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Söder beruft Digital- und Medien-Minister für Bayern

Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ernennt einen eigenen Minister für Digitales und Medien (Foto: Bildarchiv Bayerischer Landtag)
Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ernennt einen eigenen Minister für Digitales und Medien (Foto: Bildarchiv Bayerischer Landtag)

Das Bayerische Wirtschaftsministerium verliert die Zuständigkeit für das Thema Games: Im neuen Staatsministerium für Digitales, Medien und Europa – inklusive Förderung – will Ministerpräsident Söder die Kompetenzen bündeln. Neuer Staatsminister wird der 47jährige Georg Eisenreich.

Bayerns frisch vereidigter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) holt die Digital- und Medienbranche ins eigene Haus: Direkt in der Staatskanzlei am Franz-Josef-Strauß-Ring in München wird mindestens in den kommenden Monaten bis zur Landtagswahl der neue Staatsminister für Digitales, Medien und Europa verortet sein. Das hat Söder bei der heutigen Vorstellung seines neuen Kabinetts bekannt gegeben.

Der neue Chefdigitalisierer des Freistaats heißt Georg Eisenreich, ist 47 Jahre alt, gelernter Anwalt und seit 2003 Abgeordneter für die Münchener CSU im bayerischen Landtag.

Die bislang für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie zuständige Ministerin Ilse Aigner (CSU) wechselt überraschend ins neu zugeschnittene Infrastruktur-Ressort „Bauen, Wohnen und Verkehr“. Sie ist weiterhin Stellvertretende Ministerpräsidentin, gemeinsam mit dem alten und neuen Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Ihr Nachfolger als Wirtschaftsminister heißt Franz Josef Pschierer (CSU), der bislang das Amt des Staatssekretärs in Aigners Ministerium bekleidete.

Söder verortet Digitales und Medien in der Staatskanzlei

In seiner Erklärung kündigte Söder an, dass die Medienpolitik sowie die Medienförderung – die bislang vom Wirtschaftsministerium koordiniert wurde – künftig im neuen Staatsministerium zu Hause ist. Damit dürfte auch die Zuständigkeit für den Filmfernsehfonds Bayern (FFF Bayern) und die gesamte bayerische Games-Branche in die Staatskanzlei wechseln.

„Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, diese Bereiche in eine Hand zu geben und nicht gesplittet zu lassen“, so der Ministerpräsident. Er wolle, dass dem Thema Digitalisierung eine „ganz besondere Rolle“ zugewiesen werde.

Zu den größten bayerischen Spiele-Entwicklern zählen Travian Games (München), Chimera Entertainment (München), CipSoft (Regensburg), Upjers (Bamberg) und HandyGames (Giebelstadt bei Würzburg).

Im Großraum München sind zudem mehrere Deutschland-Zentralen führender US-Tech-Riesen angesiedelt, unter anderem Microsoft und Amazon. Auch Publisher wie Activision Blizzard und Take-Two Interactive haben ihren Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt.

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