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Virtuelle Bundesliga 2018: HSV sucht FIFA-Talente

Der HSV tritt mit einem eigenen
Der HSV tritt mit eigenem "FIFA 18"-Team zur Virtuellen Bundesliga 2018 an.

Der Hamburger Sportverein tritt erstmals mit einem eigenen Team im Rahmen der Virtuellen Bundesliga 2018 an. Die Teilnahme an der offiziellen „FIFA 18“-Meisterschaft will der HSV allerdings nicht als eSport-Einstieg verstanden wissen – vorerst zumindest.

Man halte das Thema eSport ganz grundsätzlich für ein interessantes Thema, setze sich damit auseinander und befände sich „in Gesprächen“ – so lautete in den vergangenen beiden Jahren die Position des Hamburger SV.

Im Gegensatz zu Bundesliga-Mitbewerbern wie Schalke 04, Leverkusen, Leipzig, Wolfsburg oder Stuttgart befindet sich der HSV weiterhin in der Findungsphase und hat noch keine abschließende Entscheidung getroffen, ob man künftig dauerhaft im Zeichen der Vereins-Raute an eSport-Turnieren und -Ligen teilnehmen wolle.

Fürs erste wollen die Hamburger mit ihrem Freilos („Wildcard“) für die Deutsche „FIFA 18“-Meisterschaft vergleichsweise risikolos Erfahrungen mit dem Thema eSport sammeln.

Virtuelle Bundesliga 2018: Hamburger SV sucht „FIFA“-Xbox-Spieler

Die Zusage für die Virtuelle Bundesliga 2018 sei für den HSV „ein Testballon“, wie es heißt: Man wolle die Teilnahme nutzen, um „die Branche besser kennenzulernen und die Wirkung auf bestehende und neue Zielgruppen sowie unsere Partner und Sponsoren zu testen“, stellt Marketing-Direktor Florian Riepe klar.

Dass der Verein zwei Spieler im HSV-Trikot – einer auf PlayStation 4, einer auf Xbox One – zu den Playoffs am 10. und 11. März nach Düsseldorf schickt, sei nicht als „HSV-Einstieg in den eSports“ zu verstehen.

Das HSV-Team besteht zum einen aus „FIFA“-Profispieler Daniel Tissarek und zum anderen aus einem mindestens 16jährigen Xbox-Spieler, der die #moinVBL-Challenge am 20. Februar 2018 im Volksparkstadion für sich entscheidet. Bewerbungen sind ab sofort möglich – besonders freut sich der HSV über „weibliche Bewerberinnen“, wie es auf der Website heißt. Als Social-Media-Experte ist außerdem Till Schüttrumpf eingebunden, der mit „FIFA Gaming“ einen der größeren deutschsprachigen „FIFA“-Youtube-Kanäle betreibt.

Der 1. FC Köln ist der siebte Fußball-Bundesligist mit konkreten eSport-Ambitionen (Stand: 1.2.18)
Der 1. FC Köln ist der siebte Fußball-Bundesligist mit konkreten eSport-Ambitionen (Stand: 1.2.18)

Virtuelle Bundesliga 2018: Hamburger SV sieht Teilnahme als „Testballon“

Bei aller norddeutscher Zurückhaltung spricht Vieles dafür, dass die eSport-Planungen des HSV im Hintergrund schon weiter gediehen sind, als es die offiziellen Verlautbarungen vermuten lassen.

Zu den Indizien zählt beispielsweise, dass der „Liga-Dino“ mit Lagardere Sports bereits einen Vermarkter an Bord hat, der sich im eSport-Segment durch ausgesprochene Rührigkeit auszeichnet. Ebenfalls eingebunden ist die Agentur eSports Reputation, die vom einstigen Bundesliga-Trainer und VfB-Stuttgart-Vorstand Robin Dutt beraten wird. Zu den bekanntesten Mandanten von eSports Reputation gehört der amtierende Deutsche „FIFA“-Meister Cihan Yarsarlar, der in diesem Jahr für RB Leipzig antritt.

Einen ähnlichen Weg wie der HSV beschreitet unter anderem der 1. FC Köln, der sich eigens für die Virtuelle Bundesliga einige Profis vom ortsansässigen Team SK Gaming ausleiht.

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