Start Politik Standort Berlin: Spekulationen um bevorstehende Top-Meldung

Standort Berlin: Spekulationen um bevorstehende Top-Meldung

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Im Vorfeld der Berliner Games Week versprechen die Veranstalter eine Meldung mit "deutschlandweiter Strahlkraft".
Im Vorfeld der Berliner Games Week versprechen die Veranstalter eine Meldung mit "deutschlandweiter Strahlkraft".

Die schon jetzt gefühlte, mindestens aber künftige Games-Hauptstadt Deutschlands steht vor einer epochalen Ankündigung für den Spiele-Standort Berlin – und darüber hinaus.

Wenn sich zwei Tage nach Ostern in einem Berliner Kino in der Nähe des Alexanderplatzes die Ausrichter und Organisatoren der „International Games Week Berlin“ (24. bis 30. April 2017) den Fragen der Presse stellen, dann stehen die Chancen gut, dass es nicht allein – wie bei solchen Anlässen üblich – bei der bloßen Huldigung der regionalen Computerspiele-Sphäre bleibt.

Vielmehr ist eine „exklusive Ankündigung für den Games-Standort Berlin mit deutschlandweiter Strahlkraft“ vorgesehen.

Deutschlandweite Strahlkraft – die Messlatte liegt hoch.

Neben Games-Week-Initiator Michael Liebe, Medienboard-Chef Helge Jürgens und BIU-Geschäftsführer Felix Falk wird laut Ankündigung ein nicht weiter benannter „Vertreter eines internationalen Publishers und Entwicklers“ auf dem Podium Platz nehmen.

Games Week Berlin: Ankündigung mit „deutschlandweiter Strahlkraft“

Die ohnehin nicht mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein ausgestatteten Vertreter der Hauptstadt mühen sich seit Jahren, die Hansestadt Hamburg als Epizentrum der deutschen Gamesbranche abzulösen. Die in Standortbroschüren proklamierten Werte von allein „1 Milliarde Euro Jahresumsatz“ in Berlin-Brandenburg plus einem jährlichen Arbeitnehmerzuwachs von 1.500 Personen im Games-Segment dürften einer genauen Analyse mutmaßlich nur in Ansätzen standhalten.

Dennoch haben die Berliner natürlich eine Reihe von Argumenten auf ihrer Seite: So sind dort nicht nur die beiden Branchenverbände BIU und GAME sowie die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK zu Hause, sondern eine ganze Reihe großer Spiele-Entwickler wie Gameduell, Wooga und Yager plus stramm wachsende Indie-Studios wie Sandbox Interactive („Albion Online“) oder Maschinen-Mensch („The Curious Expedition“).

Mit dem Deutschen Computerspielemuseum und der demnächst entstehenden „Internationalen Computerspielesammlung Berlin-Brandenburg“ stellt Berlin zudem zwei der wichtigsten kulturellen Games-Einrichtungen des Landes.

Die 35 Games-Entwickler mit den meisten Mitarbeitern in Deutschland.
Die 35 Games-Entwickler mit den meisten Mitarbeitern in Deutschland.

Games-Standort Berlin wächst mit internationalen Branchenriesen

Die wachsende Bedeutung hat Berlin auch internationalen Online-Games-Riesen zu verdanken, die sich in den vergangenen Jahren mit eigenen Niederlassungen angesiedelt haben – darunter Riot Games („League of Legends“), Epic Games („Unreal Engine“), King („Candy Crush Saga“), Gamevil („Summoner’s War“) oder GREE („Dragon Soul“).

Gut zwei Wochen vor der Ankündigung lassen die wenigen Indizien darauf schließen, dass es bei der Ankündigung weniger um eine Aufstockung der regionalen Fördermittel geht, sondern vielmehr um die Ansiedlung eines namhaften Games-Unternehmens. Vorstellbar wäre zum Beispiel der Ausbau eines der bestehenden Berliner Studios oder eine neue Hauptstadt-Dependance eines weiteren US-amerikanischen oder asiatischen Spieleherstellers wie zuletzt Smilegate.

Nicht ausgeschlossen ist auch eine Betriebsverlagerung einer der bestehenden Publisher-Zentralen, die sich derzeit an Standorten wie München, Hamburg oder Frankfurt konzentrieren.

Für Gesprächsstoff dürfte während der International Games Week Berlin in jedem Fall gesorgt sein. Im Rahmen der Konferenz- und Veranstaltungswoche wird auch turnusgemäß der Deutsche Computerspielpreis 2017 am 26. April in der Hauptstadt verliehen.