Start Wirtschaft FFF Bayern fördert Chimera Entertainment mit halber Million Euro

FFF Bayern fördert Chimera Entertainment mit halber Million Euro

Die Chimera Entertainment GmbH hat ihren Sitz in München.
Die Chimera Entertainment GmbH hat ihren Sitz in München.

1,2 Millionen Euro stellt der FFF Bayern zum Auftakt des Jahres 2020 für bayerische Studios zur Verfügung – alleine 500.000 Euro gehen an Chimera Entertainment.

200 Meter Luftlinie vom Austragungsort des Deutschen Computerspielpreis 2020 hat die Chimera Entertainment GmbH ihren Sitz: Das Münchener Studio erhält vom FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern) den Maximalbetrag von einer halbe Million Euro für die Entwicklung des Rundenstrategiespiels „Realms at War“, das auf allen führenden PC-Plattformen – Steam, Epic Games Store, GOG – erscheinen soll. Die letzte große Chimera-Neuheit datiert aus dem Jahr 2017, als das Smartphone-Spiel „Angry Birds Evolution“ auf den Markt kam. Mit 60 Mitarbeitern gehört Chimera Entertainment zu den größten Studios im Freistaat.

Weitere 250.000 Euro gehen nach Würzburg zu Gentle Troll Entertainment, das mit „Underdown“ ein Runden-Taktik-Abenteuer entwickelt. Die Story rund um vier Jugendliche mit außergewöhnlichen Fähigkeiten klingt nach einem Mix aus TKKG und „Stranger Things“. Einen 70.000-Euro-Scheck erhält außerdem das Brunnthaler Studio Moondowner für das 2D-Plattform-Geschicklichkeitsspiel „Afterthought“.

In Summe hat der Vergabeausschuss bei seiner ersten Sitzung des Jahres rund 1,2 Millionen Euro an zehn Projekte verteilt – mehr als die Hälfte des 2-Mio.-Euro-Etats, der für 2020 budgetiert ist. Mitglied im Vergabeausschuss des FFF Bayern sind unter anderem Koch-Media-Manager Lars Janssen, Benjamin Feld (Mixtvision) und Benjamin Rauscher (Realmforge Studios).

Computerspiele-Förderung 2019: Diese Bundesländer investieren am meisten in die Games-Entwicklung (Stand: 12.2.2020)
Computerspiele-Förderung 2019: Diese Bundesländer investieren am meisten in die Games-Entwicklung (Stand: 12.2.2020)

 

Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) will mit der Landesförderung einen Beitrag dazu leisten, dass „auch in Bayern hochwertige Games entstehen“ könnten. Gleichzeitig mahnt Gerlach den Start der Bundesförderung an, die derzeit durch fehlende Kapazitäten, eine ausstehende EU-Genehmigung und umstrittene Richtlinien ausgebremst wird. Bereits im vergangenen Jahr hatte Gerlach ihren Parteifreund Andreas Scheuer via offenem Brief vor einem „politischen Desaster“ mit Blick auf die holprige Games-Förderung gewarnt.

Im Bundesländer-Vergleich gehört Bayern gemeinsam mit Berlin/Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zu den Regionen mit der höchsten Games-Entwicklungshilfe.

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