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Corona-Folge: MediaMarkt und Saturn installieren digitale Türsteher

Corona-Einlasskontrolle: So sehen die
Corona-Einlasskontrolle: So sehen die "digitalen Türsteher" von MediaMarkt und Saturn in der Praxis aus (Foto: MediaMarktSaturn Holding)

Mit digitalen Einlass-Ampeln wollen MediaMarkt und Saturn die Zahl der gleichzeitig anwesenden Kunden in den Filialen regulieren und kontrollieren.

„STOP! Bitte hier warten! Die maximale Kundenanzahl ist erreicht!“ – so warnt ein großes Display am Eingang von immer mehr MediaMarkt- und Saturn-Filialen, falls die Maximalzahl der Kunden erreicht wurde. Verlässt ein Kunde den Laden, schaltet die Ampel sofort auf Grün: „Viel Freude beim Einkaufen – Bitte einzeln eintreten!“

Die Ingolstädter Elektronikmarkt-Kette reagiert damit auf eine Regelung, die in den meisten Bundesländern gilt. Demnach ist abhängig von der Verkaufsfläche nur eine bestimmte Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kunden zulässig. Dadurch sollen die gesetzlich geforderten Mindestabstände zwischen den Käufern gewahrt bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Falls ein Markt über mehrere Eingänge verfügt, werden die Daten entsprechend abgeglichen und synchronisiert. Der Marktleiter weiß damit in Echtzeit, wie viele Personen sich in der Filiale aufhalten und kann gegebenenfalls nachsteuern.

Das Unternehmen spricht von „smarten Türstehern für sicheres Einkaufen“. Nach Testläufen in Hamburg und Göttingen sollen bis Anfang Juni alle 400 deutschen Märkte von Saturn und MediaMarkt mit dem „Smart Entrance Manager“ von Anbieter Xplace ausgestattet werden. Wenn sich das System bewährt, ist ein europaweiter Einsatz geplant, zunächst in der Schweiz, in Polen und in den Niederlanden.

Auch andere Handelsketten – etwa der Discounter Aldi – experimentieren mit solchen digitalen Einlasskontrollen, die das händische Abzählen von Kunden durch Sicherheitspersonal ersetzen.

Nach mehrwöchiger Corona-Pause ist der Einzelhandel bundesweit und unabhängig von der Branche wieder geöffnet. In wenigen Bundesländern gilt noch die Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmeter – überwiegend wurde dieses Limit allerdings aufgehoben. In allen Geschäften ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

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