Start Wirtschaft Sony: Pünktlicher PlayStation-5-Verkaufsstart durch Corona nicht gefährdet

Sony: Pünktlicher PlayStation-5-Verkaufsstart durch Corona nicht gefährdet

So sieht der neue DualSense-Controller der PlayStation 5 aus (Foto: Sony Interactive)
So sieht der neue DualSense-Controller der PlayStation 5 aus (Foto: Sony Interactive)

Noch ein halbes Jahr bis zum Start der PlayStation 5: Sony Interactive erwartet – Stand heute – keine Corona-Verzögerungen mit Blick auf die Hardware- und Software-Produktion.

Um knapp 20 Prozent sind die Spielekonsolen-Umsätze in Deutschland im vergangenen Jahr eingebrochen. Dass insbesondere die nachlassende PlayStation-4-Nachfrage dazu ihren Beitrag geleistet, war vermutet worden – und wird nun durch die heute veröffentlichten Sony-Geschäftszahlen bestätigt.

Das im Bereich Game & Network Services gebündelte PlayStation-Geschäft des japanischen Unterhaltungselektronik-Riesen verzeichnet einen Umsatz-Rückgang von 14 Prozent gegenüber der Rekord-Saison 2018/19 – auf umgerechnet rund 17 Milliarden Euro. Es gilt damit aber immer noch als zweitbestes Ergebnis in der PlayStation-Historie.

Parallel zur Hardware fielen auch die Software-Zahlen, weil 2019 ein Blockbuster vom Kaliber eines „Spider-Man“ oder „God of War“ fehlte – trotz solider „Death Stranding“-Verkäufe. Anhaltenden Zulauf verzeichnet hingegen der Online-Dienst PlayStation Plus, der mittlerweile auf 41,5 Millionen Abonnenten kommt.

Umsatz mit Gaming-Hardware 2019 In Deutschland: Plus bei PC-Hardware - Minus beim Konsolen-Verkauf (Stand: 29.4.2020)
Umsatz mit Gaming-Hardware 2019 In Deutschland: Plus bei PC-Hardware – Minus beim Konsolen-Verkauf (Stand: 29.4.2020)

Die Hälfte des Umsatzes des Game and Network-Services-Segments entfällt auf das PlayStation Network, also Download-Verkäufe von Spielen und Erweiterungen. 19 Prozent trägt die Konsolen-Hardware bei, 7 % stammen von PlayStation VR und Zubehör (etwa Gamepads) und 17 Prozent kommen von Netzwerk-Diensten (PlayStation Plus, PlayStation Now). Der kleinste Part – nämlich nur noch 6 Prozent – geht auf das Konto der Einzelhandels-Umsätze mit Spielen auf Blu-Ray-Discs.

Im Geschäftsbericht geht Sony auch auf die Risiken und Nebenwirkungen der globalen Corona-Pandemie ein. Anders als im Falle von Mitbewerber Nintendo habe es nur einen dezenten Einfluss auf die Lieferketten gegeben: Die Lager waren gut gefüllt – die Nachfrage konnte bedient werden.

Zwar hätten der intensivierte Home-Office-Betrieb und die Reiseeinschränkungen zu Herausforderungen geführt – gleichzeitig läuft die Entwicklung von neuen Spielen wie geplant weiter. Stand heute gäbe es keine Verzögerungen bei Eigenproduktionen. Die PlayStation soll wie geplant im Vorfeld des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts auf den Markt kommen; Beobachter und Analysten rechnen mit einem Termin im November.

  • Verkaufte PlayStation-4-Konsolen (weltweit, gesamt): 110,4 Millionen (+13,6 Mio.)
  • PlayStation-Plus-Abonnenten: 41,5 Millionen (+5,1 Mio.)
  • Verkaufte PlayStation-4-Spiele (2019): 225 Millionen – davon mehr als die Hälfte als Download

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