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Parlamentskreis eSports und Gaming im Bundestag gegründet

Seit dem 14. März 2019 existiert im Deutschen Bundestag ein
Seit dem 14. März 2019 existiert im Deutschen Bundestag ein "Parlamentskreis eSports und Gaming" (Foto: GamesWirtschaft)

Digitalpolitiker der Bundestagsfraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und der Linken haben heute den „Parlamentskreis eSports und Gaming“ gegründet.

Dass es so etwas wie einen „Parlamentskreis“ im Bundestag überhaupt geben könnte, war bis Herbst 2018 weithin unbekannt. Dann wurde öffentlich, dass sich ein „Parlamentskreis Pferd“ gegründet hat, der sich unter anderem für den Erhalt seltener Rassen und historischer Gestüte einsetzt. Prominenteste Mitglieder: SPD-Chefin Andrea Nahles und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Das Beispiel zeigt ein Merkmal solcher Parlamentskreise: Das Gremium konstituiert sich über Parteigrenzen hinweg und ist eine Art Debattierklub für Gleichgesinnte. So gibt es beispielsweise Parlamentskreise, die sich dem „Automobilen Kulturgut“, dem Tierschutz oder dem Fahrrad widmen. Politische Entscheidungen werden dort im Unterschied zu den Ausschüssen und Fraktionen nicht getroffen, wohl aber sind Impulse für die parlamentarische Arbeit denkbar.

Seit dem 14. März 2019 existiert im Bundestag nun ein „Parlamentskreis eSport und Gaming“, initiiert von FDP-Digitalpolitiker Manuel Höferlin. Von Anfang an dabei sind Bundestagsabgeordnete, die sich bereits in der Vergangenheit mit dem Thema auseinandergesetzt haben und auf Einladung des Industrieverbands Game an Branchenveranstaltungen teilgenommen haben. 2011 und 2013 hat Höferlin gemeinsam mit FDP-Kollege Jimmy Schulz und CSU-Politikerin Dorothee Bär eine LAN-Party unter der Reichstagskuppel organisiert – gegen teils heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen.

Aus dem Bundestag ist nun zu hören, dass mehr als 40 Abgeordnete grundsätzliches Interesse am Parlamentskreis angemeldet haben – auch eSport-Skeptikern und -Kritikern soll das Gremium offen stehen. Dem Parlamentskreis gehören unter anderem folgende Politiker an (Stand: 14.3.2019):

Erst vor wenigen Wochen hat sich der Sportausschuss des Deutschen Bundestags mit dem Thema eSport beschäftigt und dazu unter anderem Experten des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und des eSport-Bund (ESBD) geladen. Ergebnis: Sowohl in der Union als auch in der SPD gibt es komplett gegensätzliche Positionen mit Blick auf die im Koalitionsvertrag vorgesehene „vollständige Anerkennung von eSport als Sport“.

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