Start Sport ESBD-Präsident Jagnow wechselt zur ESL Pro League

ESBD-Präsident Jagnow wechselt zur ESL Pro League

ESBD-Präsident Hans Jagnow führt auch den neuen E-Sport-Dachverband EEF (Foto: EEF/Aline Ehmann)
ESBD-Präsident Hans Jagnow führt auch den neuen E-Sport-Dachverband EEF (Foto: EEF/Aline Ehmann)

Der scheidende E-Sport-Bund-Präsident Hans Jagnow wird neuer Vice President Operations der „Counter-Strike-“Profi-Liga ESL Pro League.

Wollte man einen Vergleich mit dem klassischen Sport anstellen, dann wäre die vorliegende Personalie in etwa so, als würde der ehrenamtliche DFB-Präsident zur ausgegliederten Deutschen Fußball-Liga (DFL) wechseln, die die Bundesliga vermarktet.

Genau das passiert gerade im E-Sport: Hans Jagnow hat Anfang August überraschend bekannt gegeben, seinen Posten als wiedergewählter Präsident des E-Sport-Bund Deutschland (ESBD) zur Halbzeit der laufenden Amtszeit zur Verfügung zu stellen. Für den Herbst sind Neuwahlen anberaumt. Auch seine Rolle als Chef des europäischen E-Sport-Dachverbands (EEF) hat er bereits abgegeben, nur sechs Monate nach seiner Ernennung.

Seit heute ist Jagnows nächste Station im E-Sport-Ökosystem offiziell: Der Verbands-Funktionär wechselt als Vice President Operations zur ESL Pro League – als rechte Hand von Alexander Inglot, der dort zum ersten ‚Commissioner‘ ernannt wurde.

Seit Anfang 2020 gehört die ESL Pro League jeweils zur Hälfte der ESL und 13 Profi-Teams, darunter Astralis, Fnatic, G2 Esports, Mousesports und Team Liquid. Zu den Zielen des sogenannten „Louvre Agreements“ zählt der Aufbau tragfähiger Strukturen und Erlös-Ströme rund um die Disziplin „Counter-Strike: Global Offensive“.

Analog zu US-Profi-Ligen sind die Teams an den Umsätzen der ESL Pro League beteiligt. Vergleichbare Franchise-Systeme gibt es in E-Sport-Disziplinen wie „Overwatch“. So hat Schalke 04 eSports einen kolportiert hohen siebenstelligen Betrag investiert, um sich in die höchste europäische „League of Legends“-Spielklasse einzukaufen.

Die ESL veranstaltet unter anderem die ESL One-Events, die ESL Meisterschaft und die Intel Extreme Masters. Das Unternehmen mit Zentrale in Köln ist mehrheitlich im Besitz des börsennotierten Stockholmer Medienkonzerns Modern Times Group und Mitglied des E-Sport-Bund Deutschland.

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