
Es wird erst mal schlechter, bevor es besser wird: Microsoft meldet erneut rückläufige Zahlen für die Xbox- und Games-Abteilung.
„Zwar haben wir Fortschritte bei der Vergrößerung unseres Geschäfts und unserer Margen erzielt – gleichwohl passen Wachstum bei Spielerzahlen und Umsatz noch nicht zu unseren Ambitionen. Wir wissen, dass wir uns jeden Spieler erarbeiten müssen – jetzt und in der Zukunft.“
Ungewöhnlich klar und deutlich hat die seit Jahresbeginn amtierende Xbox-CEO Asha Sharma die Kennzahlen für das abgelaufene Quartal (Januar bis März) via X kommentiert.
Dass die Einnahmen mit Xbox-Konsolen und -Zubehör weiterhin rückläufig sind, ist keine Überraschung: Microsoft hatte bereits im Januar vorgewarnt. Das Ausmaß ist dann aber doch recht deutlich: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Hardware-Umsätze um 33 Prozent eingebrochen.
Mit Spiele-Inhalten und -Services – allen voran der Xbox Game Pass – hat Microsoft gegenüber dem 2025-Quartal 5 Prozent weniger eingenommen, was das Unternehmen auf einen geringeren Ausstoß an First-Party-Titeln zurück führt. Daraus ergibt sich ein Minus von 7 Prozent für die Gaming-Sparte, die neuerdings wieder unter ‚Xbox firmiert.
Immerhin: Bei der nachgelagerten Analysten-Telefonkonferenz vermeldete Microsoft-CEO Satya Nadella neue Rekordwerte in den Disziplinen ‚Monthly Active User‘ und beim Aufkommen an Spiele-Streaming-Stunden.
Sowohl für den Games-Software- als auch für den Games-Hardware-Umsatz erwartet Microsoft weiter rückläufige Zahlen. Mit einem ganzen Maßnahmen-Bündel, konkurrenzfähigen Produkt-Neuheiten und einer korrigierten ‚We Are Xbox‘-Strategie will das Management gegensteuern: So wurden die Preiserhöhungen für die Spiele-Flatrate Xbox Game Pass Ultimate teils zurückgenommen. Künftige Titel der Call of Duty-Reihe sind nicht mehr serienmäßig in der Monatsgebühr enthalten.
Trotz Problemen in der Games-Sparte bleibt der Gesamtkonzern auf Kurs: Insbesondere das stark wachsende Cloud- und KI-Business sorgt für einen Quartals-Umsatz von 82,9 Mrd. $ – ein Plus von 18 Prozent. Unterm Strich weist der US-Tech-Konzern einen operativen Gewinn von 38,4 Mrd. $ aus.












