Start Politik Baden-Württemberg: Grüne und CDU vereinbaren „Optimierung der Games-Förderung“

Baden-Württemberg: Grüne und CDU vereinbaren „Optimierung der Games-Förderung“

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Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) planen eine Neuauflage von Grün-Schwarz in Baden-Württemberg.
Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) planen eine Neuauflage von Grün-Schwarz in Baden-Württemberg.

Der Koalitionsvertrag ist in trockenen Tüchern: Die künftige Landesregierung von Baden-Württemberg will die Games-Förderung ausbauen.

Nach wochenlangen Verhandlungen ihrer Teams haben sich der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir und CDU-Chef Manuel Hagel auf einen Koalitionsvertrag verständigt. Motto: „Aus Verantwortung fürs Land: Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ (PDF-Download).

Sofern die Vereinbarung in den kommenden Tagen von Sonderparteitagen abgesegnet wird, kann Özdemir am 13. Mai die Nachfolge von Winfried Kretschmann antreten und die Regentschaft der Grünen im Südwesten fortsetzen. Beide Parteien stellen jeweils 56 Sitze im Stuttgarter Landtag.

Baden-Württemberg: Grüne und CDU vereinbaren „Optimierung der Games-Förderung“

Insbesondere die Games-Entwickler in ‚The Länd‘ dürften sich dafür interessieren, was Grün-Schwarz mit Blick auf die Games-Politik plant. Im August 2025 ist eine neue Förder-Richtlinie in Kraft getreten, die pro Jahr 1,2 Mio. € an Studios verteilt. Damit rangiert das Bundesland im Mittelfeld – weit entfernt vom Spitzentrio Nordrhein-Westfalen, Berlin / Brandenburg und Bayern. Es gibt also Luft nach oben.

Allzu konkret werden die Verhandler nicht: Im Text heißt es, Film und Games seien „dynamische Wachstumsbranchen am Medienstandort Baden-Württemberg“. Deshalb habe man verabredet, die Film- und Games-Förderung zu „optimieren“, um das Land als attraktiven Produktionsstandort zu positionieren, die Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Wertschöpfung ins Land zu holen. Wie genau dies gelingen soll, verrät der Koalitionsvertrag nicht.

Spannend: Grüne und Union wollen sich explizit für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren auf europäischer Ebene sowie eine Digital-Abgabe für Tech-Konzerne einsetzen.

Noch unklar ist, inwieweit sich die Zuständigkeiten innerhalb der Landesregierung ändern: Bislang war das CDU-geführte Wirtschafts-Ministerium für die Games-Politik zuständig – demnächst soll es ein Ministerium des Innern, für Europa und Digitalisierung geben. Der genaue Ressort-Zuschnitt soll sich erst entlang der Regierungsbildung abzeichnen.

Baden-Württemberg ist Heimat bekannter Publisher und Studios wie Gameforge, Black Forest Games, Chasing Carrots, Application Systems Heidelberg, Kr3m Media, Epic Games oder Sixteen Tons Entertainment. ‚Hotspots‘ sind Karlsruhe, Tübingen und der Großraum Stuttgart.


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