Start Politik Dirndl und Digitalisierung: Gerlach startet BayFiD

Dirndl und Digitalisierung: Gerlach startet BayFiD

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU, Mitte) beim Kick-Off-Event im Münchener WERK1 (Foto: StMD / Jörg Koch)
Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU, Mitte) beim Kick-Off-Event im Münchener WERK1 (Foto: StMD / Jörg Koch)

Mehr Frauen in digitale Berufe zu bringen – und gerne auch eine Games-Entwicklerin: Das ist das Ziel der Initiative BayFiD von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach.

Update vom 22. Juli 2019: Nach sechsmonatiger Vorbereitung erfolgte am 17. Juli der offizielle Startschuss für das Förderprogramm BayFiD (Bayerns Frauen in Digitalberufen). Im Rahmen eines Kickoff-Events in München konstituierte sich der erste Jahrgang: 300 Frauen hatten sich beworben – 50 Talente werden nun zwei Jahre lang von Paten und „Rolemodels“ gecoacht und begleitet. Bei BayFiD handele es sich bewusst um ein Talentprogramm – und nicht um ein Förderprogramm, so Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach.

Die CSU-Politikerin erhofft sich von BayFiD, dass mehr Frauen in digitale Berufe drängen. „Ich wünsche mir, dass zum Beispiel auch eine Games-Entwicklerin daraus hervorgeht.“

Zu den prominenten Paten gehören unter anderem Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek, Intel-Deutschland-Geschäftsführerin Christin Eisenschmid, Siemens-Vorstand Janina Kugel und Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU). Die Schirmherrschaft liegt bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Dirndl und Digitalisierung: Gerlach und Bär starten BayFiD (Meldung vom 18. Dezember 2018)

Mehr Frauen in digitale Berufe zu bringen – das ist das Ziel, das die  Digitalministerinnen Judith Gerlach und Dorothee Bär mit der Initiative BayFiD verfolgen.

Auf Knopfdruck auf- und abgebaut – und nadelt garantiert nicht: Im bayerischen Digitalministerium gibt es seit heute einen „virtuellen Weihnachtsbaum“. Die kostenlose Augmented-Reality-App wurde von einem Regensburger Startup entwickelt und mogelt einen digitalen Tannenbaum auf Smartphone-Schnappschüsse.

Die iOS- und Android-App ist ein „virtueller Gruß“ von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU), die in München zusammen mit ihrer Berliner Amtskollegin Dorothee Bär (CSU) eine Initiative für mehr Frauen in digitalen Berufen präsentiert hat.

Demnächst mutmaßlich bei den Ehrlich Brothers, jetzt schon im Digitalministerium: Per AR-App entsteht ein virtueller Weihnachtsbaum zwischen den Digitalministerinnen Judith Gerlach und Dorothee Bär (Foto: StMD)
Demnächst mutmaßlich bei den Ehrlich Brothers, jetzt schon im Digitalministerium: Per AR-App entsteht ein virtueller Weihnachtsbaum zwischen den Digitalministerinnen Judith Gerlach und Dorothee Bär (Foto: StMD)

Zwar seien fast eine halbe Million Stellen in technischen Berufen unbesetzt – der Anteil der Informatik-Studentinnen läge aber bei nur 20 Prozent, bei den Fachinformatik-Azubis sind es gerade einmal 7 Prozent. Enorm viel „digitale Frauen-Power“ gehe auf diesem Weg verloren, sagt Gerlach. Ihr Ziel sei es daher, mehr Frauen in digitale Berufe zu bringen – und hier schon sehr frühzeitig anzusetzen, nämlich bei Berufswahl und -einstieg. Staatsministerin Bär stellt fest, dass es bei der Digitalisierung kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungs-Defizit gäbe. Deshalb will sie weibliche Nachwuchskräfte mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenbringen.

Das dazugehörige Programm trägt den Namen „BayFiD“ und steht für „Bayerns Frauen in Digitalberufen“ – Untertitel: „Fit für den digitalen Wandel“. Die Schirmherrschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) übernommen.

Gerlachs Ministerium will nun bis Mitte 2019 ein Talentprogramm für Frauen zwischen 18 und 30 Jahren entwickeln – Unternehmen und Verbände sollen als Partner und „Digitale Paten“ gewonnen werden, die pro Jahr 50 junge Talente auf dem Weg ins volldigitalisierte Berufsleben begleiten. Erste Digitalpatin ist Dorothee Bär: „Wir brauchen nicht nur Laptops und Lederhosen, sondern auch Dirndl und Digitalisierung“, sagt die CSU-Politikerin in Anspielung auf ein Edmund-Stoiber-Zitat. „Nur mit geballten Kräften können wir in der Digitalisierung etwas bewegen. Deshalb müssen wir gemeinsam Potenziale heben, zusammenhalten und mutig vorangehen.“

Wie sich die Situation derzeit in den Führungs-Etagen der großen Games-Hersteller darstellt, lesen Sie in dieser Analyse.

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