
Derweil das Cloud-Business von Rekord zu Rekord eilt, gerät die Games-und Xbox-Sparte von Microsoft unter Druck.
Das von ASUS produzierte Handheld ROG Xbox Ally hat das Weihnachtsgeschäft nicht retten können: Der Umsatz mit Xbox-Spielkonsolen und -Zubehör ist zwischen Oktober und Dezember 2025 um ein Drittel gegenüber Vorjahr gesunken, wie aus den gestern Abend veröffentlichten Microsoft-Quartalszahlen hervorgeht.
Der Konsolen-Hersteller hat zuletzt wenig bis nichts dazu beigetragen, um die Attraktivität des Sortiments zu erhöhen: Anders als Mitbewerber Sony hat das Unternehmen darauf verzichtet, die Modell-Palette mit leistungsstärkeren Modellen aufzuwerten. In den Zahlen spiegeln sich vielmehr die empfindlichen Preiserhöhungen wider: Für eine Xbox Series X ohne Laufwerk werden inzwischen 549,99 € fällig – 100 € mehr als für die vergleichbare PlayStation 5 Digital Edition.
Unmittelbare Folge: Microsofts Gaming-Geschäft schrumpfte um 9 Prozent gegenüber Vorjahr. Abseits der Hardware läuft es auch bei der Software nicht rund: Der Umsatz mit Xbox-Spielen und -Services (sprich: Game Pass) sank im 4. Quartal um 5 Prozent. Zur Begründung verweist der Konzern auf die starke 2024-Saison, die unter anderem vom Überflieger Call of Duty: Black Ops 6 profitierte. Der Nachfolger Black Ops 7 blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Keine neuen Erkenntnisse gibt es mit Blick auf die Abonnenten-Entwicklung des Game Pass, dessen Tarife im Wirkung zum Oktober 2025 spürbar angehoben wurden. Gleichzeitig wurde eines der Kern-Versprechen des Abo-Dienstes abgeschliffen: Nur noch im Xbox Game Pass Ultimate werden konzern-eigene Konsolen-Neuheiten direkt zum Launch freigeschaltet – Microsoft bucht dafür 26,99 € pro Monat ab.
Microsoft-Zahlen: Hardware-Umsatz bricht um 32 Prozent ein
An der misslichen Situation wird sich so schnell nichts ändern: Auch im laufenden Quartal, das im März endet, erwartet Microsoft mangels zugkräftiger Neuheiten weitere Umsatz-Rückgänge – und zwar sowohl für Hardware als auch Software. Linderung ist erst ab dem Frühjahr in Sicht, sofern Blockbuster wie Forza Horizon 6 (Release: 19. Mai) pünktlich erscheinen.
Gegenüber Analysten bekräftigten Microsoft-CEO Satya Nadella und Finanz-Chefin Amy Hood das Bekenntnis, weiterhin „great games“ für Xbox, PC, Cloud und „every other device“ zu liefern – womit unter anderem die PlayStation 5 gemeint ist, wo Microsoft mittlerweile als einer der wichtigsten Anbieter gilt. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, gäbe es neue Rekordwerte bei den PC-Spielern und bei den „paid streaming hours on Xbox“, was offenkundig auf die Cloud-Komponente des Game Pass abzielt.
Wachstums-Treiber des US-Tech-Konzerns war, ist und bleibt die ‚Intelligent Cloud‘: Die Azure-Rechenzentren steuerten erstmals mehr als 50 Mrd. $ zum Gesamt-Umsatz von 81 Mrd. $ (+ 17 %) bei. Operativer Gewinn: 38,3 Mrd. $ (+ 21 %). (pf)











