
Rolle rückwärts bei Microsoft: Nur ein halbes Jahr nach Inkrafttreten kassiert Gaming-Chefin Asha Sharma die Preiserhöhung beim Xbox Game Pass ein.
Bei Microsoft hat sich offenkundig die Erkenntnis durchgesetzt, dass man es mit der massiven Game-Pass-Preiserhöhung im Vorjahr gehörig übertrieben hat: Erst wenige Tage ist es her, dass die neue Xbox-Chefin Asha Sharma die Abo-Tarife in einem internen Memo als „zu teuer“ eingestuft hat – wohlwissend, dass diese These zwangsläufig ihren Weg an die Öffentlichkeit finden wird. Diesen Befund hat sie am Abend in einem X-Posting wiederholt – zusammen mit konkreten Maßnahmen.
Denn mit sofortiger Wirkung sinkt die Gebühr für das ‚All-inclusive-Paket‘ Xbox Game Pass Ultimate in Europa von zuletzt 26,99 € auf 20,99 € pro Monat. Gleichwohl liegt der neue Preis immer noch über jenen 17,99 €, die bis zur Erhöhung im Oktober 2025 galten. Parallel wird der Monatspreis für den PC Game Pass von 14,99 € auf 12,99 € reduziert.
Xbox Game Pass Ultimate: Microsoft senkt Abo-Preis
Damit sich Microsoft diesen Schritt buchstäblich leisten kann, dreht Sharmas Team am Leistungsspektrum der Ultimate-Version – und an der Game-Pass-DNA, wonach konzerneigene Spiele direkt zum Launch ohne Zusatzkosten freigeschaltet werden.
Denn künftige Ausgaben von Call of Duty stehen nun nicht mehr direkt bei Veröffentlichung zur Verfügung – Black Ops 7 war somit das letzte Spiel, das diesem Versprechen folgte. Stattdessen werden neue Call of Duty-Spiele erst ein Jahr später zum darauffolgenden Weihnachtsgeschäft in die Bibliothek aufgenommen. Bisher erschienene Titel der Blockbuster-Reihe bleiben natürlich Teil des Game Pass-Katalogs.
Durch die Preissenkung sparen Ultimate-Kunden also 72 € pro Jahr – wer das neueste Call of Duty haben und online spielen will, muss allerdings im selben Atemzug minimum 70 bis 80 € für den Einzelkauf des Shooters investieren.

Die Preise für den Game Pass Essential (8,99 €) und Game Pass Premium (12,99 €) bleiben unverändert. Ein Abo ist grundsätzlich erforderlich, um Online-Multiplayer-Modi auf der Konsole nutzen zu können. Im teureren Premium-Modell sind 200 statt 50 Spiele inklusive – Neuheiten von Xbox-Studios (etwa Forza Horizon 6) werden zwölf Monate nach Release hinzugefügt. Der Xbox Game Pass Ultimate ermöglicht den Zugriff auf mehr als 400 Spiele – eine neu hinzugefügte Fußnote nennt besagte Call of Duty-Titel als Ausnahme.
Konkrete Abonnenten-Zahlen nennt Microsoft analog zu Mitbewerber Sony nicht – gleichwohl spricht viel dafür, dass die hohen Preise seit Herbst 2025 nicht zu Zuwächsen geführt haben. Die Ankündigung kommt eine Woche vor Bekanntgabe der neuesten Geschäftszahlen: Am Mittwoch kommender Woche (29. April) wird der US-Konzern die Details für das erste Quartal veröffentlichen – Microsoft rechnet mit weiter rückläufigen Konsolen-Umsätzen, einer von sechs Baustellen der Nachfolgerin von Langzeit-Gaing-CEO Phil Spencer.
Eine Analyse der Game Pass-Preiserhöhung lesen Sie in dieser Kolumne vom Oktober 2025.











