Start Politik Judith Gerlach wird bayerische Digitalministerin

Judith Gerlach wird bayerische Digitalministerin

Die CSU-Politikerin Judith Gerlach ist im Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder fürs Digitale zuständig (Foto: CSU Landtagsfraktion / Rolf Poss)
Die CSU-Politikerin Judith Gerlach ist im Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder fürs Digitale zuständig (Foto: CSU Landtagsfraktion / Rolf Poss)

33 jahre jung, katholisch und ab sofort für die bayerische Digital- und Games-Branche zuständig: Judith Gerlach ist neu im Kabinett von Markus Söder.

Die gelernte Rechtsanwältin ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags und gewann ihren unterfränkischen Wahlkreis Aschaffenburg-Ost bei der Landtagswahl 2018 als CSU-Direktkandidatin souverän. Jetzt wird die 33jährige mit einem Platz am Kabinettstisch von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) belohnt: Judith Gerlach führt das neue Digital-Ministerium. Damit ist die junge Mutter zweier Kinder auch für „digitale Unterhaltung (Games)“ zuständig.

Kommunikationsschwierigkeiten mit ihrem Berliner Pendant sind weitgehend auszuschließen: Digital-Staatsministerin und Partei-Kollegin Dorothee Bär stammt ebenfalls aus Unterfranken. Im Gegensatz zu Bär betreibt Gerlach (noch) keinen gut geölten Twitter-Account – zeitnah dürften aber mindestens die Abonnenten ihres Instagram-Accounts sprunghaft ansteigen.

Judith Gerlach gehört zu den größten Personal-Überraschungen in der bayerischen Landesregierung: Während etwa Joachim Herrmann als Innenminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger als Wirtschaftsminister als gesetzt galten, war bis zuletzt unklar, ob langjährige Mitstreiter wie Winfried Bausback oder Marcel Huber weiterhin als Minister an Bord bleiben dürfen.

Als Favorit für das Amt des Digitalministers wurde Georg Eisenreich gehandelt, der als Staatsminister in den vergangenen Monaten für Digitales, Medien und Europa verantwortlich war. Eisenreich wurde heute als neuer bayerischer Justizminister vereidigt.

Seine bisherige Funktion des Staatsministers für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien wird es weiterhin geben, allerdings mit eingeschränktem Zuständigkeitsbereich. Denn neben der Verantwortung für die bayerische Games-Industrie wandert auch die Filmförderung und -Politik in das Ministerium von Judith Gerlach. Das neue Digitalministerium übernimmt damit ein beachtliches Aufgabenfeld – andere Ministerien geben dafür weitreichende Kompetenzen ab, etwa im Bereich des IT-Rechts.

Was CSU und Freie Wähler mit Blick auf die Digitalisierung des Freistaats und zum Games-Standort Bayern in ihren Koalitionsvertrag geschrieben haben, steht in dieser Analyse.

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