Start Sport FC Bayern München: Rummenigge bestätigt eSport-Pläne

FC Bayern München: Rummenigge bestätigt eSport-Pläne

Rekordmeister Bayern München prüft laut Vorstands-Chef Rummenigge den Einstieg ins eSport-Geschäft (Abbildung: FC Bayern München)
Rekordmeister Bayern München prüft laut Vorstands-Chef Rummenigge den Einstieg ins eSport-Geschäft (Abbildung: FC Bayern München)

180-Grad-Wende beim Rekordmeister: Die FC Bayern München AG prüft den Einstieg ins eSport-Geschäft. Das hat Klubboss Karl-Heinz-Rummenigge bestätigt.

Bei seinem Auftritt im Rahmen der Fachkonferenz SPOBIS in Düsseldorf verriet Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge, dass sich der FC Bayern nun doch sehr konkret mit dem Thema eSport beschäftigt. Wörtlich sprach Rummenigge davon, dass man mittlerweile eine „offensivere Haltung“ angenommen habe, da das Thema insbesondere aus wirtschaftlicher Sicht interessant werden könnte.

Für den Umstand, dass sich der FC Bayern vergleichsweise spät damit auseinandersetzt, hat Rummenigge eine verblüffende Erklärung: „Wir waren ursprünglich nicht dafür, weil uns diese Ballerspiele nicht so gefallen haben.“

Bislang hatte sich vereinsintern insbesondere Aufsichtsrats-Vorsitzender und FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß gegen eine Aufnahme jedweder eSport-Aktivitäten gewehrt – und aus seiner herzlichen Abneigung auch öffentlich keinen Hehl gemacht („Totaler Schwachsinn“).

Inzwischen habe man eine Analyse vorgenommen, die in Kürze innerhalb des Vorstands diskutiert und besprochen werden solle. Dem Vorstand gehören neben Rummenigge auch Finanzchef Jan-Christian Dreeßen, Andreas Jung (Marketing) und Jörg Wacker (Strategie und Internationalisierung) an. Wacker war jahrelang Chef des Sportwetten-Anbieters Bwin und Sport1-Geschäftsführer – jener Sender, der gerade erst mit ESPORTS1 einen eigenen eSport-Pay-TV-Sender eröffnet hat.

Von Seiten des Aufsichtsrats wäre wenig Widerstand zu erwarten: Dort sitzen mit Timotheus Höttges (Deutsche Telekom) und Herbert Diess (Volkswagen) einflussreiche Top-Manager, deren Unternehmen längst als eSport-Sponsoren aktiv sind.

Um auch eSport-Kritiker wie Uli Hoeneß zu überzeugen, spricht viel dafür, dass es der FC Bayern zunächst bei „FIFA“ belässt. Nur wenige Bundesliga-Klubs – darunter Schalke 04 und Eintracht Frankfurt – betreiben auch fußball-fremde Disziplinen wie „League of Legends“.

Denkbar ist, dass die eSport-Abteilung des FC Bayern an die erst im Mai 2018 gegründete Tochterfirma FCB Digital & Media Lab GmbH angedockt wird, in der bereits alle digitalen Plattformen sowie die IT gebündelt sind. Das Unternehmen hat seinen Sitz direkt auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße in München.

Mit den FC Bayern Ballers Gaming mischt der FC Bayern bereits bei „NBA 2K“-Turnieren mit. Der Basketball-Betrieb ist allerdings beim eingetragenen Verein angesiedelt, nicht in der Lizenzspielerabteilung – und damit außerhalb von Rummenigges Zuständigkeitbereich.

Der FC Bayern München ist neben Borussia Dortmund und der TSG Hoffenheim einer von wenigen Erstligisten, die nicht mit festangestellten oder freiberuflichen Spielern bei der offiziellen „FIFA 19“-Meisterschaft von Deutscher Fußball-Liga (DFL) und Electronic Arts antreten. Die Tabelle der Virtual Bundesliga Club Championship wird derzeit vom SV Werder Bremen und VfB Stuttgart angeführt.

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