Start Politik Rheinland-Pfalz: gamesAHEAD erhält Vereins-Status

Rheinland-Pfalz: gamesAHEAD erhält Vereins-Status

Sachverstand im GamesAhead-Vorstand: Sebastian Krause, Linda Breitlauch, Adrian Wegener, Gordon Vogel und Vanessa Barth (von links, Foto: GamesAhead e. V.)
Sachverstand im GamesAhead-Vorstand: Sebastian Krause, Linda Breitlauch, Adrian Wegener, Gordon Vogel und Vanessa Barth (von links, Foto: GamesAhead e. V.)

Die rheinland-pfälzische Standort-Initiative GamesAhead wurde zum eingetragenen Verein upgegradet – der Vorstand ist bereits gewählt und im Amt.

Die Spielebranche in Rheinland-Pfalz braucht Vernetzung in Form von Events, Workshops, Entwickler-Stammtischen, Runden Tischen, Game-Jams und Messeauftritten. Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich im Juni 2018 die Initiative GamesAhead (Eigenschreibweise: gamesAHEAD) gegründet.

Schon damals war die Gründung eines eingetragenen Vereins geplant. Seit der Mitgliederversammlung am 26. März steht nun fest: Aus GamesAhead wird der GamesAhead e. V.

Die Organisation will sich weiterhin für bessere Rahmenbedingungen für Gründer, Hochschulen und Unternehmen einsetzen, den Technologietransfer von und zu anderen Branchen fördern, Gründerprogramme aufsetzen und den fachlichen Austausch mit benachbarten Regionen wie Saarland, Luxemburg, Frankreich und Belgien stärken. Auch die Zusammenarbeit mit bundesweiten und regionalen Initiativen ist vorgesehen.

Ob dazu auch die Regionalvertretung Rheinland-Pfalz des Industrieverbands Game gehört, lässt die Ankündigung offen. Beide Gruppierungen sehen sich als Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

Der frischgewählte Vorstand des GamesAhead e. V.:

  • Adrian Wegener (Vorsitzender / Gründerteam Eye Built It)
  • Sebastian Krause (Stellvertretender Vorsitzender / Gründerteam Hatita)
  • Vanessa Barth (Gründerteam CrystalMesh)
  • Gordon Vogel (Gründerteam Upside Drown)
  • Prof. Dr. Linda Breitlauch (Hochschule Trier)

Als Geschäftsführer wurde Michael Jadischke bestellt, der zuvor als Sprecher der Initiative fungierte. Seine Botschaft: Rheinland-Pfalz sei Sitz großartiger Unternehmen der Gamesbranche, es seien jedoch nur wenige. „Besondere Chancen, wie zum Beispiel der geplante Digital Game Hub am größten Ausbildungsstandort für Gamesentwicklung in Deutschland, zeigen deutlich das eindrucksvolle Potential für Unternehmensgründungen“, so Jadischke. „Dies gilt es nun – auch in Zusammenarbeit mit allen Kräften – zu realisieren, um Abwanderung und Brain Drain zu verhindern. ”

Rheinland-Pfalz gilt zwar als starker Games-Hochschul-Standort, hat aber nach wie vor erheblichen Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Flächenländern – so gibt es bislang keine regionale Games-Förderung. Der größte Spiele-Entwickler an Rhein und Mosel heißt Ubisoft Blue Byte Mainz; dort wird unter anderem das Aufbaustrategiespiel „ANNO 1800“ produziert. Zu den Schwergewichten zählt außerdem der Wormser Publisher Kalypso Media („Dungeons 3“, „Tropico 6“), der mehrere Studiotöchter in ganz Deutschland unterhält.

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