Start Wirtschaft Ebay lehnt GameStop-Angebot ab (Update)

Ebay lehnt GameStop-Angebot ab (Update)

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GameStop legt ein konkretes Übernahme-Angebot für Ebay vor.
GameStop legt ein konkretes Übernahme-Angebot für Ebay vor.

Drei, zwei, eins – seins? GameStop-CEO Ryan Cohen strebt die Übernahme des Internet-Urgesteins Ebay an. Volumen des Deals: 56 Milliarden Dollar. 

Ebay weist GameStop-Angebot zurück

Update vom 12. Mai 2026 (14 Uhr): Ebay hat die GameStop-Pläne geprüft – und lehnt das 56-Mrd.-$-Übernahme-Angebot vollumfänglich ab. In einem Schreiben an GameStop-CEO Ryan Cohen heißt es: „Der Vorschlag ist weder glaubwürdig noch attraktiv.“

Zur Begründung verweist Ebay-Vorstands-Chef Paul S. Pressler unter anderem auf die ungleich besseren Perspektiven als unabhängigem Unternehmen und die Unsicherheiten mit Blick auf die Statik der Finanzierung. Der Börsenwert von Ebay ist derzeit fast vier Mal so hoch wie jener von GameStop.

Reuters geht davon aus, dass Cohen so schnell nicht aufgeben wird: Der GameStop-Chef hat bereits angekündigt, dass er im Zweifel direkt auf die Ebay-Aktionäre zugehen werde – ohne den ‚Umweg‘ über Vorstand und Aufsichtsrat.


Ebay bestätigt Ebay-Angebot

Update vom 4. Mai 2026 (15:15 Uhr): Das Ebay-Management hat den Eingang des Übernahme-Angebots von GameStop offiziell bestätigt. Im Vorfeld habe es keine bilateralen Gespräche zwischen beiden Parteien gegeben.

Im nächsten Schritt werden sich die Finanz- und Rechts-Gelehrten von Ebay über die Dokumente beugen und ausloten, wie die nächsten Schritte aussehen könnten – und ob GameStop die XXL-Transaktion grundsätzlich stemmen kann. An die Aktionäre ergeht die Empfehlung, in aller Gelassenheit abzuwarten; derzeit gäbe es keinen Handlungsdruck.

Ebay hat für das erste Quartal 2026 gute Zahlen vorgelegt: Der Umsatz von 3,1 Mrd. $ (ca. 2,65 Mrd. €) lag 19 Prozent über Vorjahr. Die Aktie hat sich nach zeitweiligen Rücksetzern deutlich erhöht und notiert derzeit auf einem Allzeit-Hoch bei rund 110 $.


GameStop will Ebay kaufen

Meldung vom 4. Mai 2026 (11:30 Uhr): Im ersten Moment mag es sich anfühlen, als wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt – zumal die beiden Unternehmen mehr als 30 Milliarden Dollar an Börsenwert trennt. Doch die Offerte ist ernst gemeint: Der US-Videospiele-Händler GameStop hat am Wochenende ein konkretes Übernahme-Angebot für die E-Commerce- und Auktions-Plattform Ebay vorgelegt.

Pro Ebay-Aktie will GameStop 125 $ zahlen – ein Aufschlag von 20 Prozent gegenüber dem Schluss-Kurs am Freitag. Bereits seit Februar hat GameStop 5 Prozent der Anteile eingesammelt.

Das Paket hat ein Gesamtvolumen von rund 55 Mrd. $ und setzt sich je zur Hälfte zusammen aus Bargeld und GameStop-Aktien. Laut GameStop lägen bereits Zusagen von Banken vor, die diese XXL-Transaktion finanzieren würden.

Nach erfolgreicher Übernahme will GameStop-Boss Cohen massiv an der Kostenschraube drehen und etwa Ausgaben für Marketing, Entwicklung und Verwaltung bei Ebay radikal senken. Gleichzeitig soll ein starker Konkurrent für Marktführer Amazon entstehen. Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte Cohen, Ebay sei deutlich mehr wert: Er werde den Unternehmenswert in die Region von mehreren hundert Milliarden Dollar schrauben.

GameStop hat in den vergangenen Jahren regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt – etwa entlang einer wilden Hedgefonds-Spekulations-Rally, die durch Reddit- und TikTok-Memes befeuert wurde.

In den Vereinigten Staaten betreibt GameStop noch rund 1.600 Stores; weltweit sind es  etwa 2.700. Das Deutschland-Geschäft hat der US-Konzern im vergangenen Jahr aufgegeben: Die letzten verbliebenen Filialen wurden Anfang 2025 geschlossen. Zuvor war GameStop bundesweit mit eigenen Shops in hochfrequentierten Fußgängerzonen und Einkaufszentren vertreten. Zum Sortiment gehörten Neu- und Gebraucht-Konsolen, Zubehör, Spiele und Merchandise-Produkte.