Start Sport E-Sport-Sponsoring: Jung von Matt betreut BMW-Kampagne (Update)

E-Sport-Sponsoring: Jung von Matt betreut BMW-Kampagne (Update)

Die Trikots des Berliner E-Sport-Teams G2 ESports sind neuerdings serienmäßig mit einem BMW-Logo ausgestattet (Foto: BMW Group)
Die Trikots des Berliner E-Sport-Teams G2 ESports sind neuerdings serienmäßig mit einem BMW-Logo ausgestattet (Foto: BMW Group)

Nach Mercedes-Benz, Porsche, Volkswagen und Audi entdeckt auch BMW die Freude am Farmen: Der Autohersteller wird Sponsor von fünf bekannten E-Sport-Teams.

Update vom 23. April 2020: Die federführende Hamburger Agentur Jung von Matt mit den Sparten Jung von Matt/Sports, Jung von Matt/Next Alster und Jung von Matt/Nerd hat skizziert, wie das BMW-Engagement im E-Sport aussieht. Neben In-Game-Advertising sind Social-Media-Aktivierungen auf den Kanälen der beteiligten Teams vorgesehen.

Meldung vom 16. April 2020: Technologie-Transfer, Einsatz von BMW-Know-How und -Kompetenz – und nebenbei noch ein bisschen Marketing: Wie bereits im Januar angekündigt, will der bayerische Automobil-Produzent BMW eine wahrnehmbarere Rolle im E-Sport spielen.

Die Marke hatte in den vergangenen Jahren unregelmäßig mit E-Sport-Formaten experimentiert, etwa als offizieller Partner des europäischen „League of Legends“-Finales in Paris. Dessen ungeachtet sieht sich BMW inzwischen „endgültig als ernstzunehmender Big Player in der Welt des E-Sport“.

Jetzt schaltet die BMW Group einen Gang höher: Der Konzern wird Partner und Sponsor von fünf nordamerikanischen, asiatischen und europäischen E-Sport-Organisationen, die in erster Linie das marktführende Riot-Games-Strategiespiel „League of Legends“ betreiben.

  • Cloud 9 (USA)
  • Fnatic (Großbritannien)
  • Funplus Phoenix (China)
  • G2 Esports (Deutschland)
  • T1 (Südkorea)

Langfristiges Ziel laut BMW-Manager Jens Thiemer: diese fünf Teams „zu allseits bekannten Namen innerhalb der gesamten Sport- und Unterhaltungsindustrie zu entwickeln.“ Langfristig heißt: „vor, während und nach diesen ungewissen Zeiten.“

Als gemeinsame Klammer dient das Schlagwort „United in Rivalry“, also singemäß: „vereint in Rivalität“. Vor dem Hintergrund der Corona-Ausgangsbeschränkungen wird der Hashtag #Unitedinrivalry bis auf Weiteres durch #Unitedathome ergänzt.

Die Kooperation soll über reines Sponsoring hinausgehen: BMW will Design- und Ingenieurs-Leistungen bereitstellen, die beispielsweise in die Entwicklung von Hardware- und Software-Produkten einfließen. Zudem stellt BMW offizielle Team-Fahrzeuge samt „ausdrucksstarker Folierung“ zur Verfügung.

Im Vergleich zu anderen deutschen Automobilkonzernen taucht BMW spät auf der E-Sport-Party auf: Volkswagen ist spätestens seit dem Einstieg der Werks-Elf VfL Wolfsburg im Jahr 2015 engagiert – der schwäbische Mitbewerber Mercedes-Benz hat das Sponsoring der ESL-One-Großveranstaltungen zuletzt regelmäßig verlängert und ist inzwischen Teilhaber des Kölner E-Sport-Teams SK Gaming.

BMW tritt bislang vornehmlich als namensgebender Sponsor von Golf-, Tennis- und Biathlon-Turnieren auf. Allein in die BMW International Open investiert das Unternehmen dem Vernehmen nach vier Millionen Euro jährlich. In der Sparte BMW Motorsport bündelt BMW die Aktivitäten im Bereich DTM und Sim-Racing. Weiterreichende Ambitionen im Profifußball waren zuletzt gescheitert: Eine Ablösung der Audi AG als Hauptsponsor von Rekordmeister FC Bayern München war vor einem Jahr in buchstäblich letzter Minute geplatzt.

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