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11 Gamescom-Fakten zum Mitreden

Gamescom-Fakten: Auch 2018 war der Ubisoft-Stand von Spiele-Fans umlagert (Foto: KoelnMesse / Oliver Wachenfeld)

Die Gamescom 2019 wirft ihre Schatten voraus – kann sie die Rekordzahlen des Jahres 2018 noch einmal toppen? 11 Gamescom-Fakten im Überblick!

Mittlerweile liegen die Statistiken für die Gamescom 2018 vor – und sie untermauern das, was sich schon vorher abgezeichnet hat: Auch zum zehnten Jubiläum ist die Gamescom erneut gewachsen. Kurz vor der elften Auflage hat GamesWirtschaft die interessantesten Zahlen und Fakten rund um die Kölner Spielemesse zusammengestellt.

Alle Infos zur Gamescom 2019 – Termin, Tickets, Hotel, Highlights – finden Sie hier.

11 Gamescom-Fakten zum Mitreden

Gamescom war 2018 die zweitgrößte Messe in Deutschland

Deutschland ist Messe-Land: Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine ähnliche Dichte an Messehallen und Leitmessen, darunter die Internationale Automobilausstellung (Frankfurt), die Nürnberger Spielwarenmesse oder die Landmaschinen-Messe Agritechnica (Hannover). Seit mehreren Jahren spielt auch die Gamescom in dieser Liga: Mit zuletzt 370.000 Besuchern, darunter 31.200 Fachbesucher, ist das Kölner Games-Festival die sechstgrößte Messe in ganz Deutschland.

2018 lag sie gar auf dem zweiten Platz hinter der Berliner Grünen Woche, weil Großveranstaltungen wie die Bauma (München) oder die Drupa (Essen) nur alle zwei oder drei Jahre stattfinden.

Die Gamescom 2018 war im Jahr 2018 die zweitgrößte Messe in Deutschland (Stand: 3. Januar 2019)
Die Gamescom 2018 war im Jahr 2018 die zweitgrößte Messe in Deutschland (Stand: 3. Januar 2019)

Gamescom ist die weltweit größte Spielemesse

Die Gamescom verzeichnet mittlerweile deutlich höhere Besucherzahlen als etwa die Tokyo Game Show (ca. 300.000 Besucher) und erst recht mehr Teilnehmer als die E3 in Los Angeles (ca. 70.000 Besucher). Die Electronic Entertainment Expo steigt alljährlich zwei Monate vor der Gamescom und ist üblicherweise für die Verkündung von Weltpremieren zuständig. Ob das bei der E3 2019 erneut der Fall ist – fraglich.

Jeder zehnte Gamescom-Privatbesucher stammt nicht aus Deutschland …

… sondern reist aus dem Ausland nach Köln. Die größte Gruppe unter den internationalen Gästen stellen die Österreicher: 8.700 Spielefans nehmen die mindestens siebenstündige Auto- oder Bahnfahrt auf sich. Auf Platz 2: 6.800 Holländer (20 Prozent), die natürlich einen wesentlich kürzeren Weg nach Köln haben. Auf Platz 3 landen die Schweizer: 4.300 Eidgenossen sind bei der Gamescom dabei. 2017 lag die Schweiz übrigens noch knapp vor Österreich.

Nur jeder fünfte Gamescom-Besucher kommt aus Köln und angrenzenden Gemeinden …

… also beispielsweise aus Düsseldorf, Bonn oder Leverkusen. 4 von 10 Gästen stammen aus Orten, die mehr als 300 Kilometer von Köln entfernt liegen.

Ein einziger Aussteller belegt exklusiv eine eigene Messehalle …

… und 99 Prozent aller Gamescom-Besucher bekommen den Stand gar nicht zu Gesicht: Electronic Arts hat die Halle 1 im Fachbesucher-Bereich (Business Area) gebucht, zu der Privatpersonen keinen Zutritt haben. Auf dem EA-Stand werden unter anderem Geschäftspartner, Händler und Journalisten empfangen. Eine immer größere Fläche innerhalb des Stands ist für Influencer, also Letsplayer, Youtuber und Livestreamer reserviert, die vor Ort Spielmaterial aus „FIFA 19“ und „Battlefield 5“ aufzeichnen und hochladen können.

