Start Politik Koalitionsvertrag in Hessen: Schwarz-Grün plant „Indie-Games-Messe“

Koalitionsvertrag in Hessen: Schwarz-Grün plant „Indie-Games-Messe“

Ministerpräsident Volker Bouffier führt die CDU Hessen in den Landtags-Wahlkampf 2018 (Foto: CDU Hessen)
Ministerpräsident Volker Bouffier führt die CDU Hessen in den Landtags-Wahlkampf 2018 (Foto: CDU Hessen)

Die künftige hessische Regierung plant laut Koalitionsvertrag eine eigene „Indie-Games-Messe“ und eine Erhöhung der Games-Förderung.

Zwar ist der Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen noch nicht unterzeichnet, da zunächst noch die Delegierten beider Parteien zustimmen müssen. Dies gilt jedoch als Formsache. Das ausverhandelte 200-Seiten-Dokument sieht unter anderem mehr Polizisten, mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau und ein eigenes Digitalministerium vor – es wäre das zweite seiner Art nach Bayern.

Fest steht auch, dass die Grünen vier der elf Ministerien (Staatskanzlei mitgerechnet) besetzen – Landes-Chef Tarek Al-Wazir übernimmt erneut das Wirtschaftsministerium, das auch für Energie, Verkehr und Wohnen zuständig ist.

Deutlich spannender dürfte die Wahl von Volker Bouffier (CDU) zum Ministerpräsidenten werden, die am 18. Januar 2019 im hessischen Landtag stattfinden soll. Denn Schwarz-Grün verfügt nur über eine denkbar knappe Mehrheit von einer einzigen Stimme – es genügen also bereits wenige Abweichler, um eine Stichwahl zu erzwingen.

Das CDU-geführte „Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung“ wird mutmaßlich auch die Zuständigkeit für die hessische Videospiel-Branche erhalten. Die Mittel für die Computerspielförderung sollen ebenso erhöht werden wie die Zuschüsse für die Vernetzung zwischen Games- und Design-Branche.

Computerspiel-Förderung und "Indie-Games-Messe": Auszug aus dem vorläufigen Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen (Stand: 20.12.2018)
Computerspiel-Förderung und „Indie-Games-Messe“: Auszug aus dem vorläufigen Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen (Stand: 20.12.2018)

Im Vergleich zu anderen Bundesländern fällt die Subventionierung der hessischen Spiele-Studios bislang überschaubar aus. Die für 2018 budgetierten 200.000 Euro wurden bislang nicht ausgezahlt, zudem gilt das Förderprogramm nur für sogenannte „Serious Games“, also beispielsweise Lernspiele.

Zu den eher überraschenden Ankündigungen im Koalitionsvertrag zählt die „angestrebte“ Ausrichtung einer „Indie-Games-Messe für kleine und unabhängige Spieleentwickler in Hessen“. Die hessische Games-Branche ist bislang geprägt von etablierten, mittelständischen Spiele-Produzenten wie Crytek („Crysis“), Limbic Entertainment („Tropico 6“), Keen Games („Portal Knights“) oder Deck 13 („The Surge“). In den Frankfurter Niederlassungen großer Spiele-Hersteller wie Sony Interactive oder Nintendo findet keine Entwicklung statt, mit Ausnahme der Bethesda-Tochter id Software („Doom“).

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