Start Sport PES 2019: Borussia Dortmund kündigt Konami-Vertrag vorzeitig

PES 2019: Borussia Dortmund kündigt Konami-Vertrag vorzeitig

Kein BVB in PES 2019: Konami hat bestätigt, dass Borussia Dortmund das Lizenzabkommen vorzeitig beendet hat (Abbildung: Konami)
Kein BVB in PES 2019: Konami hat bestätigt, dass Borussia Dortmund das Lizenzabkommen vorzeitig beendet hat (Abbildung: Konami)

Zwei Jahre vor Vertragsende kündigt Borussia Dortmund vorzeitig und einseitig die Kooperation mit dem japanischen Videospielehersteller Konami. Spieler und Stadion werden entgegen der Ankündigung nicht in „PES 2019“ enthalten sein.

Die Nachricht aus Dortmund muss Konami überraschend ereilt haben. Noch vor vier Wochen verschickte der Spiele-Hersteller eine Pressemitteilung mit der Ankündigung von „Pro Evolution Soccer 2019“ (PES 2019), den wichtigsten Neuerungen und den eingebauten Original-Mannschaften, darunter Borussia Dortmund.

Mit dem Tabellen-Dritten der Saison 2017/18 besteht seit zwei Jahren eine umfangreiche Lizenz-, Marketing- und PR-Kooperation, die unter anderem die Integration von Spielern, Vereinslogo und Stadion im Spiel vorsieht.

BVB-Stars wie Marco Reus oder Pierre-Emerick Aubameyang waren zu Gast auf dem Konami-Gamescom-Stand 2017 und rührten die Werbetrommel für „PES 2018“. Konami unterhält auch eine eigene Loge im Signal-Iduna-Park, wo Geschäftspartner, Händler, Influencer und Medienvertreter bewirtet werden und zum Gamepad greifen können. Unter anderem sind die BVB-Fans von PietSmiet dort regelmäßig zu Gast.

Nun bestätigt der Spielehersteller auf der Unternehmens-Website, dass Borussia Dortmund im Gegensatz zur Ankündigung doch nicht im Spiel enthalten sein wird. Der BVB habe die bis Juni 2020 laufende Vereinbarung vorzeitig gekündigt.

Für Konami ist die Meldung ein Rückschlag. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass auch die Champions-League-Lizenz nach zehn Jahren nicht verlängert wurde. Es liegt nahe, dass „FIFA 19“ neben der Bundesliga und der Fußball-WM künftig auch die Vereine und Spielmodi der Königsklasse umfasst.

Kein BVB in PES 2019: Borussia Dortmund wechselt zu „FIFA 19“

Zunächst blieb unklar, warum sich BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Marketing-Vorstand Carsten Cramer zur vorzeitigen Auflösung des Vertrags entschieden haben.

Im Laufe des Sonntags hat das Social-Media-Team von Borussia Dortmund via Twitter die Beweggründe nachgeliefert. Demnach habe man sich „nach sorgfältiger Überlegung“ entschieden, die Kooperation mit Konami vorzeitig zu beenden, um „künftig wieder mit dem Hersteller der erfolgreichen FIFA-Serie EA Sports zusammenzuarbeiten“.

Die Enttäuschung der PES-Fans könne man natürlich nachvollziehen – gleichzeitig habe es den Wunsch vieler „FIFA“-Spieler nach einer erneuten BVB-Integration gegeben. „Wir sind überzeugt, allen schwarzgelben Videospielfans weltweit auch in Zukunft ein hochwertiges und intensives Spielerlebnis bieten zu können.“

Mit „wieder“ ist unter anderem gemeint, dass Nationalspieler und BVB-Stürmer Marco Reus europaweit auf den „FIFA 17“-Packungen abgebildet war.

Das wiederholte und kategorische „Nein“ zu allen eSport-Aktivitäten seitens des BVB inklusive einer Absage an die offizielle „Virtuelle Bundesliga“ war sicher nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass dort „FIFA 18“ praktiziert wird. Durch die Auflösung des Konami-Vertrags und die Rückkehr zu „FIFA 19“ wäre Dortmund jetzt frei, sich doch in diesem Segment zu engagieren.

„Pro Evolution Soccer 2019“ erscheint am 30. August 2018, unmittelbar nach der Gamescom 2018 – und damit deutlich früher als in den vergangenen Jahren.

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