Start Sport Jetzt also doch: BVB öffnet sich dem eSport

Jetzt also doch: BVB öffnet sich dem eSport

BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer öffnet den Verein in Richtung eSport (Foto: Borussia Dortmund)
BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer öffnet den Verein in Richtung eSport (Foto: Borussia Dortmund)

Bundesligist Borussia Dortmund kooperiert mit eSports.com – der BVB vollzieht damit eine 180-Grad-Wende in Sachen eSport.

„Nicht authentisch“, „nicht echt“, „komplett scheiße“ – so polterte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch im November 2016 mit Blick auf das Thema eSport. In den darauffolgenden Monaten erklärte Marketing-Direktor Carsten Cramer in Interviews und auf Fachkonferenzen, warum der eSport im Gegensatz zum Revier-Rivalen Schalke 04 keine Rolle in den strategischen Planungen der Borussen spielt. Argument: Das Segment  „passe“ nicht zu Borussisa Dortmund – fast wortgleich soll zuletzt FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß den vorläufigen Stopp aller eSport-Pläne beim Rekordmeister begründet haben.

Jetzt vollzieht der BVB offenkundig peu à peu eine 180-Grad-Wende: Nach der einseitigen und vorzeitigen Kündigung des ursprünglich bis 2020 laufenden Exklusiv-Vertrags mit „Pro Evolution Soccer“-Hersteller Konami Entertainment und dem öffentlichen Bekenntnis zu „FIFA 19“ folgt nun eine weitere Öffnung des Tabellendritten in Richtung eSport.

Konkret hat die mit erheblichen Nebengeräuschen gestartete Plattform eSports.com eine zunächst dreijährige Kooperation mit dem BVB abgeschlossen. So sollen beispielsweise Turniere mit bekannten eSport-Titeln auf eSports.com stattfinden – weitere Details folgen in Kürze.

Bundesligist BVB kooperiert mit eSports.com

„Mit unserem neuen Partner eSports.com haben wir eine ideale Plattform gefunden, um die immer mehr an Bedeutung gewinnende Zielgruppe der eSports-Interessierten zu erreichen“, kommentiert BVB-Marketing-Chef Cramer, der seit Februar 2018 auch der Geschäftsführung der börsennotierten BVB KGaA angehört und nun zusätzlich den Bereich „Digitalisierung“ verantwortet. „Uns ist vor allem wichtig, unser Kerngeschäft – den Fußball – bei dieser Zielgruppe zu platzieren. Hierzu ist eine Website mit Millionen-Reichweite und trennscharfer Klientel natürlich ideal. Beide Partner und vor allem die Fans werden profitieren – ich freue mich auf die Zusammenarbeit.”

Aus Sicht des neuen eSports.com-CEO Michael Broda hat der BVB insbesondere die asiatischen und amerikanischen Märkte im Blick – diese „riesigen Potenziale“ wolle man gemeinsam nutzen.

eSports.com wird von der gleichnamigen Aktiengesellschaft mit Sitz in Heidelberg betrieben und ist im Kern eine englischsprachige Plattform mit Spielberichten, Statistiken und Videos. Entgegen der ursprünglichen Planungen sind Sportwetten nicht mehr Bestandteil des Geschäftsmodells. Redaktionelle Inhalte, Fanartikel und Trainingsstunden sollen in Form einer eigenen Kryptowährung ERT auf Blockchain-Basis abgerechnet werden. An den virtuellen Handelsplätzen unterlag die Währung zuletzt erheblichen Kursschwankungen.

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