
Gleich an drei von fünf Positionen gibt es Veränderungen im Vorstand des Branchenverbands Game – neu im Gremium ist Microsoft-Managerin Maxi Graeff.
Zwei Konsolen-Hersteller, zwei deutsche Töchter großer französischer, börsennotierter Games-Konzerne und ein Berliner Indie-Studio: Auf diese Vorstands-Zusammensetzung haben sich die Mitglieder des Industrieverbands Game bei der heutigen Mitgliederversammlung in Berlin verständigt.
Drei der fünf Vorstände sind infolge beruflicher Veränderungen nicht mehr angetreten: Ubisoft-Manager Ralf Wirsing, Astragon-Geschäftsführerin Julia Pfiffer und Tiny Crocodile-Gründerin Johanna Janiszewski.
- Im Amt des Vorstandsvorsitzenden bestätigt wurde indes Lars Janssen, im Hauptberuf Geschäftsführer des Frankfurter Studios Deck13 Interactive (Atlas Fallen) und bereits seit 2018 Teil des Vorstands.
- Als Stellvertreterin an Janssens Seite ist ab sofort Maxi Graeff, die seit über zehn Jahren für Microsoft Deutschland in München im Einsatz ist – seit 2020 als Integrated Marketing Lead Xbox DACH.
- Die Interessen von Ubisoft Blue Byte bringt ein weiteres Branchen-Urgestein ein: Benedikt Grindel steuert unter anderem die drei Ubisoft-Studios in Düsseldorf, Berlin und Mainz (Anno 117: Pax Romana).
- Ebenfalls erneut in den Vorstand gewählt wurde Nintendo of Europe-Justiziar Clemens Mayer-Wegelin.
- Die Perspektive der Indie-Studios und Startups dürfte Sandro Heuberger mit Nachdruck vertreten: Der Unternehmer gehört zu den Co-Gründern der Berliner Dorfromantik-Macher von Toukana Interactive.
Game-Mitglieder bestätigen Vorstand Janssen – Graeff neu im Gremium
Game-Vorstands-Chef Lars Janssen: „Ich kann mich für das abermalige Vertrauen der Game-Mitglieder nur recht herzlich bedanken. Wir haben als Game in den vergangenen Jahren viel bewegt, von der Weiterentwicklung der Gamescom bis hin zu den Rahmenbedingungen für Games-Unternehmen in Deutschland. Wenn wir international als Games-Standort noch weiter aufholen wollen, liegen weiterhin große Aufgaben vor uns, etwa die Einführung einer steuerlichen Games-Förderung. Hierfür möchte ich mich auch weiterhin als Vorstandsvorsitzender aus voller Überzeugung einsetzen.“
Janssen verbindet die Wiederwahl mit einem besonderen Dank an Julia Pfiffer, Johanna Janiszewski und Ralf Wirsing für die enge Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Amtsjahren.
Maxi Graeff startet in ihre Rolle als stellvertretende Vorstandsvorsitzende mit dem Vorsatz, sich insbesondere für die Weiterentwicklung der Gamescom und für das Thema Diversity stark zu machen: „Die Games-Branche durchlebt derzeit herausfordernde Zeiten. Umso wichtiger ist ein Verband, der mit einer Stimme spricht und sich für die Belange der Branche mit Nachdruck einsetzt.“
Am Abend trifft sich die Branche zum traditionellen Sommerfest im Zollpackhof vis-à-vis vom Kanzleramt. Als Gastrednerin wird Familienministerin Karin Prien (CDU) erwartet.
Dem Game e. V. gehören mehr als 500 Mitglieder an – Studios und Publisher genauso wie Hardware-Hersteller, Kanzleien, Hochschulen, Veranstalter und Agenturen. Der Verband ist unter anderem Ausrichter der Kölner Gamescom samt der Entwicklerkonferenz Gamescom Dev und außerdem eng in die Vergabe des Deutschen Computerspielpreises eingebunden – mehr dazu in dieser Kolumne vom Februar 2026.












