
Familie, Senioren, Frauen, Jugend – CDU-Ministerin Karin Prien deckt qua Amt alle Games-Zielgruppen ab und ist deshalb Ehrengast beim Game-Sommerfest.
Update vom 10. Juni 2026: Mit 550 Gästen feierte der Branchenverband Game am gestrigen Dienstagabend das traditionelle Sommerfest.
Der frisch gewählte Vorstand unter Vorsitz von Lars Janssen und Game-Geschäftsführer Felix Falk begrüßten rund 550 Gäste im Berliner Zollpackhof – allen voran Gastrednerin Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) samt der Staatssekretäre Matthias Hauer (CDU) und Marcus Pleyer sowie das Team des Games-Referats. Auch Abgeordnete aus dem Bundestag waren der Einladung gefolgt, etwa Joachim Ebmeyer (CDU), Andrea Lübcke (Grüne), Oliver Pöpsel (CDU), Vanessa Zobel (CDU), Holger Mann (SPD) und Nicklas Kappe (CDU).
In ihrer Rede verwies Prien auf das Potenzial von Games, gerade mit Blick auf Schutz und Erhalt der Demokratie. Computerspiele sollten daher künftig stärkere Berücksichtigung finden bei Bundes-Förderprogrammen wie „Demokratie leben!“. Die Rede der Ministerin sorgte zwischenzeitlich und auch im Nachgang für erhebliche Irritationen innerhalb der Branche (mehr dazu in dieser Kolumne).
Grünen-Politikerin Andrea Lübcke kritisierte Prien für den offenkundigen Widerspruch mit Blick auf die angekündigten Kürzungen und Umstrukturierungen bei bestehenden Initiativen – etwa beim Projekt Good Gaming Support der Amadeu-Antonio-Stiftung.
Lübcke: „Wir brauchen faktenbasierte Verbesserungen, keinen Kahlschlag nach politischem Bauchgefühl. Mindestens die laufende Evaluation muss abgewartet werden, bevor Fakten geschaffen werden, die später nicht rückgängig zu machen sind. Strukturen, die über Jahre Vertrauen, Expertise und Zugänge in digitale Communities aufgebaut haben, lassen sich nicht einfach abschalten und bei Bedarf wieder hochfahren.“
Karin Prien zu Gast beim Game-Sommerfest 2026
Meldung vom 15. April 2026: Die Cosplay Area, die Indie Area, Nintendo of Europe, Electronic Arts, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und der Stand der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) waren nur einige der vielen Stationen, die Familienministerin Karin Prien (CDU) bei ihrem Gamescom 2025-Rundgang absolvierte.
Im Nachgang zur Kölner Videospiele-Messe betonte die Ministerin, die Branche müsse ihre „Verantwortung für einen wirksamen Jugendmedienschutz ernst nehmen“ – schließlich berge Gaming auch Risiken und Nebenwirkungen, von exzessiven Nutzung über Spielsucht und „problematische Inhalte“ bis hin zu „Kostenfallen und der Verbreitung von extremistischen Inhalten“.

Der Ton ist also gesetzt, wenn Prien am 9. Juni als Gastrednerin beim diesjährigen Sommerfest des Branchenverbands Game in Berlin auftritt. Sie folgt damit auf Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Habecks Staatssekretär Michael Kellner (Grüne) und Ex-Finanzminister Christian Lindner (FDP), die in den Vorjahren der Einladung des Verbands gefolgt waren. Auch in diesem Jahr werden wieder hunderte Gäste erwartet – darunter neben Vertretern der mehr als 500 Mitgliedsunternehmen auch traditionell viele Abgeordnete aus dem nahe gelegenen Bundestag und den umliegenden Ministerien.
Der Game will den Gamescom-Dialog mit Prien entlang des Sommerfests fortsetzen und insbesondere die Vermittlung demokratischer Werte in den Mittelpunkt rücken: Games könnten in diesem Zusammenhang einen Beitrag im Kampf gegen Desinformation leisten.
Karin Prien ist seit Mai 2025 Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Zuvor war sie acht Jahre lang Bildungs- und Kultur-Ministerin in Schleswig-Holstein. Prien gehört außerdem zum CDU-Präsidium und ist dort Stellvertreterin von Partei-Chef Merz.












