Start Politik Kellner kündigt Realitäts-Check für Games-Förderung an

Kellner kündigt Realitäts-Check für Games-Förderung an

Game-Sommerfest 2022: Verbands-Geschäftsführer Felix Falk (rechts) bedankt sich beim Parlamentarischen Staatssekretär Michael Kellner mit einer illuminierten Sonic-Figur (Foto: Fröhlich)
Game-Sommerfest 2022: Verbands-Geschäftsführer Felix Falk (rechts) bedankt sich beim Parlamentarischen Staatssekretär Michael Kellner mit einer illuminierten Sonic-Figur (Foto: Fröhlich)

Habecks Staatssekretär Michael Kellner will Deutschlands Games-Branche weiter stärken -auch, indem er die Wirksamkeit der Förderung evaluiert.

Schon jetzt hat der Steuerzahler Deutschlands Computerspiele-Entwickler mit mehr als 100 Millionen € an Zuschüssen ausgestattet – weitere Millionen werden folgen. Und deshalb ist es nur nachvollziehbar, wenn beizeiten eine Überprüfung stattfindet, ob und in welchem Umfang sich die Verheißungen der Branche (mehr Games, bessere Games, mehr Gründungen, mehr Jobs) auch tatsächlich erfüllt haben – und was sich womöglich optimieren und korrigieren lässt. Denn gerade bei der Transparenz gibt es im bundesdeutschen Games-Förder-Wesen noch durchaus das eine oder andere Defizit.

Deshalb hat der Deutsche Bundestag immerhin 100.000 € für ‚Begleitforschung / Evaluation‘ im Haushaltsplan des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vorgesehen, wo die Games-Förderung neuerdings beheimatet ist. Der Haushaltsausschuss hat seinerseits bereits grünes Licht gegeben, auch weiterhin 50 Millionen € pro Jahr bereitzustellen, um die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Games auf dem Weltmarkt zu steigern.

Der Realitäts-Check mit Blick auf die Computerspiele-Subventionen war eine der Botschaften, die der Parlamentarische Staatssekretär Michael Kellner (Bündnis 90 / Die Grünen) mit zum Sommerfest des Branchenverbands Game gebracht hatte. Im Nachgang zur Mitgliederversammlung samt Vorstandswahlen feierten 500 geladene Gäste bei Streetfood und vegetarischem BBQ im Berliner Zollpackhof, nur wenige Meter vom Kanzleramt entfernt.

Kellner ließ sich auch nicht die Gelegenheit entgehen, mehrere computerspielpreis-prämierte Games höchstselbst auszuprobieren, darunter Chorus (Koch Media / Deep Silver Fishlabs), Dorfromantik (Toukana Interactive) und It Takes Two von Electronic Arts, das allerdings in Schweden entwickelt wurde.

Game-Sommerfest 2022: Michaela Bartelt-Krantz (Managing Director EA Germany) erläutert Michael Kellner die Steuerung von It Takes Two (Foto: Fröhlich)
Game-Sommerfest 2022: Michaela Bartelt-Krantz (Managing Director EA Germany) erläutert Michael Kellner die Steuerung von It Takes Two (Foto: Fröhlich)

Die Laufnähe zum Bundestag samt sommerlicher Temperaturen (zumindest bis zum Start kräftiger Schauer) waren zwei von vielen Gründen, warum außergewöhnlich viele Bundestagsabgeordnete der Einladung des Verbands gefolgt waren. Mit von der Party waren neben Kellner auch Manuel Höferlin, Mario Brandenburg und Thomas Hacker (alle FDP), Dorothee Bär (CSU), Anna Kassautzki (SPD, zuletzt auch DCP-Jury-Mitglied), SPD-Digitalpolitiker Jens Zimmermann, der Berliner Wirtschafts-Staatssekretär Michael Biel und viele weitere.

In seinem Grußwort kündigte Kellner außerdem an, das Standortmarketing für Games made in Germany zu intensivieren – auch unter Einbeziehung des ministeriums-eigenen Messe-Referats. Darüber hinaus soll die seit Jahren von unterschiedlichsten Koalitionen angekündigte, aber nie eingeführte Gemeinnützigkeit für E-Sport-Vereine zügig umgesetzt werden.

Game-Sommerfest 2022: Mehr als 500 Gäste kamen am Abend des 31. Mai in den Berliner Zollpackhof unweit des Kanzleramts (Foto: Fröhlich)
Game-Sommerfest 2022: Mehr als 500 Gäste kamen am Abend des 31. Mai in den Berliner Zollpackhof unweit des Kanzleramts (Foto: Fröhlich)

Sehr grundsätzlich sieht Kellner die Games-Branche im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz „sehr gut aufgehoben“: Die Wirtschafts- und Digitalkompetenz werde dazu beitragen, die von der Vorgänger-Regierung formulierte Games-Strategie konsequent umzusetzen: „Unser Ziel ist es, den Standort zu stärken und unsere Unternehmen und Spiele auch international besser zu positionieren.“

Kellners Vorgesetzter wird seinen Teil zum Standortmarketing beitragen: Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck eröffnet am 24. August offiziell die Videospielemesse Gamescom 2022 in Köln.

1 Kommentar

  1. Unter Standort-Marketing verstehe ich aber auch,das Trailer explizit mit deutschen Spielen und exzellenter Werbung für ein internationales Publikum gemacht wird.

Comments are closed.