Start Politik Games-Förderung: Niedersachsen überarbeitet Richtlinie (Update)

Games-Förderung: Niedersachsen überarbeitet Richtlinie (Update)

Niedersachsens Fördergesellschaft Nordmedia ist auch für Bremen zuständig.
Niedersachsens Fördergesellschaft Nordmedia ist auch für Bremen zuständig.

Das Land Niedersachsen hat zusätzliche Mittel für die regionale Games-Förderung bewilligt: Via Nordmedia stehen 700.000 Euro zur Verfügung.

Update vom 14. April 2020: Die niedersächsische Fördergesellschaft Nordmedia hat die Regularien angepasst. Demnach können für die Produktionsförderung von „qualitativ hochwertigen und kulturell wertvollen“ Computerspielen bis zu 200.000 Euro beantragt werden – bislang lag die Grenze bei 100.000 Euro.

Im Unterschied zur Bundesförderung handelt es sich um ein Darlehen, das im Erfolgsfalle zurückgezahlt werden muss.

Analog zum FilmFernsehFonds Bayern sind nur Projekte förderfähig, die eine USK-Altersfreigabe von maximal 16 Jahren erwarten lassen. Warum das so ist, bleibt unklar (Anfrage läuft). Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Erwachsenen-Spiele wie „The Witcher 3“ oder „Red Dead Redemption 2″ nicht besagten Qualitätsansprüchen genügen.

„Die Förderbedingungen werden durch die Erhöhung der Fördermöglichkeit für die Produktion deutlich attraktiver“, erklärt Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer. „Damit sollten nun auch größere Projekte besser erreicht werden und sich der unvermeidbare Aufwand der Beantragung für die Studios und Entwickler eher rechnen.“

Wer beim nächsten Einreichtermin dabei sein will, muss sich beeilen: Bis 23. April 2020 sollten die Unterlagen vorliegen.

Computerspiele-Förderung 2019: Diese Bundesländer investieren am meisten in die Games-Entwicklung (Stand: 12.2.2020)
Computerspiele-Förderung 2019: Diese Bundesländer investieren am meisten in die Games-Entwicklung (Stand: 12.2.2020)

Meldung vom 11. Februar 2020: Bislang spielt Niedersachsen auf der deutschen Games-Entwickler-Landkarte nur eine untergeordnete Rolle – abgesehen von wenigen Ausnahmen wie Nukklear („Comanche“) oder Quantumfrog.

Das soll sich ändern: Nach einem Beschluss des niedersächsischen Landtags darf die staatliche Förder-Einrichtung Nordmedia in diesem Jahr rund 700.000 Euro an Studios verteilen – ein Plus von 300.000 Euro. Die rot-schwarze Landesregierung unter Ministerpräsident Stephan Weil hatte dies bereits im Koalitionsvertrag 2017 vereinbart.

Im abgelaufenen Jahr 2019 hat das Bundesland 553.550 Euro für 11 Titel ausgegeben.

Das frische Geld wird in die Konzept- und Prototypen-Förderung investiert. Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer sieht in der Erhöhung einen „Beleg für eine steigende Nachfrage aus der Branche.“ Mit zusätzlichen Fördermitteln, Vernetzungs-Angeboten und eigenem Gamescom-Stand soll der Games-Standort Niedersachsen gestärkt werden.

Von der Nordmedia-Förderung profitieren theoretisch auch Spiele-Entwickler aus Bremen, allen voran King Art Games („Iron Harvest“). Allerdings muss dafür ein sogenannter „Regionaleffekt“ in Niedersachsen nachgewiesen werden, sprich: Die Entwicklung muss zumindest in Teilen außerhalb des Bremer Stadtgebiets erfolgen.

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