus der Gaming‐Szene selbst kommen können, um Vorurteilen zu einer vermeintlich vorherrschenden Gewaltneigung von Spielen zu begegnen“, erklärte Ukrow. „Auch der Einsatz von Lootboxen und das Abschöpfen von Daten sollte innerhalb der Szene stärker als bislang kritisch reflektiert werden.“

Die Jury bildeten in diesem Jahr Bernd Berheide (Head of PR, Kalypso Media), Hans Böhme (Lead Artist „Trüberbrook“, Bildundtonfabrik) und GamesWirtschaft-Journalistin Petra Fröhlich.

Coole Pixel-Optik mit liebevollen Details: Game Award Saar 2019-Preisträger Lacuna (Abbildung: DigiTales)
Coole Pixel-Optik mit liebevollen Details: Game Award Saar 2019-Preisträger Lacuna (Abbildung: DigiTales)

Game Award Saar 2019: Die Gewinner

Bestes Spiel (10.000 Euro): Nordlicht
Point & Click-Adventure / Sedoc LLC / Johanna Puhl und Justus Henne

Bester Prototyp (10.000 Euro): Lacuna
Point & Click-Adventure / DigiTales Interactive UG – Jasmin Pfeiffer & Julian Colbus

Gründerpreis Sparkasse Saarbrücken (10.000 Euro): Skuggor
3D-First-Person-Mystery-Adventure / battyRabbit UG – Sebastian Krause

Nachwuchspreis (1.000 Euro): Switchy Roads
Puzzlespiel / Juke Games – Julius Herrmann

Kinderpreis (500 Euro): Racing Game
Rennspiel / Jonathan Zeller

Sonderpreis der Jury I (5.000 Euro): Lacuna
Point & Click-Adventure / DigiTales Interactive UG – Jasmin Pfeiffer & Julian Colbus

Sonderpreis der Jury II (5.000 Euro): Switchy Roads
Puzzlespiel / Juke Games – Julius Herrmann

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