Der US-Spielekonzern Electronic Arts ist einziger Mieter in Halle 1 auf dem Gamescom-Gelände (Foto: KoelnMesse / Thomas Klerx)
Der US-Spielekonzern Electronic Arts ist einziger Mieter in Halle 1 auf dem Gamescom-Gelände (Foto: KoelnMesse / Thomas Klerx)

Jeder vierte Gamescom-Privatbesucher ist weiblich.

Exakt sind es 26 Prozent, also über 88.000 Mädchen und Frauen. Der Wert ist leicht rückläufig: 2017 waren es noch über 90.000.

Die Zahl der Aussteller hat sich seit 2010 glatt verdoppelt …

… und zwar von 505 auf 1.037. Dazu beigetragen haben vor allem Gemeinschaftsstände wie etwa der beliebte Indie Arena Booth, wo sich Newcomer und Startups zu vertretbaren Tarifen präsentieren können. Die Gamescom ist gleichzeitig immer internationaler geworden: Mittlerweile stammen die Aussteller aus 56 Ländern – auch das ein neuer Rekordwert.

Die Gamescom ist (hauptsächlich) eine Erwachsenen-Messe

Kostspielige Sichtschutz-Barrieren, separate USK-Prüfungen von Gamescom-Versionen, Personal für Einlasskontrollen, Ausgabestellen für Altersbändchen: All diese Maßnahmen dienen einzig dem Jugendschutz. Dabei sind drei Viertel aller Privatbesucher ohnehin volljährig. Die größte Besuchergruppe stellen die 20- bis 24jährigen mit 27 Prozent. Naheliegend wären separate „Erwachsenen-Hallen“, die alljährlich diskutiert und mit der gleichen Regelmäßigkeit verworfen werden.

Neuer Rekord zum Jubiläum: 370.000 Besucher strömten an fünf Messetagen auf das Gelände der Gamescom 2018 (Stand: 25.8.2018)
Neuer Rekord zum Jubiläum: 370.000 Besucher strömten an fünf Messetagen auf das Gelände der Gamescom 2018 (Stand: 25.8.2018)

Rote Altersbändchen dominieren

Anhand der sogenannten „Altersbändchen“ kann das Standpersonal auf einen Blick erkennen, ob sie das Spiel einem Gamescom-Besucher zugänglich machen dürfen oder nicht. Die Farben der Bändchen orientieren sich an den bekannten USK-Symbolen. 37.000 grüne Bänder (12 bis 15 Jahre), 37.000 blaue Bänder (16/17 Jahre) und eine Viertelmillion roter Bänder (18 Jahre und älter) wurden ausgegeben.

Geringer Zuspruch von Familien mit kleinen Kindern

Die Veranstalter mühen sich redlich, auch Eltern mit Kindern auf die Messe zu lotsen. Beispiele sind der separate, deutlich ruhigere „Family & Friends“-Bereich und vergünstigte Familientickets. Doch die Altersgruppe der Unter-12jährigen stellt mit 4 Prozent weiterhin eine Minderheit.


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Der Merkel-Effekt: Medien-Interesse ist gesunken

Über die Gamescom 2018 wurde im TV, in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio und im Netz erheblich weniger berichtet als bei der Messe im Vorjahr. Die Zahl der Gesamtbeiträge ging von über 100.000 auf 72.000 zurück. Besonders auffällig ist das Minus bei den Fernsehberichten: Sagenhafte 2.200 waren es 2017 – ein Jahr darauf nur noch knapp 400.

Der Grund ist einfach und heißt: Angela Merkel. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 besuchte die Kanzlerin die Messe, hielt die Begrüßungsrede und informierte sich beim anschließenden Rundgang bei Ubisoft, Sony PlayStation, Astragon Entertainment („Landwirtschafts-Simulator“) und Microsoft („Minecraft“). Die Folge war nicht nur ein erhöhtes Aufkommen von Spürhunden und BKA-Beamten, sondern auch eine Flut an Kamerateams und Fotografen.

Merkel meets Minecraft: Die Bundeskanzlerin während des Gamescom-Eröffnungsrundgangs.
Merkel meets Minecraft: Die Bundeskanzlerin während des Gamescom-Eröffnungsrundgangs.

 

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