Start Sport eSports1: Sport1 startet Pay-TV-Sender für eSport

eSports1: Sport1 startet Pay-TV-Sender für eSport

Mit eSports1 startet der Spartensender Sport1 einen eigenen eSport-Pay-TV-Kanal im deutschsprachigen Raum (Abbildung: Constantin Medien AG)
Mit eSports1 startet der Spartensender Sport1 einen eigenen eSport-Pay-TV-Kanal im deutschsprachigen Raum (Abbildung: Constantin Medien AG)

eSport rund um die Uhr: Sport1 lagert die eSport-Berichterstattung in einem eigenen Pay-TV-Kanal eSports1 aus, der Ende Januar 2019 startet.

Unter den frei empfangbaren Fernsehsendern zählt Sport1 zu den Anbietern, die sich schon frühzeitig im eSport-Markt engagiert haben. Unter anderem wurden Turniere wie die ESL One, das „FIFA 18“-Finale in London oder die Virtual Bundesliga bereits mehrfach im Free-TV gezeigt, teils in Zusammenfassungen, teils zur Primetime, teils parallel auf Social-Media-Plattformen wie Facebook.

Jetzt geht die Tochter des Münchener Medienkonzerns Constantin einen Schritt weiter, denn am 29. Januar 2019 startet eSports1. Der Pay-TV-Kanal berichtet rund um die Uhr über alle relevanten eSport-Disziplinen, darunter „League of Legends“, „Dota 2“, „Overwatch“, „FIFA 19“ und „Counter-Strike“. Die Programmstruktur sieht einen Mix aus Live-Berichterstattung von Groß-Ereignissen und eigenproduzierten Magazinen vor. eSports1 wird „mindestens 1.200 Live-Stunden von hochkarätigen internationalen und nationalen eSport-Events“ zeigen, wie es in der Ankündigung heißt. Die Inhalte sollen von „namhaften Playern“ stammen, deren Namen Sport1 in Kürze bekannt geben will.

Die technische Verbreitung des Kanals erfolgt über die Leitungen von Vodafone Deutschland, Telekom, Unitymedia, 1&1, T-Mobile Austria, A1 Telekom, UPC Schweiz und Zattoo. Die konkreten Kosten hängen vom jeweiligen Anbieter und den Sport-Paketen ab, in denen üblicherweise Sender wie Eurosport 1 HD oder Sport1 HD enthalten sind.

eSports1: Sport1 startet Pay-TV-Kanal für eSport-Berichterstattung

Constantin-Vorstands-Chef Olaf Schröder sieht den Sender in der Vorreiterrolle auf diesem Sektor: „Wir haben eSports im gesellschaftlichen Diskurs von Beginn an konsequent als Sportart klassifiziert und darüber berichtet. Durch diese Pionierarbeit haben wir uns bei der jungen eSports-Zielgruppe im deutschsprachigen Raum aktuellen Studien zufolge als Leitmedium etabliert und fungieren, dank der Einordung der Events und der Analysen zu Teams und Akteuren durch unsere eigene eSports-Redaktion sowie Experten und Influencer, als Kompass im komplexen eSports-Kosmos.“

Mit dem neuen Angebot will Sport1 nicht nur Geld verdienen, sondern laut Schröder auch ein politisches Signal senden: „Mit dem Start des ersten eSports-Senders im deutschsprachigen Raum werden wir noch stärker dazu beitragen, die Präsenz und Akzeptanz dieser jungen Sportart weiter voranzutreiben – sowohl bei den Zuschauern, als auch bei werbetreibenden Unternehmen, Branchenverbänden aus Wirtschaft, Sport und Medien sowie in der Politik.“

Der Start von eSports1 steht unter dem Vorbehalt der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die Anfang Dezember über den Antrag entscheiden wird.

Aus der Pressemeldung geht nicht hervor, inwieweit sich der Senderstart auf die Programmstruktur des Free-TV-Senders auswirkt – also ob eSport-Veranstaltungen weiterhin (auch) einen Platz im Hauptprogramm von Sport1 haben. Auf GamesWirtschaft-Anfrage teilt der Sender mit, dass künftig „ausgewählte Events“ im Free-TV gezeigt würden. Auch auf den Social-Media-Kanälen soll über eSport berichtet werden.

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